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  • Telefonische Krankschreibung: Darf Chef Sie Anzweifeln?

    Telefonische Krankschreibung: Darf Chef Sie Anzweifeln?

    Die Telefonische Krankschreibung ist wieder möglich und soll Arztpraxen entlasten. Aber darf der Arbeitgeber diese anzweifeln? Nein, arbeitsrechtlich ist die telefonische Krankschreibung einer herkömmlichen, persönlichen Untersuchung gleichgestellt. Ein pauschaler Zweifel ist daher nicht zulässig, auch wenn Arbeitgeber Bedenken haben mögen.

    Symbolbild zum Thema Telefonische Krankschreibung
    Symbolbild: Telefonische Krankschreibung (Bild: Picsum)

    Das ist passiert

    • Die telefonische Krankschreibung ist wieder für maximal fünf Tage möglich.
    • Sie gilt nur für Patienten, die der Arztpraxis bereits bekannt sind.
    • Sie ist auf leichte Erkrankungen beschränkt.
    • Arbeitgeberverbände äußern Bedenken hinsichtlich der Beweiskraft.

    Telefonische Krankschreibung: Was bedeutet die neue Regelung?

    Die Wiedereinführung der telefonischen Krankschreibung, beschlossen vom Gemeinsamen Bundesausschuss, zielt darauf ab, Arztpraxen zu entlasten. Patientinnen und Patienten, die bereits in der jeweiligen Praxis bekannt sind, können sich bei leichten Erkrankungen telefonisch krankschreiben lassen. Diese Regelung, die es bereits während der Corona-Pandemie gab, ist nun dauerhaft für maximal fünf Tage möglich. Bei schwereren Symptomen ist weiterhin eine persönliche Vorstellung in der Arztpraxis erforderlich.

    📌 Hintergrund

    Die Corona-Sonderregelung zur telefonischen Krankschreibung lief im Mai 2022 aus. Die erneute Einführung soll den Zugang zur medizinischen Versorgung erleichtern und gleichzeitig die Praxen von unnötigen Patientenkontakten entlasten. Dies ist besonders in Zeiten hoher Belastung durch Erkältungskrankheiten von Bedeutung.

    Wie funktioniert die telefonische Krankschreibung genau?

    Die telefonische Krankschreibung ist an bestimmte Bedingungen geknüpft. Erstens muss der Patient oder die Patientin der Arztpraxis bereits bekannt sein. Zweitens darf die Praxis keine Videosprechstunde anbieten. Drittens ist die telefonische Krankschreibung nur bei leichten Symptomen zulässig. Der Ablauf gestaltet sich in der Regel so, dass der Patient telefonisch seine Beschwerden schildert und der Arzt auf dieser Grundlage entscheidet, ob eine Krankschreibung ohne persönliche Untersuchung möglich ist. Wie Stern berichtet, soll diese Maßnahme die Arbeitsabläufe in den Arztpraxen optimieren. (Lesen Sie auch: Babynahrung Rückruf: Gift in Produkten von Nestlé…)

    Darf der Arbeitgeber die telefonische Krankschreibung anzweifeln?

    Arbeitsrechtlich gesehen ist die telefonische Krankschreibung einer Krankschreibung nach persönlicher Untersuchung gleichgestellt. Das bedeutet, dass ein Arbeitgeber sie nicht einfach anzweifeln darf. Allerdings räumt Barbara Geck, Fachanwältin für Arbeitsrecht bei der Kanzlei Bird & Bird in Frankfurt, ein, dass bei einigen Arbeitgebern ein ungutes Gefühl entstehen kann, wenn sie nicht wissen, ob der Mitarbeiter tatsächlich beim Arzt war. Dennoch ist ein pauschaler Zweifel an der Gültigkeit der Krankschreibung unzulässig.

    Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) sieht die telefonische Krankschreibung kritisch. Sie argumentiert, dass die Qualität der Krankschreibung durch die fehlende persönliche Untersuchung leide und der Betriebsfrieden gestört werden könnte. Die BDA befürchtet einen Anstieg von unberechtigten Krankmeldungen, da die Hemmschwelle für Arbeitnehmer sinke.

    Welche Rechte und Pflichten haben Arbeitnehmer bei einer Krankschreibung?

    Arbeitnehmer sind verpflichtet, ihren Arbeitgeber unverzüglich über die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer zu informieren. Dauert die Erkrankung länger als drei Kalendertage, ist in der Regel eine ärztliche Bescheinigung vorzulegen. Der Arbeitgeber kann die Vorlage der Krankschreibung auch früher verlangen. Die telefonische Krankschreibung ändert nichts an diesen grundlegenden Pflichten. Wichtig ist, dass die Krankschreibung durch einen Arzt erfolgt und die entsprechenden formalen Anforderungen erfüllt.

    Ein Arbeitnehmer, der krank ist, hat Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Diese beträgt in der Regel 100 Prozent des regulären Gehalts für die Dauer von bis zu sechs Wochen. Voraussetzung ist, dass das Arbeitsverhältnis bereits seit mindestens vier Wochen besteht. Der Anspruch auf Entgeltfortzahlung entfällt, wenn der Arbeitnehmer die Krankheit selbst verschuldet hat, beispielsweise durch eine riskante Freizeitbeschäftigung. (Lesen Sie auch: Spritpreise Aktuell: Warum Tanken Jetzt so Teuer…)

    Welche Konsequenzen drohen bei Missbrauch der Krankschreibung?

    Wer eine Krankschreibung missbraucht, riskiert arbeitsrechtliche Konsequenzen. Das Vortäuschen einer Krankheit, um beispielsweise einen freien Tag zu erschwindeln, kann eine Abmahnung oder im Wiederholungsfall sogar eine Kündigung rechtfertigen. Auch wer während der Krankschreibung Tätigkeiten ausübt, die den Heilungsprozess beeinträchtigen, riskiert eine Abmahnung. Allerdings sind dem Arbeitgeber enge Grenzen gesetzt, wenn er einen Missbrauch der Krankschreibung vermutet. Er muss konkrete Anhaltspunkte vorlegen, die den Verdacht rechtfertigen. Eine reine Vermutung reicht nicht aus.

    💡 Tipp

    Arbeitnehmer sollten sich ihrer Rechte und Pflichten bewusst sein. Eine offene Kommunikation mit dem Arbeitgeber kann Missverständnisse vermeiden. Im Zweifelsfall ist es ratsam, sich rechtlich beraten zu lassen.

    Informationen zu den Rechten und Pflichten bei einer Krankschreibung finden sich auch auf den Seiten von Haufe.

    Wie geht es weiter mit der telefonischen Krankschreibung?

    Die telefonische Krankschreibung ist zunächst als dauerhafte Regelung eingeführt worden. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Auswirkungen auf die Arztpraxen und die Arbeitswelt weiterhin beobachtet werden. Sollten sich im Laufe der Zeit Probleme oder Missstände herausstellen, ist eine Anpassung der Regelung nicht ausgeschlossen. Insbesondere die Arbeitgeberverbände werden die Entwicklung genau verfolgen und gegebenenfalls Nachbesserungen fordern.

    Die Digitalisierung des Gesundheitswesens schreitet voran. Videosprechstunden und andere telemedizinische Angebote werden zunehmend wichtiger. Es bleibt abzuwarten, inwieweit diese Entwicklungen die Rolle der telefonischen Krankschreibung in Zukunft beeinflussen werden. Möglicherweise wird die telefonische Krankschreibung in einigen Jahren durch modernere digitale Lösungen ersetzt. (Lesen Sie auch: Spritpreise Aktuell so Hoch wie 2024 –…)

    Das Bundesgesundheitsministerium informiert über die Telemedizin und deren Möglichkeiten.

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    Häufig gestellte Fragen

    Was ist der Hauptgrund für die Wiedereinführung der telefonischen Krankschreibung?

    Der Hauptgrund ist die Entlastung von Arztpraxen, insbesondere in Zeiten hoher Belastung durch Erkältungskrankheiten. Die telefonische Krankschreibung soll den Zugang zur medizinischen Versorgung erleichtern und unnötige Patientenkontakte vermeiden.

    Für wen ist die telefonische Krankschreibung nicht geeignet?

    Die telefonische Krankschreibung ist nicht geeignet für Patienten, die neu in der Praxis sind oder unter schweren Symptomen leiden, die eine persönliche Untersuchung erfordern. Auch Praxen mit Videosprechstunden bieten diese Option in der Regel nicht an. (Lesen Sie auch: Heizungsgesetz Biogas: Verivox Sieht 25 % Höhere…)

    Welche Bedenken haben Arbeitgeber bezüglich der telefonischen Krankschreibung?

    Arbeitgeber befürchten, dass die telefonische Krankschreibung die Hemmschwelle für unberechtigte Krankmeldungen senkt und somit zu einem Anstieg von Fehlzeiten führt. Sie sehen die Qualität der Krankschreibung durch die fehlende persönliche Untersuchung gefährdet.

    Wie lange kann man sich maximal telefonisch krankschreiben lassen?

    Die telefonische Krankschreibung ist auf maximal fünf Kalendertage begrenzt. Dauert die Erkrankung länger, ist eine persönliche Vorstellung beim Arzt erforderlich, um eine weitere Krankschreibung zu erhalten.

    Welche Pflichten habe ich als Arbeitnehmer im Krankheitsfall?

    Als Arbeitnehmer sind Sie verpflichtet, Ihren Arbeitgeber unverzüglich über Ihre Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer zu informieren. Dauert die Erkrankung länger als drei Tage, müssen Sie eine ärztliche Bescheinigung vorlegen.

    Die erneute Einführung der telefonischen Krankschreibung ist ein Schritt, der sowohl Chancen als auch Risiken birgt. Während sie die Arztpraxen entlasten und den Zugang zur medizinischen Versorgung erleichtern kann, bleiben die Bedenken der Arbeitgeber hinsichtlich eines möglichen Missbrauchs bestehen. Es wird entscheidend sein, die Auswirkungen der Regelung genau zu beobachten und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen, um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Interessen von Arbeitnehmern, Arbeitgebern und dem Gesundheitssystem zu gewährleisten. Die Akzeptanz der telefonischen Krankschreibung wird maßgeblich davon abhängen, ob sie verantwortungsvoll genutzt und von allen Beteiligten als sinnvolle Ergänzung der bestehenden Regelungen betrachtet wird.

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  • Tarifstreit öffentlicher Dienst: Einigung bringt 5,8 Prozent

    Tarifstreit öffentlicher Dienst: Einigung bringt 5,8 Prozent

    Der Bild zufolge einigten sich Gewerkschaften und Arbeitgeber im Tarifstreit öffentlicher dienst auf eine Erhöhung der Gehälter um 5,8 Prozent. Diese Einigung beendet eine Phase intensiver Verhandlungen und drohender Streiks, die den öffentlichen Dienst in den vergangenen Wochen belastet haben.

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    Symbolbild: Tarifstreit öffentlicher Dienst (Bild: Pexels)

    Einigung im Tarifstreit erzielt: Was bedeutet das für Beschäftigte und Bürger?

    Die erzielte Einigung im Tarifstreit im öffentlichen Dienst sieht eine Gehaltserhöhung von 5,8 Prozent vor. Diese Erhöhung soll in zwei Schritten erfolgen, um die finanzielle Belastung für die Arbeitgeber zu verteilen. Zusätzlich wurde eine Einmalzahlung vereinbart, um die gestiegenen Lebenshaltungskosten der Beschäftigten abzumildern.

    Hintergrund der Tarifverhandlungen

    Die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst sind ein komplexer Prozess, der die Arbeitsbedingungen und Gehälter von Millionen Beschäftigten in Deutschland betrifft. Zu den betroffenen Bereichen gehören unter anderem Kommunen, Länder und der Bund. Die Gewerkschaften fordern in der Regel höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen, während die Arbeitgeberseite versucht, die Kosten im Rahmen zu halten und die Wettbewerbsfähigkeit des öffentlichen Dienstes zu gewährleisten. (Lesen Sie auch: Public Viewing Gefährdet: EM 2024 ohne Fanmeilen)

    Zusammenfassung

    • Einigung im Tarifstreit öffentlicher Dienst erzielt
    • Gehaltserhöhung von 5,8 Prozent in zwei Schritten
    • Zusätzliche Einmalzahlung zur Abmilderung der Inflation
    • Ende einer Phase intensiver Verhandlungen und Streiks

    Wie kam es zu der Einigung?

    Die Einigung im aktuellen Tarifstreit war das Ergebnis mehrerer Verhandlungsrunden, die von Kompromissbereitschaft auf beiden Seiten geprägt waren. Die Gewerkschaften hatten ursprünglich eine deutlich höhere Gehaltserhöhung gefordert, um die gestiegenen Lebenshaltungskosten und die Inflation auszugleichen. Die Arbeitgeberseite argumentierte hingegen, dass die finanziellen Spielräume begrenzt seien und die Haushalte nicht überlastet werden dürften. Durch konstruktive Gespräche und Zugeständnisse konnte letztendlich eine Lösung gefunden werden, die sowohl die Interessen der Beschäftigten als auch die finanziellen Möglichkeiten der öffentlichen Hand berücksichtigt.

    Was sind die nächsten Schritte?

    Nach der Einigung müssen die Tarifverträge noch von den Gremien der Gewerkschaften und Arbeitgeber bestätigt werden. Dies ist in der Regel eine Formsache, da die Verhandlungskommissionen bereits grünes Licht gegeben haben. Sobald die Tarifverträge in Kraft getreten sind, werden die Gehaltserhöhungen und Einmalzahlungen an die Beschäftigten ausgezahlt. Es wird erwartet, dass dies in den kommenden Monaten geschehen wird.

    📌 Hintergrund

    Der öffentliche Dienst umfasst eine Vielzahl von Berufen, darunter Lehrer, Polizisten, Verwaltungsangestellte und viele mehr. Die Arbeitsbedingungen und Gehälter dieser Beschäftigten haben einen direkten Einfluss auf die Qualität der öffentlichen Dienstleistungen, die den Bürgern zur Verfügung stehen. (Lesen Sie auch: Bundeswehr Beschaffung: Rechnungshof-Chef übt Scharfe Kritik)

    Welche Auswirkungen hat die Einigung auf die Bürger?

    Die Einigung im Tarifstreit hat sowohl direkte als auch indirekte Auswirkungen auf die Bürger. Direkt profitieren die Beschäftigten im öffentlichen Dienst von den höheren Gehältern und der Einmalzahlung. Indirekt profitieren die Bürger von einem motivierten und leistungsfähigen öffentlichen Dienst, der qualitativ hochwertige Dienstleistungen erbringt. Allerdings könnten die höheren Personalkosten auch zu höheren Steuern oder Gebühren führen, um die Mehrausgaben zu finanzieren. Ob und in welchem Umfang dies der Fall sein wird, hängt von den Entscheidungen der jeweiligen Kommunen und Länder ab.

    Die erzielte Einigung im Tarifstreit öffentlicher Dienst ist ein wichtiger Schritt, um die Attraktivität des öffentlichen Dienstes als Arbeitgeber zu erhalten und die Motivation der Beschäftigten zu fördern. Gleichzeitig stellt sie die öffentlichen Haushalte vor Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Jahren entwickeln wird und welche weiteren Maßnahmen erforderlich sein werden, um einen leistungsfähigen und zukunftsfähigen öffentlichen Dienst zu gewährleisten.

    Die Bundesagentur für Arbeit bietet Informationen und Beratung für Beschäftigte im öffentlichen Dienst an. (Lesen Sie auch: Jimmy Lai Urteil: Chinas Grausamkeit und das…)

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    Symbolbild: Tarifstreit öffentlicher Dienst (Bild: Pexels)

    Das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) informiert auf seiner Webseite umfassend über Aufgaben und Strukturen des öffentlichen Dienstes.

    Wie die Tagesschau berichtet, sind weitere Tarifverhandlungen in anderen Branchen geplant.

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    Illustration zu Tarifstreit öffentlicher Dienst
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  • Bild.de: Streit um Streikrecht: Arbeitgeber fordern härtere

    Bild.de: Streit um Streikrecht: Arbeitgeber fordern härtere

    Die Debatte um das Streikrecht in Deutschland ist neu entflammt, nachdem die Gewerkschaft Ver.di erneut zu bundesweiten Warnstreiks aufgerufen hat. Angesichts der dadurch entstandenen Einschränkungen und Ausfälle fordern Arbeitgeber nun härtere Regeln und eine Einschränkung des Streikrechts, wie zuerst bild.de berichtete.

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    Symbolbild: Streit-um-streikrecht (Bild: Pexels)

    bild.de: Hintergrund der aktuellen Streikrechtsdebatte

    Die aktuelle Auseinandersetzung um das Streikrecht findet vor dem Hintergrund laufender Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst statt. Ver.di und der Beamtenbund dbb fordern für die rund 2,2 Millionen Beschäftigten sieben Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 300 Euro zusätzlich im Monat. Nach zwei ergebnislosen Verhandlungsterminen treffen sich die Gewerkschaften und Arbeitgeber voraussichtlich vom 11. bis zum 13. Februar erneut, um eine Einigung zu erzielen, wie die «Zeit» berichtet.

    Die Forderungen der Gewerkschaften zielen darauf ab, die Reallohnverluste der Beschäftigten auszugleichen und ihre Kaufkraft zu erhalten. Die Arbeitgeberseite hingegen argumentiert, dass die geforderten Lohnerhöhungen die öffentlichen Haushalte überlasten und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft gefährden würden. Die Positionen liegen also weit auseinander, was die Wahrscheinlichkeit weiterer Streiks erhöht. (Lesen Sie auch: Lisa Straube Sohn: Reality-Star trauert)

    Aktuelle Entwicklung: Warnstreiks und Forderungen nach Einschränkung des Streikrechts

    Die jüngsten Warnstreiks haben in verschiedenen Bundesländern zu erheblichen Beeinträchtigungen geführt. Betroffen waren unter anderem Unikliniken, Straßenbauverwaltungen und die IT-Bereiche der Länder. In Berlin wurde beispielsweise das Vivantes-Klinikum bestreikt, ein großer kommunaler Klinikbetreiber. Auch der Nahverkehr war bereits von Streiks betroffen, was zu erheblichen Einschränkungen für Pendler und Reisende führte.

    Angesichts dieser Entwicklung fordern Arbeitgebervertreter nun eine gesetzliche Einschränkung des Streikrechts. Steffen Kampeter, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), kritisiert die Streikstrategie von Ver.di scharf. «Erst streiken, dann verhandeln – das zerstört Vertrauen», sagte Kampeter gegenüber bild.de. Er fordert «Fairnessregeln» bei Streiks, um die Auswirkungen auf die Bevölkerung zu minimieren und einen Interessenausgleich zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern zu gewährleisten.

    Die Arbeitgeber argumentieren, dass das Streikrecht zwar ein hohes Gut sei, aber nicht dazu missbraucht werden dürfe, die öffentliche Ordnung und Sicherheit zu gefährden oder unverhältnismäßige Schäden anzurichten. Sie fordern daher eine Anpassung des Streikrechts an die veränderten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedingungen. (Lesen Sie auch: Samsung Galaxy S26 Ultra: Kamera-Neuerung durch Apple-Druck?)

    Reaktionen und Stimmen zur Streikrechtsdebatte

    Die Forderungen nach einer Einschränkung des Streikrechts haben unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Während Arbeitgebervertreter die Notwendigkeit einer Anpassung betonen, warnen Gewerkschaften vor einem Angriff auf die grundlegenden Rechte der Arbeitnehmer. Sie argumentieren, dass das Streikrecht ein wichtiges Instrument sei, um faire Löhne und Arbeitsbedingungen durchzusetzen.

    Auch in der Politik gibt es unterschiedliche Auffassungen. Während einige Politiker Verständnis für die Forderungen der Arbeitgeber zeigen, betonen andere die Bedeutung des Streikrechts für eine funktionierende Demokratie. Es wird darauf hingewiesen, dass das Streikrecht im Grundgesetz verankert ist und nur in engen Grenzen eingeschränkt werden darf.

    Die Debatte um das Streikrecht ist also vielschichtig und von unterschiedlichen Interessen geprägt. Eine Lösung wird nur im Dialog zwischen Arbeitgebern, Gewerkschaften und Politik gefunden werden können. (Lesen Sie auch: Lisa Straube Xavi: Reality-Star trauert um ihren…)

    bild.de: Was bedeutet die Debatte um das Streikrecht?

    Die Debatte um das Streikrecht hat erhebliche Auswirkungen auf die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst. Die Positionen von Arbeitgebern und Gewerkschaften sind verhärtet, was die Wahrscheinlichkeit weiterer Streiks erhöht. Sollte es zu keiner Einigung kommen, drohen weitere Einschränkungen für die Bevölkerung und eine Belastung der öffentlichen Einrichtungen.

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    Symbolbild: Streit-um-streikrecht (Bild: Pexels)

    Darüber hinaus hat die Debatte um das Streikrecht eine grundsätzliche Bedeutung für die Ausgestaltung der Arbeitsbeziehungen in Deutschland. Es geht um die Frage, wie das Streikrecht in Zukunft ausgestaltet sein soll und welche Grenzen es geben darf. Eine Klärung dieser Frage ist wichtig, um Rechtssicherheit für Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu schaffen und einen fairen Interessenausgleich zu gewährleisten.

    Die Diskussion um eine mögliche Einschränkung des Streikrechts könnte auch Auswirkungen auf andere Branchen und Tarifbereiche haben. Sollte es zu einer Gesetzesänderung kommen, könnte dies als Präzedenzfall für weitere Einschränkungen des Streikrechts in anderen Bereichen dienen.Klar ist, dass das Thema polarisiert und eine intensive Auseinandersetzung zu erwarten ist. (Lesen Sie auch: Hans Niessl kandidiert für Bundespräsidentenwahl 2028)

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    FAQ zu bild.de und der Streikrechtsdebatte

    Weitere Informationen zum Thema Streikrecht finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums der Justiz.

    Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.

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