Erneute Brandgefahr bei BMW: Der Münchner Autobauer ruft weltweit Hunderttausende Fahrzeuge zurück. Grund für den Rückruf sind Probleme mit dem Starter-Relais, das möglicherweise einen Brand auslösen kann. Betroffen sind verschiedene Modelle, die zwischen Juli 2020 und Juli 2022 produziert wurden.
Symbolbild: Brandgefahr BMW Rückruf (Bild: Pexels)
Hintergrund: Warum kommt es zu dem BMW Rückruf?
Bereits im vergangenen Herbst hatte BMW rund 1,15 Millionen Fahrzeuge wegen Problemen mit dem Starter einbestellt. Nun gibt es erneut einen Rückruf, der weltweit bis zu 575.000 Autos betreffen könnte. Laut kfz-betrieb erklärte ein Konzernsprecher, dass potenziell Fahrzeuge betroffen sind, die ein Starter-Relais aus dem Produktionszeitraum Juli 2020 bis Juli 2022 nachträglich verbaut haben.
Der Produktionszeitraum der Fahrzeuge sei nicht trennscharf abgrenzbar, da der Transportweg zwischen dem Produktionswerk der Starter und den Produktionswerken der Fahrzeuge unterschiedlich lang sei. Die Zuordnung der Fahrzeuge finde daher VIN-spezifisch statt. (Lesen Sie auch: BMW Rückruf Brandgefahr: Hunderttausende Autos Betroffen)
Aktuelle Entwicklung: Welche BMW Modelle sind betroffen?
Von dem aktuellen Rückruf sind folgende Modellreihen betroffen:
2er-Coupé (G42)
3er-Limousine (G20)
3er-Touring (G21)
3er-China-Langversion (G28)
4er-Coupé (G22)
4er-Cabrio (G23)
4er-Gran-Coupé (G26)
5er-Limousine (G30)
5er-Touring (G31)
6er-Gran-Tourismo (G32)
7er-Limousine (G11, G12)
X3 (G01)
X4 (G02)
X5 (G05)
X6 (G06)
Z4 (G29, somit auch der baugleiche Toyota Supra)
In Österreich sind potenziell 1.124 Autos von dem Rückruf betroffen, wie 5 Minuten berichtet. BMW hat festgestellt, dass nach einer hohen Anzahl von Starts ein erhöhter Verschleiß im Magnetschalter auftreten könnte. Dies könnte dazu führen, dass das Auto nicht mehr startet.
Mögliche Folgen und Risiken
Ein defektes Starter-Relais kann im schlimmsten Fall einen Brand auslösen. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit gering ist, nimmt BMW die Sicherheit seiner Kunden sehr ernst und ruft die betroffenen Fahrzeuge zurück, um das Problem zu beheben. Umfassende Informationen zu den Rückrufaktionen finden sich auch auf der BMW-Webseite. (Lesen Sie auch: BMW Rückruf Brandgefahr: Überhitzung droht bei Diesen…)
Brandgefahr BMW Rückruf: Was bedeutet das für betroffene Fahrzeughalter?
Betroffene Fahrzeughalter werden von BMW kontaktiert und gebeten, ihr Fahrzeug in einer Vertragswerkstatt überprüfen und gegebenenfalls reparieren zu lassen. Der Austausch des Starter-Relais ist für die Kunden kostenlos. Es ist ratsam, die Aufforderung von BMW ernst zu nehmen und das Fahrzeug zeitnah in die Werkstatt zu bringen, um mögliche Risiken zu minimieren.
BMW empfiehlt, die betroffenen Fahrzeuge bis zum Austausch des Starter-Relais mit besonderer Vorsicht zu behandeln und im Zweifelsfall nicht zu benutzen. Bei Fragen können sich Fahrzeughalter an den BMW-Kundenservice wenden.
Ausblick
Der erneute Rückruf aufgrund von Brandgefahr ist ein Rückschlag für BMW. Das Unternehmen ist jedoch bestrebt, das Problem schnell und effizient zu lösen, um die Sicherheit seiner Kunden zu gewährleisten. Es bleibt zu hoffen, dass BMW die Ursache für die fehlerhaften Starter-Relais findet und zukünftige Rückrufe vermieden werden können. (Lesen Sie auch: Diablo 4 neue Klasse: 4: Neue zum…)
Symbolbild: Brandgefahr BMW Rückruf (Bild: Pexels)
Die Automobilindustrie steht generell vor der Herausforderung, die steigende Komplexität der Fahrzeuge und die zunehmende Anzahl elektronischer Komponenten zu beherrschen, um Qualitätsmängel und Rückrufaktionen zu vermeiden. Die Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) veröffentlicht regelmäßig eine Übersicht über laufende Rückrufaktionen verschiedener Hersteller.
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Häufig gestellte Fragen zu brandgefahr bmw rückruf
Warum ruft BMW erneut Fahrzeuge wegen Brandgefahr zurück?
BMW ruft erneut Fahrzeuge zurück, da ein fehlerhaftes Starter-Relais einen Brand auslösen könnte. Betroffen sind Modelle, die zwischen Juli 2020 und Juli 2022 produziert wurden und möglicherweise ein fehlerhaftes Starter-Relais verbaut haben.
Welche BMW Modelle sind von dem Rückruf betroffen?
Von dem Rückruf betroffen sind verschiedene Modelle, darunter das 2er-Coupé, 3er-Limousine und Touring, 4er-Coupé, Cabrio und Gran Coupé, 5er-Limousine und Touring, 6er-Gran Tourismo, 7er-Limousine, X3, X4, X5, X6 und der Z4. (Lesen Sie auch: Olympia Snowboard: -Schock: Snowboarder Bolton bricht sich)
Was sollen betroffene Fahrzeughalter jetzt tun?
Betroffene Fahrzeughalter werden von BMW kontaktiert und gebeten, ihr Fahrzeug in einer Vertragswerkstatt überprüfen und gegebenenfalls reparieren zu lassen. Der Austausch des Starter-Relais ist für die Kunden kostenlos.
Entstehen den Fahrzeughaltern Kosten durch den BMW Rückruf?
Nein, der Austausch des Starter-Relais ist für die Kunden kostenlos. BMW übernimmt die Kosten für die Überprüfung und Reparatur der betroffenen Fahrzeuge in einer Vertragswerkstatt.
Wie lange dauert die Reparatur im Rahmen des Rückrufs?
Die Dauer der Reparatur hängt von der jeweiligen Werkstatt und der Verfügbarkeit der Ersatzteile ab. In der Regel sollte der Austausch des Starter-Relais jedoch innerhalb weniger Stunden abgeschlossen sein.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.
Symbolbild: Brandgefahr BMW Rückruf (Bild: Pexels)
Weltweit ruft BMW bis zu 575.000 bmw autos zurück. Grund dafür ist ein potenziell defektes Starter-Relais, welches bei einer hohen Anzahl von Startvorgängen verschleißen und im schlimmsten Fall einen Brand verursachen kann. Betroffen sind diverse Modelle aus dem Produktionszeitraum Juli 2020 bis Juli 2022.
Symbolbild: BMW Autos (Bild: Pexels)
Hintergrund der Rückrufaktion
Die aktuelle Rückrufaktion ist nicht die erste dieser Art. Bereits im Herbst 2025 hatte BMW rund 1,15 Millionen Fahrzeuge wegen Problemen mit dem Starter einbestellt. Wie kfz-betrieb berichtet, betrifft der aktuelle Rückruf Fahrzeuge, die nachträglich mit einem Starter-Relais aus dem genannten Produktionszeitraum ausgestattet wurden. Die interne Qualitätssicherung von BMW hatte ergeben, dass es bei einer hohen Anzahl von Startvorgängen zu erhöhtem Verschleiß im Magnetschalter kommen kann.
Dieser Verschleiß kann dazu führen, dass das Auto schlechter oder gar nicht mehr startet. Zudem besteht die Gefahr eines Kurzschlusses, der zu einer lokalen Überhitzung am Starter führen kann. «Im ungünstigsten Fall führt dies zu einem Fahrzeugbrand während des Betriebs. In diesem Fall kann während der Fahrt oder beim Verlassen des Fahrzeugs Rauch gesehen oder gerochen werden», so BMW. Daher empfiehlt der Hersteller, betroffene Fahrzeuge nicht mit laufendem Motor unbeaufsichtigt zu lassen. (Lesen Sie auch: Muskelschmerzen durch Cholesterinsenker: Neue Studie)
Betroffene Modelle und Produktionszeitraum
Von dem Rückruf betroffen sind zahlreiche Baureihen von bmw autos, darunter:
2er-Coupé (G42)
3er-Limousine (G20)
3er-Touring (G21)
3er-China-Langversion (G28)
4er-Coupé (G22)
4er-Cabrio (G23)
4er-Gran-Coupé (G26)
5er-Limousine (G30)
5er-Touring (G31)
6er-Gran-Tourismo (G32)
7er-Limousine (G11, G12)
X3 (G01)
X4 (G02)
X5 (G05)
X6 (G06)
Z4 (G29, somit auch der baugleiche Toyota Supra)
Der Produktionszeitraum der betroffenen Fahrzeuge liegt zwischen Juli 2020 und Juli 2022. Allerdings lässt sich dieser Zeitraum laut BMW nicht trennscharf abgrenzen, da die Transportwege zwischen den Produktionswerken der Starter und der Fahrzeuge unterschiedlich lang sein können. Die genaue Zuordnung der Fahrzeuge erfolgt daher VIN-spezifisch.
Wie können Halter feststellen, ob ihr Fahrzeug betroffen ist?
BMW bietet eine Online-Abfrage an, bei der Halter anhand ihrer Fahrgestellnummer (VIN) überprüfen können, ob ihr Fahrzeug von dem Rückruf betroffen ist. Zudem werden betroffene Fahrzeughalter von BMW direkt kontaktiert. In Deutschland sind laut heise online knapp 28.600 Fahrzeuge betroffen. (Lesen Sie auch: 2026 Winter Olympics Women's Snowboarding Halfpipe)
Die Halter betroffener Fahrzeuge werden gebeten, sich umgehend mit einem BMW-Servicepartner in Verbindung zu setzen, um einen Termin für die Überprüfung und gegebenenfalls den Austausch des Starter-Relais zu vereinbaren. Der Austausch ist für die Kunden kostenlos.
Mögliche Folgen und Empfehlungen
Ein defektes Starter-Relais kann, wie bereits erwähnt, zu Startproblemen und im schlimmsten Fall zu einem Fahrzeugbrand führen. BMW empfiehlt daher, betroffene Autos nach dem Start nicht unbeaufsichtigt laufen zu lassen. Sollten während der Fahrt oder beim Verlassen des Fahrzeugs Rauch oder Brandgeruch wahrgenommen werden, sollte das Fahrzeug umgehend abgestellt und die Feuerwehr verständigt werden.
BMW-Rückruf: Einordnung und Ausblick
Rückrufaktionen sind in der Automobilindustrie keine Seltenheit. Sie dienen dazu, potenzielle Sicherheitsmängel zu beheben und das Risiko von Unfällen oder Schäden zu minimieren. Die aktuelle Rückrufaktion von bmw autos zeigt, dass auch Premiumhersteller nicht vor technischen Problemen gefeit sind. Durch die schnelle Reaktion und die transparente Kommunikation mit den Kunden versucht BMW, den Schaden zu begrenzen und das Vertrauen in die Marke aufrechtzuerhalten. (Lesen Sie auch: Olympische Winterspiele 2026: Snowboard-Halfpipe)
Symbolbild: BMW Autos (Bild: Pexels)
Für die Zukunft ist zu erwarten, dass die Automobilhersteller verstärkt auf präventive Maßnahmen setzen werden, um solche Rückrufaktionen zu vermeiden. Dazu gehören beispielsweise verbesserte Qualitätskontrollen, umfassendere Tests und der Einsatz von künstlicher Intelligenz zur Früherkennung von potenziellen Problemen.
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Häufig gestellte Fragen zu bmw autos
Warum ruft BMW aktuell so viele Autos zurück?
BMW ruft aktuell bis zu 575.000 Fahrzeuge zurück, da ein defektes Starter-Relais bei einer hohen Anzahl von Startvorgängen verschleißen und im schlimmsten Fall einen Brand verursachen kann. Betroffen sind Modelle aus dem Produktionszeitraum Juli 2020 bis Juli 2022.
Welche Modelle von BMW sind von dem Rückruf betroffen?
Von dem Rückruf betroffen sind zahlreiche Baureihen, darunter 2er-Coupé, 3er-Limousine, 3er-Touring, 4er-Coupé, 4er-Cabrio, 4er-Gran-Coupé, 5er-Limousine, 5er-Touring, 6er-Gran-Tourismo, 7er-Limousine, X3, X4, X5, X6 und Z4. (Lesen Sie auch: Guillaume Cizeron: Olympiasieg im Eiskunstlauf-Paartanz 2026)
Wie kann ich herausfinden, ob mein BMW von dem Rückruf betroffen ist?
BMW bietet eine Online-Abfrage an, bei der Halter anhand ihrer Fahrgestellnummer (VIN) überprüfen können, ob ihr Fahrzeug von dem Rückruf betroffen ist. Zudem werden betroffene Fahrzeughalter von BMW direkt kontaktiert.
Was soll ich tun, wenn mein BMW von dem Rückruf betroffen ist?
Halter betroffener Fahrzeuge werden gebeten, sich umgehend mit einem BMW-Servicepartner in Verbindung zu setzen, um einen Termin für die Überprüfung und gegebenenfalls den Austausch des Starter-Relais zu vereinbaren. Der Austausch ist für die Kunden kostenlos.
Besteht bei betroffenen BMW Modellen eine akute Brandgefahr?
Ein defektes Starter-Relais kann im schlimmsten Fall zu einem Fahrzeugbrand führen. BMW empfiehlt daher, betroffene Autos nach dem Start nicht unbeaufsichtigt laufen zu lassen. Sollten Rauch oder Brandgeruch wahrgenommen werden, sollte das Fahrzeug umgehend abgestellt werden.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.
Lesezeit: 6 Minuten | Letzte Aktualisierung: 23.01.2026
Motorradwelt Bodensee 2026: Vom 23. bis 25. Januar 2026 öffnet die größte Motorradmesse Süddeutschlands ihre Tore in Friedrichshafen. Zehn Hallen und das Freigelände bieten Action, Shows und die neuesten Bikes. Highlight ist die Premiere des Indoor-Cross mit Supermoto-Weltmeister Marc-Reiner Schmidt. Wer mit dem eigenen Motorrad kommt, hat freien Eintritt.
Das Wichtigste in Kürze
Termin: 23. bis 25. Januar 2026
Ort: Messe Friedrichshafen
Öffnungszeiten: Fr/Sa 9-18 Uhr, So 9-17 Uhr
Tickets: Ab 15 Euro online, 18-22 Euro vor Ort
Highlight: Indoor-Cross-Premiere mit Weltmeister Marc-Reiner Schmidt
Gratis-Eintritt: Für Motorradfahrer auf dem Eisbärenparkplatz
Die Motorradwelt Bodensee ist seit 1995 der traditionelle Saisonauftakt für Biker im Dreiländereck Deutschland, Österreich und Schweiz. In diesem Jahr setzt die Messe verstärkt auf Action und Erlebnis – als Reaktion auf Veränderungen in der Branche. Namhafte Aussteller wie BMW, KTM, Indian Motorcycle und Piaggio präsentieren ihre Neuheiten für 2026.
Motorradwelt Bodensee 2026: Alle Eckdaten
Information
Details
Veranstaltung
Motorradwelt Bodensee 2026
Datum
23. – 25. Januar 2026
Ort
Messe Friedrichshafen, Neue Messe 1, 88046 Friedrichshafen
Öffnungszeiten
Fr + Sa: 9-18 Uhr, So: 9-17 Uhr
Fläche
10 Hallen + Freigelände
Bikerparty
Fr + Sa ab 18 Uhr im Foyer Ost
Veranstalter
Messe Friedrichshafen GmbH
Tickets und Preise
Die Tickets für die Motorradwelt Bodensee 2026 gibt es in verschiedenen Varianten:
Ticketart
Online
Tageskasse
Tageskarte Erwachsene
18 Euro
22 Euro
Tageskarte ermäßigt
15 Euro
–
Feierabend-Special (ab 15 Uhr)
15 Euro
–
Motorradfahrer (Eisbärenparkplatz)
Kostenlos
🏍️ Gratis-Eintritt für Biker
Erwachsene, die mit Motorrad, Roller oder Quad (über 50ccm) anreisen und auf dem „Eisbärenparkplatz» parken, erhalten freien Eintritt. Auch Jugendliche bis 17 Jahre mit Roller oder Motorrad kommen kostenlos rein.
Tipp für Schweizer Besucher: Es gibt ein Kombiticket für Fähre, Shuttlebus und Messeeintritt ab 36 Euro – einfach am Fährhafen Romanshorn parken und bequem nach Friedrichshafen übersetzen.
Die Highlights 2026
Die Motorradwelt Bodensee 2026 bietet ein umfangreiches Action- und Mitmachprogramm. Projektleiterin Petra Rathgeber betont: „2026 legen wir den Fokus noch stärker auf Erlebnis, Action und echte Begegnungen.»
Indoor-Cross-Premiere (Halle A4)
Das absolute Highlight 2026 ist die Premiere des Indoor-Cross. Rund 400 LKW-Ladungen Erde wurden zu einer eindrucksvollen Motocross-Strecke geformt. Bis zu 15 Fahrer jagen gleichzeitig durch enge Anlieger und über steile Rampen.
Besonderer Gast: Der fünffache Supermoto-Weltmeister und gebürtige Friedrichshafener Marc-Reiner Schmidt geht selbst an den Start.
Weitere Action-Highlights
Stuntshows (Halle A3): Chris Rid und sein 8-jähriger Sohn Lenny zeigen spektakuläre Wheelies und Tricks
FMX-Shows: Die Wrecking Crew katapultiert sich bis zu 12 Meter hoch in die Luft
Trial-Shows (Halle B4): Trial-Vizemeister Jonathan Heidel demonstriert beeindruckende Kontrolle
Supermoto-Show-Races (Halle A5): Rennen in den Klassen Kids, Youngster, Cup und Prestige
Quad-Shows: Mitreißende Vorführungen auf vier Rädern
Aussteller und Marken
Namhafte Motorradmarken präsentieren ihre Neuheiten für die Saison 2026:
BMW Motorrad
KTM
Indian Motorcycle
Piaggio-Gruppe (Vespa, Aprilia, Moto Guzzi)
Harley-Davidson
Triumph
Kawasaki
Suzuki
Royal Enfield
Neben den großen Herstellern gibt es zahlreiche Anbieter aus den Bereichen Bekleidung, Zubehör, Customizing und Elektromobilität.
⚠️ Hinweis zu Ausstellern
Die Veranstalter weisen darauf hin: Terminüberschneidungen, Personalmangel und gesunkene Absatzzahlen in der Branche verändern 2026 das Ausstellerverhalten. Einige japanische Hersteller fehlen möglicherweise.
Programm-Übersicht nach Hallen
Bereich
Was gibt’s dort?
Halle A3
Stuntshows mit Chris & Lenny Rid
Halle A4
Indoor-Cross (Premiere!)
Halle A5
Supermoto-Show-Races
Halle B1
Aussteller, BVDM-Stand (241)
Halle B3
Reisehalle „Bikers Welcome» (30+ Aussteller)
Halle B4
Trial-Shows
Foyer West
ROCK ANTENNE Stage, Best Bike Award, Vorträge
Foyer Ost
Bikerparty mit Seeparkbikern (Fr/Sa ab 18 Uhr)
Mitmach-Angebote
Die Motorradwelt Bodensee bietet zahlreiche Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden:
Testparcours: Klassische Motorräder, Pit-Bikes und Elektrobikes ausprobieren
Isle of Man TT-Simulator: Die legendäre Rennstrecke virtuell erleben
Wheelie-Simulator: Selbst Wheelie-King werden
Best Bike Award: Eigenes Custom-Bike präsentieren und Preise gewinnen
Gebraucht-Motorrad-Markt: Bikes kaufen oder verkaufen
Sonderschau „Mein Einsteigermotorrad»
Speziell für Motorrad-Neulinge gibt es eine Sonderschau mit Informationen zu Einsteiger-Bikes, Erstausstattung, Fahrschulen, Fahrsicherheitstrainings, Versicherungen und Finanzierungsmöglichkeiten.
Reisehalle „Bikers Welcome»
In Halle B3 dreht sich alles um Motorradreisen. Über 30 Aussteller präsentieren ihre Angebote – von geführten Touren bis zu individuellen Reisezielen. Auf der Reisebühne gibt es spannende Vorträge von erfahrenen Tourenfahrern.
Die Halle ist wie im Vorjahr straßenähnlich aufbereitet – ein Konzept, das bei den Besuchern sehr gut ankam.
Bikerparty mit Bullriding
Nach den Messetagen geht die Party weiter: Im Foyer Ost steigt freitags und samstags ab 18 Uhr bis Mitternacht die legendäre Bikerparty. Die Seeparkbiker aus Pfullendorf sorgen für Stimmung – inklusive Bullriding und Live-Musik. Der Eintritt ist im Tagesticket enthalten.
Anreise und Parken
Mit dem Motorrad: Wer mit dem eigenen Bike kommt und auf dem „Eisbärenparkplatz» parkt, hat freien Eintritt. Einfach der Beschilderung folgen.
Mit dem Auto: Parkplätze auf dem Messegelände kosten 7 Euro. Achtung: Bei schlechtem Wetter kann es matschig werden.
Aus der Schweiz: Kombiticket ab 36 Euro für Fähre ab Romanshorn, Shuttlebus und Messeeintritt.
Häufig gestellte Fragen zur Motorradwelt Bodensee 2026
Wann findet die Motorradwelt Bodensee 2026 statt?
Die Motorradwelt Bodensee 2026 findet vom 23. bis 25. Januar 2026 auf dem Messegelände in Friedrichshafen statt. Öffnungszeiten: Freitag und Samstag 9-18 Uhr, Sonntag 9-17 Uhr.
Was kosten Tickets für die Motorradwelt Bodensee?
Online-Tickets kosten ab 15 Euro (ermäßigt) bzw. 18 Euro (Erwachsene). An der Tageskasse zahlt man 22 Euro. Wer mit dem Motorrad anreist und auf dem Eisbärenparkplatz parkt, hat freien Eintritt.
Welche Motorradmarken sind auf der Messe vertreten?
Zu den namhaften Ausstellern gehören BMW, KTM, Indian Motorcycle, Piaggio, Harley-Davidson, Triumph, Kawasaki, Suzuki und Royal Enfield. Das vollständige Ausstellerverzeichnis gibt es auf der Messe-Website.
Was ist das Highlight der Motorradwelt Bodensee 2026?
Das absolute Highlight ist die Premiere des Indoor-Cross in Halle A4. Der fünffache Supermoto-Weltmeister Marc-Reiner Schmidt aus Friedrichshafen geht selbst an den Start. Dazu gibt es FMX-Shows, Stuntshows und Trial-Vorführungen.
Gibt es eine Party auf der Motorradwelt Bodensee?
Ja, im Foyer Ost steigt freitags und samstags ab 18 Uhr bis Mitternacht die Bikerparty mit den Seeparkbikern. Der Eintritt ist im Tagesticket enthalten. Es gibt Live-Musik und Bullriding.
Fazit
Die Motorradwelt Bodensee 2026 bietet vom 23. bis 25. Januar in Friedrichshafen den perfekten Saisonstart für alle Motorradfans. Mit der Indoor-Cross-Premiere, spektakulären Shows und namhaften Ausstellern ist das Programm so actionreich wie nie. Besonders attraktiv: Wer mit dem eigenen Bike anreist, kommt kostenlos rein. Die Bikerparty am Freitag und Samstag rundet das Erlebnis ab.
✍️ Quellen
Messe Friedrichshafen, motorradwelt-bodensee.de, ROCK ANTENNE, SPEEDWEEK, 1000PS.de, Motorrad Magazin, BVDM
Man merkt es sofort: Beim Thema Verbrenner-Aus kochen die Emotionen hoch, und BMW-Chef Oliver Zipse gießt mit seinen klaren Worten eher Öl ins Feuer als Wasser. Vielleicht hast du selbst schon Schlagzeilen gelesen, in denen er das Verbrenner-Verbot als „gefährlichen Irrweg“ oder sogar als „Desaster“ bezeichnet. Und irgendwann fragt man sich dann ganz automatisch: Übertreibt er – oder hat er mit seiner Warnung vor einem harten Verbrennerverbot tatsächlich einen Punkt?
Damit du dir dazu eine eigene Meinung bilden kannst, schauen wir in diesem Ratgeber entspannt, aber gründlich darauf, was hinter den Aussagen von BMW-Chef Oliver Zipse steckt, wie das geplante Verbrenner-Verbot in der EU genau aussieht und welche Alternativen es gibt. Außerdem vergleichen wir seine Strategie mit anderen Herstellern, damit du besser einordnen kannst, wohin die Reise bei Antrieben, Job-Sicherheit und Klimaschutz wirklich geht.
Wer ist Oliver Zipse – und warum hört man ihm zu?
Bevor wir in die Debatte einsteigen, lohnt ein kurzer Blick auf die Person, die so laut vor einem reinen E-Auto-Kurs warnt.
Oliver Zipse, Jahrgang 1964, ist seit 2019 Vorstandsvorsitzender der BMW AG und damit für alle wichtigen Entscheidungen des Münchner Konzerns verantwortlich.
Er ist gelernter Maschinenbauingenieur, hat bei BMW als Trainee angefangen und dort praktisch seine komplette Karriere verbracht – vom Projektingenieur bis zum Chef.
Zusätzlich war er zeitweise Präsident des europäischen Herstellerverbands ACEA und sprach damit nicht nur für BMW, sondern für große Teile der europäischen Autoindustrie.
Kurz gesagt: Zipse ist kein Außenstehender, der von der Seitenlinie kommentiert, sondern einer der einflussreichsten Manager der Branche. Wenn er vom „gefährlichen Irrweg“ eines Verbrenner-Verbots spricht, hören nicht nur Autofans zu, sondern auch Politiker, Verbände und Wettbewerber.
Wer mehr Hintergrund zur Person sucht, findet im Wikipedia-Artikel zu Oliver Zipse einen guten Überblick über seinen Werdegang und seine Rolle bei BMW.
BMW-Chef Oliver Zipse Verbrenner-Verbot – was steckt hinter der Kritik?
Nun zur eigentlichen Kernfrage: Warum stellt sich ausgerechnet ein Konzernchef, dessen Firma selbst Milliarden in Elektroautos investiert, so deutlich gegen ein hartes Verbrenner-Verbot ab 2035?
1. Zipse hält das EU-System für ein „Desaster“
In mehreren Auftritten in den Jahren 2024 und 2025 hat Zipse die europäische CO₂-Regulierung und das geplante Verbrenner-Aus ab 2035 ungewöhnlich scharf angegriffen.
Kernpunkte seiner Kritik – stark vereinfacht und zusammengefasst:
Einseitiger Technologiefokus
Die EU will ab 2035 nur noch Neuwagen zulassen, die im Fahrbetrieb keine CO₂-Emissionen ausstoßen. Das bedeutet praktisch: batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) und wenige Spezialausnahmen.
Zipse hält diesen fast vollständigen Fokus auf das Batterieauto für falsch, weil er andere Lösungen wie E-Fuels oder Brennstoffzellen ausbremse. In einem vielbeachteten Auftritt nannte er das derzeitige Regulierungssystem ein „Desaster“, weil es die Industrie und ihre Innovationsfähigkeit schwäche.
Gefahr für Jobs und Wertschöpfung in Europa
Der europäische Autoindustrie hängen Millionen Arbeitsplätze, besonders in Motoren- und Getriebewerken, an der Verbrennertechnologie.
Zipse warnt, dass ein hartes Verbrenner-Aus diese Strukturen zu schnell zerstöre, während gleichzeitig Hersteller aus China und anderen Regionen von günstigeren Bedingungen profitieren.
Abhängigkeit von China durch zu schnellen E-Kurs
Batterien brauchen Rohstoffe wie Lithium, Nickel und Kobalt, bei denen China eine dominante Rolle hat – sowohl beim Abbau als auch bei der Weiterverarbeitung.
Wenn Europa zu stark auf nur eine Technologie setzt, sieht Zipse die Gefahr, dass man zwar lokal Emissionen spart, sich aber in eine neue Abhängigkeit von chinesischen Lieferketten begibt.
Realitätscheck beim Kunden
Zipse weist immer wieder darauf hin, dass viele Kundinnen und Kunden noch zögern, auf reine Elektroautos umzusteigen – etwa wegen Preis, Ladeinfrastruktur und Reichweite.
Ein Verbot klassischer Antriebe könne dazu führen, dass sich Normalverdiener kein Auto mehr leisten können oder viel länger mit alten Fahrzeugen fahren, die mehr CO₂ ausstoßen.
Zipse ist also kein „Anti-Elektro“-Chef, sondern jemand, der zwar stark in E-Autos investiert, aber gleichzeitig regulatorische Einbahnstraßen für riskant hält.
2. BMW setzt auf „Technologieoffenheit“
Während andere Hersteller klare Ausstiegsdaten für den Verbrenner verkündet haben, fährt BMW bewusst einen anderen Kurs. Der Konzern spricht von „Technologieoffenheit“ und meint damit:
Plug-in-Hybride für Kunden, die kombinierte Reichweiten wollen
Brennstoffzelle (Wasserstoff), etwa beim Projekt iX5 Hydrogen, das bis 2028 in Serie gehen soll
E-Fuels als Option, bestehende Verbrenner klimafreundlicher zu betreiben
Zipse betont, dass BMW sich zu Klimaneutralität bekennt – der Konzern will bis 2050 CO₂-neutral wirtschaften –, aber den Weg dorthin flexibler gestalten möchte als es ein starres Verbrenner-Verbot vorsieht.
3. Erwartung: Das Verbrenner-Verbot wird aufgeweicht
Besonders pikant ist Zipse’ Prognose:
Er geht davon aus, dass die EU-Regeln spätestens Ende dieses Jahrzehnts noch einmal deutlich geändert werden.
In Statements im Sommer 2025 sagte er, die aktuelle Form des Verbrenner-Aus sei politisch und wirtschaftlich nicht stabil und werde „spätestens in ein paar Jahren“ korrigiert.
Ganz alleine steht er mit dieser Einschätzung nicht da. Andere große Hersteller und Branchenverbände drängen die EU ebenfalls, das starre Verbot zu überdenken und mehr Spielraum für Hybride oder klimaneutrale Kraftstoffe zu lassen.
Was plant die EU beim Verbrenner-Aus – und wie fix ist das wirklich?
Damit du einschätzen kannst, ob Zipse übertreibt oder auf echte Risiken hinweist, hilft ein schneller Blick auf die Fakten zum Verbrennerverbot.
1. Was genau ist beschlossen?
Die EU hat im Rahmen ihres „Fit for 55“-Pakets CO₂-Grenzwerte für Neuwagen so verschärft, dass ab 2035 nur noch Neuwagen zugelassen werden dürfen, deren Flotten-Emissionen bei Null Gramm CO₂ liegen.
Praktisch bedeutet das:
Ab 2035 dürfen keine neuen Benzin- oder Diesel-Pkw mehr zugelassen werden.
Für Plug-in-Hybride gilt dasselbe, weil sie im Fahrbetrieb CO₂ ausstoßen.
Erlaubt bleiben sollen Fahrzeuge mit Nullemission – typischerweise reine Elektroautos – und eventuell spezielle Verbrenner, die ausschließlich mit zertifizierten klimaneutralen E-Fuels betrieben werden.
Das alles steht nicht in einer „Verbrennerverbots-Verordnung“, sondern in einer CO₂-Flottenregelung für Hersteller. Wirtschaftlich kommt es aber auf das Gleiche hinaus: Autos, die CO₂ ausstoßen, werden ab 2035 faktisch vom Neuwagenmarkt in der EU verdrängt.
2. Wichtige Eckdaten im Überblick
Zur besseren Orientierung hier eine kleine Zeitleiste:
Jahr
Entscheidung / Ereignis
Bedeutung für Verbrenner
2021
Glasgow Declaration & EU-Klimaziele
Erste harte Signale für ein Ende des Verbrenners in führenden Märkten.
2023
EU beschließt 100%-CO₂-Reduktion für neue Pkw ab 2035
Juristische Basis für das Verbrenner-Aus in Neuwagen.
2024
Diskussion über Ausnahmen für E-Fuels
Tür bleibt einen Spalt offen für spezielle Verbrenner mit CO₂-neutralen Kraftstoffen.Wikipedia
2025
EU-Kommission zieht geplanten Review von 2026 auf Ende 2025 vor
Auf Druck der Industrie soll früher geprüft werden, ob Ziele und Zeitplan realistisch sind.
2030
Zwischenziel: starke Senkung der Flottenemissionen
Hersteller müssen schon deutlich mehr E-Autos verkaufen, lange vor 2035.
2035
Start des faktischen Verbrenner-Verbots für Neuwagen
Nur noch Nullemissions-Neuwagen, also fast nur Elektrofahrzeuge.
Du siehst: Ganz in Stein gemeißelt ist der Pfad nicht. Zwar ist das 2035-Ziel Gesetz, doch die EU selbst hat eine Überprüfung vorgesehen und zudem bereits bei Zwischenzielen nachjustiert.
3. Warum denkt Zipse, dass das kippen könnte?
Aus Sicht von Zipse und vielen anderen Branchengrößen spricht einiges für eine Aufweichung:
Schwächere Nachfrage nach E-Autos in Europa: In einigen Ländern stagnieren die Verkäufe, sobald Kaufprämien auslaufen. Gleichzeitig belasten hohe Strompreise die Betriebskosten.
Wachsende Konkurrenz aus China: Hersteller wie BYD oder Nio drängen mit günstigen E-Autos auf den europäischen Markt. Während europäische Hersteller mit hohen Kosten kämpfen, droht ihnen Marktanteilsverlust.
Politischer Gegenwind: In mehreren EU-Staaten melden sich Regierungen zu Wort, die das 2035-Ziel offen infrage stellen oder mehr Spielraum für Hybride und E-Fuels fordern.
Genau hier setzt Zipse an: Er warnt, dass Europa sich durch ein zu starres Verbrenner-Verbot selbst schadet, während andere Regionen pragmatischer agieren.
Strategien im Vergleich: Wie offensiv ist BMW wirklich?
Als Ratgeber, der Produkte und Strategien vergleicht, schauen wir uns an, wie BMW im Verhältnis zu anderen Herstellern aufgestellt ist.
BMWs Misch-Strategie
BMW setzt auf eine breite Antriebs-Palette:
Vollelektrische Modelle (i3-Nachfolger, i4, iX-Reihe, Neue Klasse)
Plug-in-Hybride in wichtigen Baureihen
Entwicklung von Brennstoffzellen-SUVs in Kooperation mit Toyota
Der Konzern argumentiert:
Unterschiedliche Märkte brauchen unterschiedliche Lösungen (z.B. weite ländliche Regionen vs. dicht besiedelte Städte).
Nicht alle Kunden können sofort und komplett auf Batterieautos umsteigen, etwa wegen fehlender Lademöglichkeiten.
E-Fuels und Wasserstoff könnten helfen, den bestehenden Fahrzeugbestand klimafreundlicher zu machen, statt nur auf Neuwagen zu schauen
Andere Hersteller: Vom Vollstromer bis zum Rückzieher
Vergleichbare Autobauer gehen teilweise andere Wege:
Manche Marken hatten angekündigt, in Europa schon vor 2035 komplett auf Elektroantriebe umzustellen, rudern aber inzwischen teilweise zurück oder passen ihre Ziele an, weil der Absatz hinter den Erwartungen bleibt.
Einige Hersteller fordern offen, die 2035-Regelung zu lockern, vor allem um Hybride länger im Markt zu halten.
Aus Sicht eines Käufers wirkt BMWs Linie erst einmal komplizierter, weil es mehr Optionen gibt. Gleichzeitig bietet sie dir aber auch mehr Wahlfreiheit, wenn du dich mit einem reinen Elektroauto noch nicht wohlfühlst.
BMW-Chef Oliver Zipse Verbrenner-Verbot im Vergleich zu anderen Strategien
Um die Debatte greifbarer zu machen, kannst du dir drei grobe Strategien vorstellen – wie drei Produktlinien, zwischen denen sich Hersteller entscheiden:
Radikaler Elektro-Kurs
Fokus fast nur auf batterieelektrische Fahrzeuge
Klare Ausstiegsdaten für den Verbrenner
Vorteil: einfaches Narrativ, klare Botschaft für Investoren und Politik
Risiko: starke Abhängigkeit von Batterie-Rohstoffen und stabilem Stromnetz
Technologieoffene Strategie (BMW-Linie)
Parallelentwicklung von E-Autos, Hybriden, Wasserstoff und Verbrennern mit E-Fuels
Vorteil: flexible Reaktion auf Markt, Infrastruktur und politische Änderungen
Risiko: hohe Komplexität, möglicher Eindruck mangelnder Entschlossenheit
Verzögerungs- oder Minimalstrategie
Nur so viel Elektrifizierung wie nötig, um Strafzahlungen zu vermeiden
Hoffnung auf Aufschub oder Abschaffung harter Ziele
Vorteil: kurzfristig geringere Investitionskosten
Risiko: Gefahr, technologisch den Anschluss zu verlieren
Zipse positioniert BMW klar in der zweiten Gruppe: entschlossene Elektrifizierung, aber ohne kategorischen Abschied vom Verbrennungsmotor. Ob das auf Dauer schlau ist, hängt davon ab, ob die EU tatsächlich beim Kurs bleibt oder stärker auf E-Fuels und Hybride eingeht.
Was bedeutet das für Autofahrerinnen und Autofahrer?
Am Ende zählt für dich wahrscheinlich vor allem: Was heißt diese ganze Diskussion für deine konkrete Entscheidung – also für den nächsten Autokauf, das Leasing oder das Firmenwagen-Konzept?
1. Kaufe ich besser jetzt noch einen Verbrenner?
Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an, wie du fährst und wie lange du dein Auto behältst.
Kurz- bis mittelfristig (nächste 5–8 Jahre) wirst du mit einem modernen Verbrenner oder Hybrid gut leben können – es gibt kein Fahrverbot für bestehende Autos, nur für Neuzulassungen ab 2035.
Langfristig werden laufende Kosten (Steuern, Kraftstoff, ggf. City-Mauten) wahrscheinlich eher steigen als fallen, weil der CO₂-Ausstoß stärker bepreist wird.
Wenn du heute einen Neuwagen kaufst und ihn sehr lange fahren willst, kann ein gut geplanter Umstieg auf einen elektrischen oder zumindest teils elektrischen Antrieb sinnvoll sein.
2. Wie passt BMWs Kurs in meine persönliche Strategie?
Stell dir vor, du vergleichst verschiedene „Produktpakete“:
Paket A – Voll-Elektro
Ideal, wenn du zu Hause oder im Job regelmäßig laden kannst und meist planbare Strecken fährst.
In diesem Paket bist du mit BMWs „Neuer Klasse“ oder vergleichbaren Modellen anderer Hersteller auf der sicheren Seite, was zukünftige Regulierung angeht.
Paket B – Plug-in-Hybrid
Spannend, wenn du zwar viel Stadtverkehr hast, aber regelmäßig längere Strecken ohne Lade-Stopp fährst.
Hier spielst du einen Teil der Flexibilität aus, die Zipse so wichtig ist: Alltagsfahrten elektrisch, Langstrecken mit Verbrenner.
Paket C – effizienter Verbrenner
Sinnvoll, wenn du wenig Langstrecke fährst, aber z.B. auf dem Land kaum Lademöglichkeit hast.
Wichtig: auf moderne Motoren mit niedrigem Verbrauch und absehbar guter Ersatzteilversorgung achten.
Zipse’ harte Kritik am Verbrennerverbot ändert nichts daran, dass auch BMW immer mehr E-Modelle bringt. Sie zeigt aber, dass der Konzern nicht bereit ist, Kundinnen und Kunden, die noch nicht komplett elektrisch fahren können oder wollen, einfach stehenzulassen.
Umwelt, Jobs und Wettbewerbsfähigkeit – wie schwer wiegt Zipse’ Argument?
Betrachtet man Zipse’ Aussagen wie ein Produktdatenblatt, dann gibt es drei große Prüfsteine:
Klimaschutz
Ein schneller Umstieg auf E-Autos senkt lokal Emissionen, aber die Gesamtbilanz hängt von Strommix, Batterieproduktion und Fahrzeuglebensdauer ab.
Zipse erinnert daran, dass man den gesamten Lebenszyklus betrachten muss – vom Rohstoffabbau bis zum Recycling.
Arbeitsplätze und Wertschöpfung
Die Verbrenner-Produktion sichert vor allem in Deutschland, Frankreich, Italien und Osteuropa hunderttausende Industriearbeitsplätze.
Ein radikaler Schnitt ohne Übergangsphase kann zu schnellen strukturellen Brüchen führen, die politisch schwer vermittelbar sind.
Technologische Souveränität Europas
Lässt Europa klassische Motoren fallen, während andere Regionen sie weiterentwickeln, könnten Know-how und Patentkraft abwandern.
Gleichzeitig besteht das Risiko, sich bei Batterien und kritischen Rohstoffen zu stark von China abhängig zu machen – genau davor warnt Zipse.
Ob das Verbrenner-Verbot ein „gefährlicher Irrweg“ ist oder ein notwendiger Schritt, hängt also davon ab, wie es umgesetzt wird:
Mit flankierenden Maßnahmen (Ausbau Ladeinfrastruktur, faire Wettbewerbsbedingungen, Förderung von Innovation) kann es ein starker Hebel für Klimaschutz sein.
Ohne diese Begleitung drohen tatsächlich die Probleme, auf die Zipse hinweist: Jobverluste, Abhängigkeit von Importen und sinkende Kaufkraft im Massenmarkt.
Wer sich tiefer mit der politischen Seite beschäftigen will, findet unter dem Stichwort Verbrennerverbot eine gute Wikipedia-Übersicht über internationale Ausstiegspläne, EU-Regeln und Ausnahmen.
FAQ zum Thema „BMW-Chef Oliver Zipse Verbrenner-Verbot“
1. Hat BMW etwas gegen Elektroautos?
Nein. BMW verdient inzwischen durchaus Geld mit Elektroautos und bringt mit der „Neuen Klasse“ eine komplett neue Generation auf den Markt. Zipse kritisiert nicht das Elektroauto an sich, sondern die politische Idee, nur noch eine Technologie zuzulassen und alle anderen Lösungen über Verbote auszuschließen.
2. Wird das Verbrenner-Verbot ab 2035 wirklich kommen?
Stand jetzt ist das Ziel gesetzlich festgelegt: Ab 2035 sollen in der EU nur noch Neuwagen ohne CO₂-Emissionen zugelassen werden. Allerdings hat die EU eine frühere Überprüfung beschlossen, und die Diskussion über Ausnahmen, z.B. für E-Fuels, läuft auf Hochtouren. Deshalb rechnet Zipse damit, dass die Regeln vor 2035 noch einmal angepasst werden.
3. Kann ich meinen Verbrenner nach 2035 noch fahren?
Ja. Das Verbrennerverbot betrifft nur Neuzulassungen. Bestehende Fahrzeuge dürfen weiter gefahren und in der Regel auch weiterverkauft werden. Trotzdem ist zu erwarten, dass Tanken, Steuern und vielleicht bestimmte Umweltzonen strenger und teurer werden, damit Klimaziele erreichbar bleiben.
4. Warum spricht Zipse von einem „Desaster“?
Zipse nennt das aktuelle Regulierungssystem ein „Desaster“, weil es aus seiner Sicht gleichzeitig die Industrie belastet, Innovationen einschränkt und Europa in eine neue Abhängigkeit von Batterie-Lieferketten bringt. Außerdem befürchtet er, dass Autos im Einstiegssegment für viele Menschen unerschwinglich werden könnten, wenn nur noch teure Technologien erlaubt sind.
5. Sind E-Fuels und Wasserstoff realistische Alternativen?
E-Fuels und Wasserstoff haben große Vorteile, weil sie bestehende Verbrenner-Technik teilweise weiter nutzbar machen und Langstreckenmobilität mit kurzen Tankzeiten ermöglichen. Der Haken: Herstellung und Infrastruktur sind bisher teuer und energieintensiv, und die verfügbaren Mengen reichen aktuell bei Weitem nicht für den gesamten Pkw-Bestand. Deshalb sehen viele Expertinnen und Experten sie eher als Ergänzung – zum Beispiel für Bestandsflotten oder schwere Fahrzeuge –, nicht als vollständigen Ersatz für Elektroautos.
6. Was heißt das alles, wenn ich heute einen BMW kaufen möchte?
Wenn du heute vor der Entscheidung stehst, kannst du dir grob merken:
Willst du auf der sicheren Seite der Regulierung sein und hast Lademöglichkeiten, ist ein E-BMW langfristig der entspannteste Weg.
Brauchst du maximale Flexibilität, kann ein moderner Hybrid eine sinnvolle Zwischenlösung sein.
Wenn du bewusst noch einmal einen Verbrenner kaufst, solltest du mit einem längeren Übergang rechnen, aber auch einkalkulieren, dass politische Rahmenbedingungen sich ändern können.
BMWs Kurs unter Zipse gibt dir dabei mehr Wahlmöglichkeiten als ein strikter „Nur-Elektro“-Pfad – und genau diese Wahlfreiheit ist ein Kern seiner Kritik am Verbrennerverbot.