Der ORF hat seinenTransparenzbericht für das Jahr 2025 verƶffentlicht. Dieser Bericht, der gemäà ORF-Gesetz erstellt wird, legt die GehƤlter der Mitarbeiter offen, die inklusive Zulagen mehr als 170.000 Euro brutto pro Jahr verdienen. Im Fokus der ƶffentlichen Aufmerksamkeit steht dabei regelmƤĆig die Frage, wer die top verdiener orf sind und wie sich die Gehaltsstruktur im ƶffentlich-rechtlichen Rundfunk gestaltet.
Hintergrund: Transparenzbericht des ORF
Der ORF ist als einziges ƶffentliches Unternehmen in Ćsterreich dazu verpflichtet, die GehƤlter seiner Spitzenverdiener offenzulegen. Diese Verpflichtung soll für Transparenz sorgen und der Ćffentlichkeit Einblick in die Verwendung der Rundfunkgebühren geben. Der Bericht listet alle Mitarbeiter auf, die über 170.000 Euro jƤhrlich verdienen, inklusive aller Zulagen.
Die Verƶffentlichung des Transparenzberichts ist jedes Jahr von groĆem Interesse, da sie nicht nur die konkreten Zahlen liefert, sondern auch Diskussionen über die Angemessenheit der GehƤlter im ƶffentlich-rechtlichen Sektor anstƶĆt. Dabei wird oft verglichen, wie sich die Vergütung im ORF im Vergleich zu anderen ƶffentlich-rechtlichen Sendern oder privaten Medienunternehmen darstellt.
Aktuelle Entwicklung: Die Top-Verdiener im ORF 2025
Laut dem aktuellen Transparenzbericht, der am 31. März 2026 veröffentlicht wurde, gab es im Jahr 2025 insgesamt 65 Personen im ORF (inklusive Tochterunternehmen), die über 170.000 Euro brutto verdient haben. Das sind zehn Personen weniger als im Vorjahr. Der ORF führt diesen Rückgang vor allem auf altersbedingte Abgänge und die Inanspruchnahme von Altersteilzeit zurück, wie aus dem ORF hervorgeht.
Die Liste der top verdiener orf wird von Pius Strobl angeführt, dem Baumanager des ORF. Laut Informationen der Kleinen Zeitung bezieht Strobl ein Jahresgehalt von 468.856 Euro und bleibt bis Ende 2026 der bestbezahlte Mitarbeiter des Senders. Auf den PlƤtzen zwei und drei folgen der ehemalige Generaldirektor Roland WeiĆmann (427.500 Euro) und der frühere Sportchef Hannes Aigelsreiter (339.824 Euro), die beide nicht mehr im Amt sind.
Weitere Details zu den GehƤltern
Der Geschäftsführer der ORF-Vermarktungstochter Enterprise, Oliver Böhm, verdient mit fast 349.000 Euro mehr als der ehemalige Sportchef Aigelsreiter. Allerdings wird Böhm nicht in der Gesamtliste der Spitzengehälter des ORF geführt, sondern separat als Angestellter der Tochterfirma gelistet, wie Der Standard berichtet.
Interessant ist auch der Vergleich der Gehälter der ORF-Direktoren mit denen der Geschäftsführer des Spartensenders ORF III. Peter Schöber, einer der beiden Geschäftsführer von ORF III, liegt mit fast 312.000 Euro Jahresbrutto auf Platz fünf der höchsten ORF-Bezüge, noch vor seiner Co-Geschäftsführerin Kathrin Zierhut-Kunz (285.000 Euro). Damit verdienen die Chefs des Spartensenders mehr als alle ORF-Direktorinnen und -Direktoren.
Gehaltsunterschiede zwischen MƤnnern und Frauen
Ein weiterer Aspekt, der im Transparenzbericht des ORF beleuchtet wird, sind die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen. Der Bericht zeigt, dass im Jahr 2025 keine Frau, aber vier Männer über 300.000 Euro verdienten. Auch in den niedrigeren Gehaltskategorien sind deutlich mehr Männer vertreten. Dies verdeutlicht, dass im ORF weiterhin eine Diskrepanz in der Bezahlung zwischen den Geschlechtern besteht.
Sparkurs im ORF
Der ORF betont im Vorwort des Transparenzberichts, dass man sich des Privilegs der ƶffentlichen Finanzierung bewusst sei und sorgsam mit den BeitrƤgen der Bevƶlkerung umgehe. Seit vielen Jahren verfolge man einen intensiven Sparkurs, der mit «harten Einschnitten» für die Belegschaft einhergehe. So seien seit 2007 knapp 1.000 VollzeitƤquivalente abgebaut worden. Im vergangenen Jahr seien auch NebenbeschƤftigungen und externe Beratungsleistungen gesunken. Die Anzahl jener Personen, die im ORF-Konzern ein zusƤtzliches Einkommen aus NebenbeschƤftigungen hatten, sei von 987 im Jahr 2024 auf 739 im Vorjahr gesunken. Der ORF führt das auf strengere Compliance-Vorschriften zurück.
Reaktionen und Einordnung
Die Verƶffentlichung der Liste der top verdiener orf hat in der ƶsterreichischen Ćffentlichkeit unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. WƤhrend einige die hohen GehƤlter kritisieren und eine stƤrkere Begrenzung fordern, argumentieren andere, dass Top-Manager und Moderatoren in einem ƶffentlich-rechtlichen Sender entsprechend entlohnt werden müssen, um QualitƤt und WettbewerbsfƤhigkeit zu gewƤhrleisten.
Die Gewerkschaft der ORF-Mitarbeiter hat in der Vergangenheit immer wieder auf die Belastung der Belegschaft durch den Sparkurs hingewiesen und eine faire Bezahlung gefordert. Es wird argumentiert, dass die hohen Gehälter der Spitzenverdiener nicht darüber hinwegtäuschen dürften, dass viele Mitarbeiter im ORF unter schwierigen Bedingungen arbeiten und eine angemessene Vergütung verdienen.
Was bedeutet das? / Ausblick
Der Transparenzbericht des ORF für 2025 zeigt, dass die Diskussion um die Gehälter im öffentlich-rechtlichen Rundfunk weiterhin aktuell bleibt. Es ist zu erwarten, dass die Veröffentlichung des Berichts erneut eine Debatte über die Angemessenheit der Vergütung, die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen und die Notwendigkeit eines Sparkurses auslösen wird.Auch die Frage, wie der Sender mit den Herausforderungen des digitalen Wandels und dem zunehmenden Wettbewerb durch private Medienunternehmen umgehen wird, bleibt von Bedeutung.
Tabelle: Top-Verdiener im ORF (2025)
| Name | Position | Jahresgehalt (Brutto) |
|---|---|---|
| Pius Strobl | Baumanager | 468.856 Euro |
| Roland WeiĆmann | Ehemaliger Generaldirektor | 427.500 Euro |
| Hannes Aigelsreiter | Ehemaliger Sportchef | 339.824 Euro |
| Oliver Böhm | Geschäftsführer ORF Enterprise | 349.000 Euro (geschätzt) |
| Peter Schöber | Geschäftsführer ORF III | 312.000 Euro |
HƤufig gestellte Fragen zu top verdiener orf
Wer ist der bestbezahlte Mitarbeiter des ORF im Jahr 2025?
Laut dem Transparenzbericht des ORF für 2025 ist Pius Strobl, der Baumanager des Senders, mit einem Jahresgehalt von 468.856 Euro der bestbezahlte Mitarbeiter. Er übertrifft damit den ehemaligen Generaldirektor und den früheren Sportchef des ORF.
Wie viele Mitarbeiter des ORF verdienen mehr als 170.000 Euro im Jahr?
Im Jahr 2025 verdienten insgesamt 65 Mitarbeiter des ORF, einschlieĆlich der Tochterunternehmen, mehr als 170.000 Euro brutto pro Jahr. Diese Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr um zehn Personen gesunken, was vor allem auf altersbedingte AbgƤnge zurückzuführen ist. (Lesen Sie auch: Kia EV2: Kompakter Stromer greift europƤische Konkurrenz)
Gibt es im ORF Gehaltsunterschiede zwischen MƤnnern und Frauen?
Ja, der Transparenzbericht des ORF zeigt, dass es weiterhin deutliche Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen gibt. Im Jahr 2025 verdienten keine Frauen, aber vier Männer über 300.000 Euro. Auch in den niedrigeren Gehaltskategorien sind mehr Männer vertreten.

Welche Auswirkungen hat der Sparkurs auf die GehƤlter im ORF?
Der ORF betont, dass er seit Jahren einen Sparkurs verfolgt, der mit «harten Einschnitten» für die Belegschaft einhergeht. Dies hat unter anderem zu einem Abbau von VollzeitƤquivalenten und einer Reduzierung von NebenbeschƤftigungen geführt. Die Auswirkungen auf die GehƤlter sind jedoch nicht explizit im Bericht aufgeführt. (Lesen Sie auch: Altersvorsorgedepot Riester: -Rente vor dem aus: Was)
Warum verƶffentlicht der ORF einen Transparenzbericht?
Der ORF ist als einziges ƶffentliches Unternehmen in Ćsterreich gesetzlich dazu verpflichtet, einen Transparenzbericht zu verƶffentlichen. Dieser Bericht soll die GehƤlter der Spitzenverdiener offenlegen und der Ćffentlichkeit Einblick in die Verwendung der Rundfunkgebühren ermƶglichen, um Transparenz und Kontrolle zu gewƤhrleisten.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.






































