Schlagwort: Frank-Walter Steinmeier

  • Joachim Gauck: Comeback als Bundespräsident? Linnemann

    Joachim Gauck: Comeback als Bundespräsident? Linnemann

    Die Debatte um die Nachfolge des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, dessen Amtszeit 2027 endet, hat eine neue Wendung genommen. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann äußerte sich im Gespräch mit dem Magazin Stern positiv über Alt-Bundespräsident Joachim Gauck und brachte ihn damit indirekt als möglichen Kandidaten für das höchste Staatsamt ins Spiel.

    Symbolbild zum Thema Joachim Gauck
    Symbolbild: Joachim Gauck (Bild: Picsum)

    Joachim Gauck als Vorbild: Linnemanns Plädoyer für Integrität

    Linnemann betonte, dass er ein großer Fan von Joachim Gauck sei, und bezeichnete ihn als einen der besten Bundespräsidenten, den Deutschland je hatte. «Ein unglaublicher Charakter, toller Typ, mutig. So eine integre Persönlichkeit brauchen wir», wird Linnemann in der «Zeit» zitiert. Diese Aussage befeuert Spekulationen darüber, ob Gauck, der bereits von 2012 bis 2017 als Bundespräsident amtierte, eine erneute Kandidatur in Erwägung ziehen könnte.

    Aktuelle Entwicklung: Die Suche nach einem geeigneten Kandidaten

    Die Äußerungen Linnemanns fallen in eine Zeit, in der die CDU nach geeigneten Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten sucht. Dabei wird auch diskutiert, ob es eine Person außerhalb der Politik sein könnte. Linnemann selbst zeigte sich offen für diese Option. Auch eine Frau im höchsten Staatsamt fände er gut, so Linnemann. Namen wie Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) und die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) werden gehandelt. (Lesen Sie auch: Sandra Maischberger: Hillary Clinton zu Gast in…)

    Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel hat allerdings bereits erklärt, dass sie nicht für das Amt der Bundespräsidentin zur Verfügung steht. Damit ist eine viel diskutierte Personalie aus dem Rennen.

    Reaktionen und Einordnung: Gaucks Amtszeit im Rückblick

    Joachim Gauck, ein parteiloser Theologe und Bürgerrechtler aus der ehemaligen DDR, war von 2012 bis 2017 Bundespräsident. Er trat als gemeinsamer Kandidat von CDU/CSU, FDP, SPD und den Grünen an und verkörperte in seiner Amtszeit Werte wie Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Seine Reden waren oft mahnend undappellierten an die Verantwortung jedes Einzelnen für die Gestaltung der Gesellschaft. Gauck scheute sich nicht, auch unbequeme Wahrheiten auszusprechen und zum kritischen Denken anzuregen.

    Seine Amtszeit war geprägt von der Eurokrise, der Flüchtlingskrise und dem Aufstieg des Rechtspopulismus. Gauck setzte sich stets für ein offenes und tolerantes Deutschland ein und warnte vor Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit. (Lesen Sie auch: Overtime Eishockey: -Drama bei Olympia: Kanada zittert…)

    Joachim Gauck: Was bedeutet Linnemanns Aussage?

    Die Aussage Linnemanns kann als Zeichen dafür gewertet werden, dass die CDU nach einem Kandidaten sucht, der über Parteigrenzen hinweg Anerkennung findet und die Gesellschaft einen kann. Joachim Gauck genießt nach wie vor hohes Ansehen in der Bevölkerung und gilt alsIntegrationsfigur. Ob er tatsächlich bereit wäre, erneut für das Amt des Bundespräsidenten zu kandidieren, ist jedoch fraglich. Bei der Bundeszentrale für politische Bildung finden sich biografische Details zu Joachim Gauck.

    Einige Beobachter sehen in Linnemanns Äußerung auch ein strategisches Manöver. Die CDU könnte versuchen, mit der Nennung eines populären Namens wie Gauck die Debatte um die Nachfolge des Bundespräsidenten zu beeinflussen und eigene Kandidaten in Position zu bringen.

    Ausblick: Die Wahl des Bundespräsidenten 2027

    Die Wahl des Bundespräsidenten findet in der Bundesversammlung statt, die sich aus den Mitgliedern des Bundestages und einer gleichen Anzahl von Vertretern der Bundesländer zusammensetzt. Die Zusammensetzung der Bundesversammlung hängt von den Ergebnissen der nächsten Bundestagswahl ab. Es ist daher noch offen, welche Parteien die Mehrheit in der Bundesversammlung haben werden und wer letztendlich zum Bundespräsidenten gewählt wird. (Lesen Sie auch: Bill Clinton: Hillary wirft Trump "Vertuschung")

    Detailansicht: Joachim Gauck
    Symbolbild: Joachim Gauck (Bild: Picsum)

    Fest steht jedoch, dass die Debatte um die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier bereits jetzt begonnen hat und in den kommenden Monaten weiter an Fahrt gewinnen wird. Die Äußerungen von Carsten Linnemann haben die Diskussion um mögliche Kandidaten neu entfacht und gezeigt, dass auch ehemalige Amtsinhaber nicht aus dem Rennen sind.

    Bisherige Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland
    Name Amtszeit Partei
    Theodor Heuss 1949–1959 FDP
    Heinrich Lübke 1959–1969 CDU
    Gustav Heinemann 1969–1974 SPD
    Walter Scheel 1974–1979 FDP
    Karl Carstens 1979–1984 CDU
    Richard von Weizsäcker 1984–1994 CDU
    Roman Herzog 1994–1999 CDU
    Johannes Rau 1999–2004 SPD
    Horst Köhler 2004–2010 CDU
    Christian Wulff 2010–2012 CDU
    Joachim Gauck 2012–2017 Parteilos
    Frank-Walter Steinmeier 2017–2027 (voraussichtlich) SPD
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    Ein lesenswerter Artikel über Friedrich Merz und die Bundespräsidentenwahl findet sich im Spiegel.

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    Symbolbild: Joachim Gauck (Bild: Picsum)
  • Frank Walter Steinmeier: bei Olympia 2026: Besuch

    Frank Walter Steinmeier: bei Olympia 2026: Besuch

    Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, hat den deutschen Athletinnen und Athleten bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand seine Unterstützung zugesagt. Sein Besuch stand im Zeichen der Förderung des Sports und der internationalen Verständigung.

    Symbolbild zum Thema Frank Walter Steinmeier
    Symbolbild: Frank Walter Steinmeier (Bild: Pexels)

    Steinmeiers Besuch bei Olympia 2026 im Kontext

    Der Besuch von Bundespräsident Steinmeier bei den Olympischen Winterspielen reiht sich ein in die Tradition, dass Staatsoberhäupter sportliche Großveranstaltungen nutzen, um die Bedeutung des Sports hervorzuheben und die Athleten zu ermutigen. Es ist ein Zeichen der Anerkennung für die Leistungen der Sportler und ein Ausdruck der Solidarität mit dem deutschen Team. Die Olympischen Spiele, die alle vier Jahre stattfinden, sind ein globales Ereignis, das Menschen aus aller Welt zusammenbringt. Sie bieten eine Plattform für sportlichen Wettbewerb, kulturellen Austausch und friedliche Begegnung.

    Die Bedeutung des Sports für die Gesellschaft ist vielfältig. Er fördert Gesundheit und Fitness, vermittelt Werte wie Fairness, Teamgeist und Durchhaltevermögen und kann zur Integration und Völkerverständigung beitragen. Sportliche Erfolge tragen zur positiven Imagebildung eines Landes bei und können den Nationalstolz stärken. (Lesen Sie auch: Julia Simon triumphiert: Gold für Frankreich)

    Aktuelle Entwicklung: Steinmeier drückt deutschem Team die Daumen

    Am 7. Februar 2026 besuchte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das olympische Dorf in Mailand. Dort traf er auf Athletinnen und Athleten des deutschen Teams und wünschte ihnen viel Erfolg für die Wettkämpfe. «Ich drücke Ihnen von Herzen die Daumen, dass sich die lange Vorbereitung auszahlt in guten Plätzen, möglichst auch Medaillen», sagte Steinmeier laut Süddeutscher Zeitung. Er betonte auch die Bedeutung der Olympischen Spiele als Zeichen für Frieden und Verständigung.

    Im Anschluss an seinen Besuch im olympischen Dorf besuchte Steinmeier das Eishockeyspiel der deutschen Frauen-Nationalmannschaft gegen Japan. Auch hier zeigte er seine Unterstützung für das deutsche Team.

    Bereits vor der Eröffnungsfeier hatte sich Steinmeier positiv über die Bedeutung der Spiele geäußert. Er lobte die zentrale Eröffnungsfeier in Mailand, ging aber diplomatisch auf die Pfiffe gegen US-Vizepräsident JD Vance ein: „Die Zustimmung im Stadion war nicht bei jeder einmarschierenden Mannschaft die gleiche, aber insgesamt eine gute Stimmung.“ (Lesen Sie auch: Francesca Lollobrigida Eisschnelllauf: Gold)

    Reaktionen und Einordnung

    Der Besuch von Bundespräsident Steinmeier bei den Olympischen Winterspielen wurde von verschiedenen Seiten positiv aufgenommen. Politiker, Sportfunktionäre und Athleten lobten sein Engagement und seine Unterstützung für den deutschen Sport. Die Webseite des Bundespräsidenten veröffentlichte Bilder und Berichte über den Besuch, die in den sozialen Medien vielfach geteilt wurden.

    Auch die Kultusministerin von Bayern, Anna Stolz, wünschte den bayerischen Athletinnen und Athleten viel Erfolg bei den Spielen. Besonders hob sie die Leistungen der Sportlerinnen und Sportler hervor, die aus den Schule-Leistungssport-Verbundsystemen in Berchtesgaden und Oberstdorf stammen. Stolz freue sich auf das Mitfiebern, so das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus.

    Frank-Walter Steinmeier und die Bedeutung des Sports

    Frank-Walter Steinmeier hat sich in seiner Amtszeit als Bundespräsident immer wieder für den Sport eingesetzt. Er betont regelmäßig die Bedeutung des Sports für die Gesellschaft und würdigt die Leistungen der Athletinnen und Athleten. Sein Besuch bei den Olympischen Winterspielen 2026 ist ein weiteres Zeichen seines Engagements für den Sport. (Lesen Sie auch: Olympia 2026 Medaillen: 2026: Nervosität kostet Lisa…)

    Die Olympischen Spiele sind nicht nur ein sportliches Großereignis, sondern auch eine Bühne für politische Botschaften. Steinmeiers Besuch und seine Äußerungen zur Bedeutung von Frieden und Verständigung unterstreichen die Rolle des Sports als Instrument der Diplomatie.

    Detailansicht: Frank Walter Steinmeier
    Symbolbild: Frank Walter Steinmeier (Bild: Pexels)

    Ausblick

    Die Olympischen Winterspiele 2026 werden noch bis zum 22. Februar 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo ausgetragen. Es bleibt zu hoffen, dass die deutschen Athletinnen und Athleten erfolgreich sein werden und dass die Spiele einen Beitrag zur internationalen Verständigung leisten können. Der Besuch von Bundespräsident Steinmeier hat gezeigt, dass der Sport in Deutschland einen hohen Stellenwert genießt und dass die Athletinnen und Athleten auf die Unterstützung der politischen Führung zählen können.

    Zeitplan der Olympischen Winterspiele 2026 (Auswahl)

    Hier ist eine Tabelle mit ausgewählten Wettkämpfen der Olympischen Winterspiele 2026: (Lesen Sie auch: Köln – RB Leipzig: gegen: FC hofft…)

    Datum Sportart Wettbewerb
    8. Februar 2026 Ski Alpin Abfahrt Herren
    9. Februar 2026 Eishockey Vorrunde Herren
    10. Februar 2026 Biathlon Einzel Damen
    11. Februar 2026 Skispringen Einzel Herren
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    Illustration zu Frank Walter Steinmeier
    Symbolbild: Frank Walter Steinmeier (Bild: Pexels)
  • Trauer um verstorbene CDU-Politikerin – Steinmeier kündigt Staatsakt für Süssmuth an

    Trauer um verstorbene CDU-Politikerin – Steinmeier kündigt Staatsakt für Süssmuth an

    Deutschland trauert um eine ihrer bedeutendsten Politikerinnen: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat angekündigt, einen Staatsakt für die verstorbene Rita Süssmuth anzuordnen. Die ehemalige Bundestagspräsidentin und CDU-Politikerin hinterlässt eine Lücke in der deutschen Politik, die kaum zu schließen sein wird. Mit dieser außergewöhnlichen Ehrung würdigt das Staatsoberhaupt das herausragende Lebenswerk einer Frau, die wie keine andere für gesellschaftlichen Wandel und politische Reformen stand.

    Rita Süssmuth
    Symbolbild: Rita Süssmuth (Foto: Picsum)

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bundespräsident Steinmeier ordnet Staatsakt für Rita Süssmuth an
    • Die CDU-Politikerin war von 1988 bis 1998 Bundestagspräsidentin
    • Sie prägte maßgeblich die Familien- und Gesundheitspolitik in Deutschland
    • Süssmuth galt als progressive Stimme innerhalb der Union

    Rita Süssmuth: Ein Leben für die Politik und gesellschaftlichen Fortschritt

    Rita Süssmuth verkörperte wie kaum eine andere Politikerin ihrer Generation den Wandel der deutschen Gesellschaft. Als erste Frau an der Spitze des Deutschen Bundestages von 1988 bis 1998 durchbrach sie nicht nur gläserne Decken, sondern setzte neue Maßstäbe für politische Führung. Ihre Amtszeit war geprägt von bedeutsamen historischen Ereignissen, darunter die Deutsche Wiedervereinigung und die Transformation des Parlamentarismus in der Berliner Republik.

    Die in Wuppertal geborene Politikerin begann ihre Laufbahn zunächst als Lehrerin und Erziehungswissenschaftlerin, bevor sie in die Politik wechselte. Diese pädagogische Grundhaltung sollte ihr gesamtes politisches Wirken prägen. Rita Süssmuth verstand es meisterhaft, komplexe politische Sachverhalte verständlich zu vermitteln und dabei stets den Dialog mit verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen zu suchen.

    Wegweisende Reformen als Bundesministerin

    Bevor Rita Süssmuth das Amt der Bundestagspräsidentin übernahm, wirkte sie von 1985 bis 1988 als Bundesministerin für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit unter Bundeskanzler Helmut Kohl. In dieser Zeit initiierte sie groundbreaking Reformen, die bis heute nachwirken. Besonders ihre offene und pragmatische Herangehensweise an Tabuthemen wie AIDS-Aufklärung und Familienplanung sorgte für Aufsehen und gelegentlich auch für Kontroversen innerhalb der eigenen Partei.

    Die von Rita Süssmuth vorangetriebene AIDS-Aufklärungskampagne «Gib AIDS keine Chance» revolutionierte den Umgang mit der damals noch weitgehend unbekannten Krankheit. Gegen erhebliche Widerstände auch aus den eigenen Reihen setzte sie auf Aufklärung statt auf Ausgrenzung und legte damit den Grundstein für Deutschlands erfolgreiche AIDS-Prävention. (Lesen Sie auch: Julia Klöckner trauert um Rita Süssmuth -…)

    💡 Wichtig zu wissen

    Rita Süssmuth war die erste Frau, die das Amt der Bundestagspräsidentin innehatte. Während ihrer zehnjährigen Amtszeit leitete sie wichtige Debatten zur deutschen Einheit und führte bedeutsame Parlamentsreformen durch.

    Historische Rolle bei der Deutschen Einheit

    Als Bundestagspräsidentin spielte Rita Süssmuth eine zentrale Rolle bei der parlamentarischen Begleitung der Deutschen Wiedervereinigung. Sie leitete die entscheidenden Bundestagssitzungen, in denen über die Zukunft des geteilten Deutschland debattiert wurde. Ihre ausgleichende Art und ihr Geschick im Umgang mit den verschiedenen politischen Lagern trugen maßgeblich dazu bei, dass die komplexen Verhandlungen zur Einheit in einem konstruktiven parlamentarischen Rahmen stattfinden konnten.

    Besonders bemerkenswert war Rita Süssmuths Engagement für die Integration der neuen Bundesländer. Sie bereiste regelmäßig Ostdeutschland und suchte den direkten Kontakt zu den Bürgern. Dabei bewies sie ein feines Gespür für die Sorgen und Nöte der Menschen in den neuen Ländern und wurde zu einer wichtigen Brückenbauerin zwischen Ost und West.

    1985-1988
    Bundesministerin

    Rita Süssmuth wird Bundesministerin für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit und initiiert wegweisende Reformen

    1988-1998
    Bundestagspräsidentin

    Erste Frau an der Spitze des Deutschen Bundestages, begleitet die Deutsche Einheit parlamentarisch (Lesen Sie auch: Trotz Rekord-Investitionen – NRW verliert 11.000 Sozialwohnungen)

    1998-2002
    Vorsitzende der Zuwanderungskommission

    Leitung der einflussreichen Kommission zur Reform des Zuwanderungsrechts

    Ab 2002
    Gesellschaftliches Engagement

    Fortsetzung ihres Engagements in verschiedenen Stiftungen und Organisationen

    Vorkämpferin für Integration und Zuwanderung

    Nach ihrer Zeit als Bundestagspräsidentin übernahm Rita Süssmuth den Vorsitz der Unabhängigen Kommission «Zuwanderung», die grundlegende Empfehlungen für ein modernes Einwanderungsgesetz erarbeitete. Auch hier bewies sie Mut zu progressiven Positionen, die nicht immer im Einklang mit der Mehrheitsmeinung ihrer Partei standen. Der von ihrer Kommission vorgelegte Bericht wurde zur Grundlage für die spätere Reform des deutschen Zuwanderungsrechts.

    Rita Süssmuth
    Symbolbild: Rita Süssmuth (Foto: Picsum)

    Rita Süssmuth erkannte früh, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist und entsprechende politische Strukturen benötigt. Ihre Arbeit in der Zuwanderungskommission war geprägt von dem Bestreben, Integration als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu verstehen und entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen.

    Würdigung durch Staatsakt: Eine außergewöhnliche Ehrung

    Die Entscheidung von Bundespräsident Steinmeier, einen Staatsakt für Rita Süssmuth anzuordnen, unterstreicht die außergewöhnliche Bedeutung ihres Lebenswerks. Staatsakte werden nur selten und für besonders verdiente Persönlichkeiten angeordnet. Mit dieser Ehrung würdigt das Staatsoberhaupt nicht nur die politischen Verdienste von Rita Süssmuth, sondern auch ihr lebenslanges Engagement für gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratische Werte. (Lesen Sie auch: Terror-Einstufung der Revolutionsgarden – Iran bestellt alle…)

    Der Staatsakt wird voraussichtlich im Bundestag stattfinden, jenem Ort, den Rita Süssmuth zehn Jahre lang als Präsidentin geprägt hat. Erwartet werden hochrangige Vertreter aus Politik, Gesellschaft und Wissenschaft, die gemeinsam das Lebenswerk der verstorbenen Politikerin würdigen werden.

    💡 Wichtig zu wissen

    Staatsakte sind die höchste Form staatlicher Ehrung in Deutschland. Sie werden nur für Persönlichkeiten angeordnet, die außergewöhnliche Verdienste um das Gemeinwohl erworben haben. Rita Süssmuth ist damit in einer Reihe mit anderen bedeutenden Staatsmännern und -frauen der deutschen Geschichte.

    Vermächtnis einer außergewöhnlichen Politikerin

    Das Vermächtnis von Rita Süssmuth reicht weit über ihre offiziellen Ämter hinaus. Sie verkörperte einen Politiktypus, der heute seltener geworden ist: die Reformerin aus Überzeugung, die bereit war, auch gegen Widerstände aus den eigenen Reihen für ihre Überzeugungen einzustehen. Ihre Art, Politik zu machen, war geprägt von Empathie, Sachverstand und dem unerschütterlichen Glauben an die Gestaltbarkeit gesellschaftlicher Verhältnisse.

    Besonders junge Politikerinnen sahen in Rita Süssmuth ein Vorbild für erfolgreiche weibliche Führung in einem noch immer männlich dominierten Bereich. Sie bewies, dass sich Durchsetzungsfähigkeit und Kompromissbereitschaft, Prinzipientreue und Pragmatismus nicht ausschließen müssen.

    Politisches Amt Zeitraum Wichtigste Leistungen
    Bundesministerin 1985-1988 AIDS-Aufklärung, Familienförderung
    Bundestagspräsidentin 1988-1998 Deutsche Einheit, Parlamentsreformen
    Kommissionsvorsitzende 1998-2002 Zuwanderungsreform, Integrationspolitik
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    Häufig gestellte Fragen (FAQ)

    Wann findet der Staatsakt für Rita Süssmuth statt?

    Der genaue Termin für den Staatsakt wurde vom Bundespräsidialamt noch nicht bekannt gegeben. Üblicherweise finden solche Veranstaltungen einige Wochen nach der Ankündigung statt.

    Wo wird der Staatsakt abgehalten?

    Staatsakte finden normalerweise im Bundestag statt. Da Rita Süssmuth zehn Jahre lang Bundestagspräsidentin war, wäre dies ein besonders angemessener Ort für die Ehrung.

    Was waren Rita Süssmuths wichtigste politische Leistungen?

    Zu ihren bedeutendsten Leistungen gehören die AIDS-Aufklärungskampagne als Bundesministerin, ihre Rolle bei der parlamentarischen Begleitung der Deutschen Einheit als Bundestagspräsidentin und ihre Arbeit zur Reform des Zuwanderungsrechts. (Lesen Sie auch: Nach Epstein-Witz – Trump droht Grammy-Moderator mit…)

    Wie oft werden Staatsakte in Deutschland angeordnet?

    Staatsakte sind sehr seltene Ehrungen und werden nur für Persönlichkeiten mit außergewöhnlichen Verdiensten um Deutschland angeordnet. Pro Jahr gibt es meist nur wenige solcher Veranstaltungen.

    Welche Rolle spielte Rita Süssmuth in der CDU?

    Rita Süssmuth galt als progressive Stimme innerhalb der CDU und war nicht selten bereit, auch gegen die Mehrheitsmeinung ihrer Partei zu argumentieren. Sie verkörperte den sozialen Flügel der Union.

    Fazit: Ein Staatsakt für eine Ausnahmepolitikerin

    Mit der Anordnung eines Staatsaktes für Rita Süssmuth setzt Bundespräsident Steinmeier ein wichtiges Zeichen. Er würdigt damit nicht nur eine außergewöhnliche Politikerin, sondern auch einen Politikstil, der von Sachverstand, Menschlichkeit und dem Mut zu notwendigen Reformen geprägt war. Rita Süssmuth hinterlässt ein Vermächtnis, das weit über Parteigrenzen hinaus Anerkennung verdient. Der Staatsakt wird Gelegenheit bieten, gemeinsam an eine Frau zu erinnern, die Deutschland in entscheidenden Jahren mitgeprägt und dabei stets den Menschen im Blick behalten hat. Ihr Lebenswerk wird als Beispiel für verantwortungsvolle und visionäre Politik in Erinnerung bleiben.

    Rita Süssmuth
    Symbolbild: Rita Süssmuth (Foto: Picsum)