Erneute Streiks im deutschen Luftverkehr: Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat für Donnerstag, den 17. April 2026, zum Streik bei Eurowings aufgerufen. Passagiere müssen sich auf Flugausfälle und Verspätungen einstellen. Betroffen sind alle Flüge, die in diesem Zeitraum von deutschen Flughäfen starten, mit Ausnahme von Zielen im Nahen Osten.
Symbolbild: Streik Eurowings (Bild: Pexels)
Hintergrund: Warum streiken die Piloten bei Eurowings?
Die Streikankündigung erfolgt inmitten laufender Tarifverhandlungen zwischen der Vereinigung Cockpit und Eurowings. Hauptstreitpunkt ist die betriebliche Altersversorgung der Piloten. Laut VC-Präsident Andreas Pinheiro gibt es «keinerlei Bewegung seitens der Arbeitgeber» in dieser Frage. Die Gewerkschaft fordert eine Verbesserung der Altersvorsorge, um die Attraktivität des Berufs zu erhalten und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Die Vereinigung Cockpit vertritt die Interessen von rund 9.600 Pilotinnen und Piloten in Deutschland. (Lesen Sie auch: Lufthansa Strike: Pilotenstreik legt Flugverkehr in Europa)
Die aktuelle Entwicklung: Ausweitung der Streikmaßnahmen
Der Streik bei Eurowings ist Teil einer größeren Streikwelle im Lufthansa-Konzern. Bereits am Mittwoch und Donnerstag streikten die Flugbegleiter der Lufthansa und Lufthansa Cityline, nachdem zuvor schon die Piloten der Lufthansa zwei Tage lang ihre Arbeit niedergelegt hatten. Wie Hessenschau.de berichtet, überschattet diese fünfte Streikwelle die Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag der Gründung der ersten Lufthansa.
Die Lufthansa reagierte mit Unverständnis auf die erneuten Streikankündigungen. Das Unternehmen betonte, gesprächsbereit zu sein und konstruktive Lösungen zu suchen. Allerdings wies die Lufthansa die Forderungen der Gewerkschaften als überzogen zurück und warnte vor den negativen Auswirkungen auf das Unternehmen und seine Mitarbeiter. Die Eskalation des Konflikts droht, den Flugbetrieb der Lufthansa und ihrer Tochtergesellschaften erheblich zu beeinträchtigen. (Lesen Sie auch: Wotan Wilke Möhring in der Kritik: Zuschauerzahlen…)
Am 15. April 2026, um 03:38 Uhr, meldete Tagesschau.de, dass die Piloten der Lufthansa und Cityline ebenfalls zu einem Streik am Donnerstag und Freitag aufgerufen sind. Ausgenommen sind Flüge zu Zielen im Nahen Osten. Der Streik bei der Lufthansa beginnt demnach am Donnerstag um 00.01 Uhr und endet am Freitag um 23.59 Uhr.
Reaktionen und Stimmen zum Streik
Die Streikankündigung hat bei Passagieren für Verärgerung und Unsicherheit gesorgt. Viele Reisende mussten ihre Pläne kurzfristig ändern oder alternative Reisemöglichkeiten suchen. Auch Reiseveranstalter und Tourismusunternehmen äußerten sich besorgt über die Auswirkungen der Streiks auf die Branche. Die Gewerkschaften hingegen verteidigten ihre Maßnahmen als notwendiges Mittel, um die Interessen ihrer Mitglieder zu vertreten. Sie betonten, dass die Arbeitgeberseite bisher kein ausreichendes Entgegenkommen gezeigt habe. (Lesen Sie auch: Hornets – Heat: Amazon-Panne trübt -Sieg gegen…)
Streik bei Eurowings: Was bedeutet das für Reisende?
Für Passagiere, die von den Streiks bei Eurowings betroffen sind, bedeutet dies in erster Linie, sich auf Flugausfälle und Verspätungen einzustellen. Es wird empfohlen, sich frühzeitig mit der Fluggesellschaft in Verbindung zu setzen, um sich über den Status des Fluges zu informieren und gegebenenfalls alternative Reisemöglichkeiten zu prüfen. Die Lufthansa bietet auf ihrer Webseite und über ihre Service-Hotline Informationen und Unterstützung für betroffene Passagiere an. Fluggäste haben im Falle eines Streiks unter Umständen Anspruch auf Entschädigung oder Erstattung des Ticketpreises. Die Luftfahrtbehörde (LBA) bietet auf ihrer Webseite Informationen zu den Rechten von Flugpassagieren.
Symbolbild: Streik Eurowings (Bild: Pexels)
Die Situation ist dynamisch, und es ist ratsam, die Nachrichten und Informationen der Fluggesellschaften und Gewerkschaften aufmerksam zu verfolgen. Es bleibt zu hoffen, dass die Tarifparteien bald eine Einigung erzielen können, um weitere Streiks und Beeinträchtigungen des Flugverkehrs zu vermeiden. (Lesen Sie auch: Hornets – Heat: schlagen: Amazon Prime Stream…)
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Häufig gestellte Fragen zu streik eurowings
Häufig gestellte Fragen zu streik eurowings
Warum kommt es zum Streik bei Eurowings?
Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hat zum Streik aufgerufen, um im Tarifkonflikt um die betriebliche Altersversorgung der Piloten Druck auf den Arbeitgeber auszuüben. Die Gewerkschaft sieht bisher keine ausreichende Bewegung seitens Eurowings in dieser Frage.
Welche Flüge von Eurowings sind von dem Streik betroffen?
Bestreikt werden sollen alle Flüge, die im Streikzeitraum von deutschen Flughäfen starten. Ausgenommen sind lediglich Flüge zu Zielen im Nahen Osten. Es ist mit zahlreichen Flugausfällen und Verspätungen zu rechnen.
Habe ich als Passagier Anspruch auf Entschädigung bei einem Streik?
Ja, Fluggäste haben unter Umständen Anspruch auf Entschädigung oder Erstattung des Ticketpreises, wenn ihr Flug aufgrund eines Streiks ausfällt oder sich stark verspätet. Die genauen Bedingungen hängen von der jeweiligen Situation und den geltenden EU-Fluggastrechten ab.
Wo erhalte ich aktuelle Informationen zu meinem Eurowings-Flug?
Es wird empfohlen, sich direkt mit Eurowings in Verbindung zu setzen, um sich über den aktuellen Status des Fluges zu informieren. Die Fluggesellschaft bietet auf ihrer Webseite und über ihre Service-Hotline aktuelle Informationen und Unterstützung für betroffene Passagiere an.
Wie lange wird der Streik bei Eurowings voraussichtlich dauern?
Aktuell ist der Streik für Donnerstag, den 17. April 2026, angekündigt. Die Dauer des Streiks hängt jedoch vom Verlauf der Tarifverhandlungen ab. Es ist möglich, dass die Streikmaßnahmen verlängert oder ausgeweitet werden, falls keine Einigung erzielt wird.
Die Luftfahrtbranche in Deutschland befindet sich am 06. April 2026 in einem dynamischen Umfeld. Nach Jahren der Erholung von globalen Krisen stehen Fluggesellschaften vor neuen Herausforderungen und Chancen. Während das Passagieraufkommen steigt, ringt der Standort Deutschland mit hohen Kosten und dem Wettbewerb in Europa. Dieser Artikel beleuchtet die aktuellen Entwicklungen, die wichtigsten Akteure und die strategischen Weichenstellungen für die Zukunft der deutschen Fluggesellschaften.
Fluggesellschaften sind Unternehmen, die gegen Bezahlung Personen oder Frachtgut mittels Flugzeugen transportieren. Sie spielen eine zentrale Rolle in der globalen Vernetzung und Wirtschaft. Im Jahr 2026 stehen deutsche Fluggesellschaften wie Lufthansa, Condor und Eurowings vor der Aufgabe, Wachstum zu generieren, Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und gleichzeitig auf externe Faktoren wie Kerosinpreise und geopolitische Spannungen zu reagieren. Die Branche in Deutschland verzeichnet ein moderates Wachstum, das jedoch im europäischen Vergleich zurückbleibt.
Die aktuelle Lage der Fluggesellschaften in Deutschland
Der deutsche Luftverkehr zeigt im ersten Halbjahr 2026 ein leichtes Wachstum des Sitzplatzangebots von 87% auf 89% im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019. Dieses Wachstum ist jedoch schwächer als im europäischen Ausland, wo das Angebot von 107% auf 113% ansteigt. Der Rückstand Deutschlands auf Europa wächst damit im vierten aufeinanderfolgenden Jahr auf 24 Prozentpunkte. Der Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften (BDF), dessen Mitglieder unter anderem Lufthansa, Condor, Eurowings und TUIfly sind, fordert dringend eine Entlastung bei den staatlichen Standortkosten, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Fluggesellschaften zu stärken.
Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) prognostiziert für 2026 mehr als 225 Millionen Fluggäste an deutschen Flughäfen, was einem Zuwachs von rund 4,2 Prozent gegenüber 2025 entspricht. Dies würde etwa 91 Prozent des Niveaus von 2019 erreichen. Insbesondere der touristische Verkehr bleibt der wichtigste Wachstumstreiber. Im innerdeutschen Luftverkehr wird zwar ein Plus von 2,9 Prozent erwartet, jedoch liegt dieser Bereich mit nur 54,7 Prozent des Aufkommens von 2019 weiterhin deutlich zurück.
Lufthansa: Jubiläum, Expansion und Modernisierung der Fluggesellschaft
Für die Deutsche Lufthansa ist das Jahr 2026 von besonderer Bedeutung, da die Fluggesellschaft ihr 100-jähriges Bestehen feiert. Am Ostermontag, dem 6. April 2026, werden die Erstflüge von 1926 symbolisch nachgestellt. Im Zuge dieses Jubiläums plant Lufthansa umfassende Produktverbesserungen an Bord und am Boden, darunter ein neues Kabinenkonzept namens „Allegris“ und die Einführung von Starlink-Internet.
Die Lufthansa Group, zu der neben Lufthansa auch SWISS, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Eurowings und Discover Airlines gehören, setzt auf Expansion im Langstreckenverkehr. Für 2026 sind neue Verbindungen ab Frankfurt und München geplant, darunter nach St. Louis, Kapstadt, Rio de Janeiro, Raleigh/Durham, Washington, D.C., Nairobi und Trondheim. Die Flotte wird um 25 neue, effizientere Flugzeuge erweitert, die den Kerosinverbrauch um durchschnittlich 25 Prozent senken sollen.
Gleichzeitig reduziert die Lufthansa ab Sommer 2026 ihr innerdeutsches Flugangebot um 100 Flüge pro Woche, da zahlreiche Strecken als unrentabel eingestuft wurden und umweltfreundlichere Alternativen wie Hochgeschwindigkeitszüge an Attraktivität gewinnen. Die Fluggesellschaft steht zudem vor potenziellen Streiks des Kabinenpersonals aufgrund von Tarifverhandlungen.
Condor und Eurowings: Starke Fluggesellschaften im Ferienflugsegment
Eurowings, als Deutschlands größte Leisure-Fluggesellschaft bekannt, passt ebenfalls ihr Streckennetz für den Sommerflugplan 2026 an. Die Airline bietet neue Direktverbindungen und zusätzliche Frequenzen zu stark nachgefragten Zielen an, insbesondere im Mittelmeerraum und nach Mallorca, wohin bis zu 400 Flüge pro Woche von 25 verschiedenen Flughäfen durchgeführt werden sollen. Neue Ziele ab Berlin umfassen Olbia, Neapel und Kavala.
Herausforderungen für deutsche Fluggesellschaften: Kosten, Personal & Nachhaltigkeit
Deutsche Fluggesellschaften sehen sich mehreren Herausforderungen gegenüber. Ein zentraler Punkt sind die hohen Standortkosten in Deutschland, die im europäischen Vergleich als benachteiligend empfunden werden. Die geplante Absenkung der Luftverkehrsteuer zum 1. Juli 2026 wird als wichtiger Schritt zur Entlastung gesehen, dessen schnelle gesetzliche Umsetzung von der Branche gefordert wird. Dies könnte die Planungen der Fluggesellschaften für das zweite Halbjahr 2026 positiv beeinflussen und dazu beitragen, dass Airlines wieder neue Strecken an deutschen Flughäfen aufnehmen.
Ein weiteres persistentes Problem ist der Personalmangel in der gesamten Luftfahrtindustrie, der sich auf Fluggesellschaften und Flughäfen gleichermaßen auswirkt. Boeing prognostiziert, dass bis 2044 weltweit 660.000 neue Verkehrspiloten benötigt werden. Dies führt zu einem erhöhten Bedarf an Nachwuchskräften in allen Bereichen der Luftfahrtindustrie. Die Lufthansa hat beispielsweise ihre Vorschriften für flexiblere Personalbesetzung angepasst. Die Problematik des Personalmangels ist nicht nur auf die Luftfahrt beschränkt, sondern betrifft auch andere Transportbereiche, wie die „SBB: Auswirkungen des Personalmangels auf den Schweizer“ zeigen. Weitere Informationen zu Gehaltsentwicklungen finden Sie unter „Gehalt Deutschland 2025“ und „Gehälter Deutschland 2025“.
Die Nachhaltigkeit im Flugbetrieb gewinnt ebenfalls stark an Bedeutung. Ab Anfang 2026 sind Fluggesellschaften innerhalb der EU verpflichtet, für ihren gesamten CO2-Ausstoß Emissionsrechte zu erwerben. Dies soll einen Anreiz schaffen, sparsamere Flugzeuge anzuschaffen und klimafreundliche Treibstoffe einzusetzen. Die Lufthansa Group investiert bereits in Treibstoffeffizienzprogramme und innovative Technologien wie „AeroSHARK“, eine Folie, die den Luftwiderstand reduziert und den CO2-Ausstoß senkt.
Steigende Kerosinpreise und potenzielle Engpässe, insbesondere in Asien, führen zudem zu einem erwarteten Anstieg der Ticketpreise. Die „Spritpreise Deutschland“ zeigen allgemein die Volatilität der Energiekosten auf.
Flugpreise 2026: Was Reisende wissen sollten
Die Flugpreisentwicklung im Jahr 2026 wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst, darunter die Nachfrage, Kerosinkosten und die allgemeine Marktlage. Eine Analyse von Expedia zeigt, dass Reisende aus Deutschland auf internationalen Strecken durchschnittlich 80 Euro sparen können, wenn sie ihre Tickets 31 bis 45 Tage vor dem Abflug buchen. Für beliebte Ziele in der Hochsaison kann es jedoch sinnvoll sein, noch früher zu buchen.
Der Mai gilt als der günstigste Monat zum Fliegen, während der Dezember der teuerste ist. Flüge im Mai sind durchschnittlich 39 Prozent günstiger als im Dezember, was eine Ersparnis von etwa 130 Euro bedeuten kann. Auch der Wochentag des Abflugs kann eine Rolle spielen: Für Business Class-Angebote sind Buchungen zwei bis drei Monate vor Abflug, idealerweise an einem Sonntag, mit Abflug an einem Donnerstag im Juni, vorteilhaft.
Der Abflughafen beeinflusst ebenfalls den Preis. Günstigere Angebote sind häufig ab Flughäfen wie Frankfurt Hahn, Lübeck, Memmingen und Karlsruhe/Baden-Baden zu finden, während Starts in Düsseldorf, Stuttgart und Nürnberg oft teurer sind.
Wichtige Kennzahlen der größten deutschen Fluggesellschaften (2025/2026)
Die deutschen Fluggesellschaften, insbesondere die Mitglieder der Lufthansa Group, spielen eine entscheidende Rolle im nationalen und internationalen Luftverkehr.
Expansion im Leisure-Segment, neue Routen, erhöhte Frequenzen zu Urlaubszielen.
Condor
~0,35 (BER)
(keine Angabe)
(keine Angabe)
Neue Fernreiseziele, erhöhte Frequenzen, starkes Wachstum.
*inkl. Discover Airlines und Regionalpartner.
Video: Ausblick auf die Lufthansa Group 2026
Einen detaillierten Einblick in die strategischen Pläne und Neuerungen der Lufthansa Group im Jubiläumsjahr 2026 bietet das folgende Video:
FAQ zu Fluggesellschaften in Deutschland
Welche ist die größte Fluggesellschaft in Deutschland?
Die größte Fluggesellschaft in Deutschland ist die Lufthansa. Sie ist das Flaggschiff der Lufthansa Group, die auch andere Airlines wie SWISS, Austrian Airlines und Eurowings umfasst.
Wie entwickeln sich die Flugpreise in Deutschland 2026?
Die Flugpreise in Deutschland werden 2026 voraussichtlich weiter steigen, beeinflusst durch Faktoren wie die hohe Nachfrage, erhöhte Kerosinkosten und die Einführung von CO2-Emissionsrechten für Fluggesellschaften. Frühzeitige Buchungen und Flexibilität beim Reisedatum können jedoch zu Einsparungen führen.
Welche neuen Routen bieten deutsche Fluggesellschaften 2026 an?
Lufthansa erweitert ihr Langstreckennetz um Ziele wie St. Louis, Kapstadt und Trondheim. Condor führt neue Fernziele wie Sanya und Kairo ein, während Eurowings ihr Angebot zu beliebten europäischen Urlaubszielen wie Mallorca ausbaut.
Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit für deutsche Fluggesellschaften 2026?
Nachhaltigkeit ist für deutsche Fluggesellschaften 2026 von zentraler Bedeutung. Die EU verpflichtet Airlines ab diesem Jahr zum Kauf von CO2-Emissionsrechten, und Unternehmen wie die Lufthansa Group investieren in treibstoffeffizientere Flugzeuge und Technologien wie AeroSHARK, um ihren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren.
Gibt es 2026 Personalmangel bei deutschen Fluggesellschaften?
Ja, der Personalmangel bleibt eine Herausforderung für deutsche Fluggesellschaften und die gesamte Luftfahrtbranche. Dies betrifft verschiedene Bereiche, von Piloten bis zum Bodenpersonal, und kann zu operativen Einschränkungen führen. Die Lufthansa hat jedoch auch Maßnahmen zur flexibleren Personalbesetzung ergriffen.
Fazit: Die Zukunft der Fluggesellschaften in Deutschland
Die deutschen Fluggesellschaften stehen im Jahr 2026 vor einer komplexen Gemengelage aus Wachstumschancen und strukturellen Herausforderungen. Während das Passagieraufkommen wieder ansteigt und die großen Fluggesellschaften wie Lufthansa, Condor und Eurowings ihr Streckennetz erweitern und in die Modernisierung ihrer Flotten investieren, bleiben die hohen Standortkosten in Deutschland und der anhaltende Personalmangel kritische Faktoren. Die geplante Senkung der Luftverkehrsteuer könnte hier eine wichtige Entlastung bringen. Gleichzeitig nimmt der Druck zur Nachhaltigkeit zu, was zu Innovationen und neuen EU-Regulierungen führt. Reisende müssen sich auf potenziell höhere Flugpreise einstellen, können aber durch strategische Buchungen und Flexibilität Kosten sparen. Die Anpassungsfähigkeit und Innovationskraft der deutschen Fluggesellschaften werden entscheidend sein, um in diesem dynamischen Marktumfeld erfolgreich zu bestehen und ihre Position im europäischen und globalen Luftverkehr zu stärken.
Der potenzielle Eurowings Streik ist am 16. März 2026 ein zentrales Thema für Reisende in Deutschland. Nachdem die Piloten der Lufthansa-Tochter Eurowings in einer Urabstimmung mit großer Mehrheit für Arbeitskampfmaßnahmen votiert haben, steigt die Wahrscheinlichkeit von Flugausfällen und Verzögerungen. Dieser Artikel beleuchtet die Hintergründe des Tarifkonflikts, die aktuellen Entwicklungen und gibt Ratschläge für betroffene Passagiere.
Ein Eurowings Streik könnte den Flugverkehr in Deutschland erheblich beeinträchtigen. Die Vereinigung Cockpit (VC) hat ihren Mitgliedern ein klares Mandat für mögliche Arbeitskampfmaßnahmen erteilt, obwohl ein konkreter Streiktermin noch nicht feststeht.
Urabstimmung für Eurowings Streik: Klares Votum der Piloten
Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat am 16. März 2026 das Ergebnis ihrer Urabstimmung bei Eurowings bekannt gegeben. Demnach haben sich 94 Prozent der teilnehmenden Pilotinnen und Piloten für die Möglichkeit eines Arbeitskampfes ausgesprochen. Die Wahlbeteiligung lag bei 82 Prozent der stimmberechtigten Mitglieder, wodurch das erforderliche Quorum deutlich übertroffen wurde. Dieses eindeutige Votum verleiht der VC ein starkes Mandat, die Forderungen der Piloten konsequent zu verfolgen, auch durch einen Eurowings Streik, falls notwendig.
Das Ergebnis der Urabstimmung unterstreicht die Entschlossenheit der Belegschaft, ihre Anliegen durchzusetzen. Eine solche klare Mehrheit ist ein deutliches Signal an die Arbeitgeberseite, die nun mit konkreten Streikmaßnahmen rechnen muss. Allerdings ist ein konkreter Termin für einen Eurowings Streik noch nicht bekannt gegeben worden.
Die Gründe für den Eurowings Streik: Altersversorgung im Fokus
Der Kern des Tarifkonflikts, der zu dem möglichen Eurowings Streik führen könnte, sind die festgefahrenen Verhandlungen über die betriebliche Altersversorgung (Betriebsrenten) der Piloten. Die Vereinigung Cockpit kritisiert, dass Eurowings, eine Tochtergesellschaft der Lufthansa, jede Volumenerhöhung ihres Beitrags abgelehnt habe. Die Gewerkschaft fordert eine nachhaltige und verlässliche Lösung sowie eine stärkere Beteiligung des Arbeitgebers an der Altersabsicherung der Piloten.
Andreas Pinheiro, Präsident der Vereinigung Cockpit, betonte, dass die Arbeitgeberseite trotz wiederholter Aufforderungen und Konkretisierung der Forderungen keine Bereitschaft zu ernsthaften Verhandlungen gezeigt habe. Dies führte schließlich zur Einleitung der Urabstimmung, deren Ergebnis nun den Weg für einen möglichen Eurowings Streik ebnet. Die Lufthansa-Gruppe hatte in der Vergangenheit argumentiert, dass höhere Beiträge angesichts der Ertragslage nicht finanzierbar seien.
Potenzielle Auswirkungen eines Eurowings Streiks auf Reisende
Sollte es tatsächlich zu einem Eurowings Streik kommen, sind erhebliche Beeinträchtigungen im Flugverkehr zu erwarten. Eurowings bedient zahlreiche Direktflüge und Urlaubsrouten ab Deutschland, insbesondere zu Zielen in Italien, Spanien, Griechenland und Kroatien sowie zu Städtezielen wie London, Paris und Berlin. Ein Streik würde daher viele Urlauber und Geschäftsreisende treffen, die in den kommenden Wochen, möglicherweise auch in den Osterferien, mit der Airline fliegen wollen.
Ähnlich wie bei früheren Arbeitskämpfen im Lufthansa-Konzern könnten viele Flüge ausfallen oder verspätet starten und landen. Dies führt nicht nur zu Frustration bei den Passagieren, sondern auch zu logistischen Herausforderungen an den Flughäfen und möglicherweise zu finanziellen Verlusten für die Airline. Informationen zu Flugausfällen und -änderungen sind in der Regel über die offizielle Eurowings-Website und die Eurowings-App abrufbar.
Ihre Rechte als Passagier bei einem Eurowings Streik
Im Falle eines Eurowings Streiks haben Passagiere bestimmte Rechte gemäß der EU-Fluggastrechte-Verordnung (EG) Nr. 261/2004. Wird ein Flug aufgrund eines Streiks des eigenen Airline-Personals annulliert oder stark verspätet, haben Reisende Anspruch auf Unterstützungsleistungen wie Verpflegung und gegebenenfalls Übernachtung. Zudem besteht ein Anspruch auf Ersatzbeförderung zum Zielort oder die Erstattung des Ticketpreises.
Ob auch Entschädigungsansprüche in Betracht kommen, hängt von der konkreten Situation ab. Grundsätzlich können bei einem Streik des eigenen Personals der Airline Entschädigungsansprüche bestehen. Es ist ratsam, alle relevanten Unterlagen wie Buchungsbestätigungen und Belege für zusätzliche Ausgaben aufzubewahren und sich direkt an Eurowings oder eine Verbraucherschutzorganisation zu wenden. Weitere Informationen zu Passagierrechten bei Streiks finden Sie beispielsweise beim Luftfahrt-Bundesamt.
Aktueller Stand der Verhandlungen und nächste Schritte
Nach der erfolgreichen Urabstimmung hat die Vereinigung Cockpit angekündigt,