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  • Andreas Gassen: Scharfe Kritik & Kernforderungen 2026 für das Gesundheitssystem

    Andreas Gassen: Scharfe Kritik & Kernforderungen 2026 für das Gesundheitssystem

    Am 23. Februar 2026 steht Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), erneut im Zentrum der deutschen Gesundheitspolitik. Mit klaren Worten und unmissverständlichen Forderungen mischt sich Andreas Gassen in die hitzige Debatte um die Finanzierung und Struktur des Gesundheitssystems ein. Seine jüngsten Äußerungen zur Abschaffung freiwilliger Kassenleistungen und die Verteidigung der ambulanten Versorgung prägen die Diskussion maßgeblich und zeigen die dringende Notwendigkeit umfassender Reformen auf.

    Lesezeit: ca. 10 Minuten

    Dr. Andreas Gassen, als prominente Stimme der niedergelassenen Ärzteschaft, hat sich am 23. Februar 2026 energisch gegen geplante Einsparungen in der ambulanten Versorgung ausgesprochen und die komplette Streichung freiwilliger Satzungsleistungen der gesetzlichen Krankenkassen gefordert. Er argumentiert, dass solche „Nice to have“-Angebote marketinggetrieben sind und das Gesundheitssystem jährlich bis zu einer Milliarde Euro kosten, während Kernleistungen unterfinanziert bleiben.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Andreas Gassen fordert die komplette Abschaffung freiwilliger Satzungsleistungen der gesetzlichen Krankenkassen.
    • Er kritisiert vehement Überlegungen zu Einsparungen in der ambulanten Versorgung als „realitätsfremd“.
    • Durch die Streichung von „Nice to have“-Leistungen sieht er ein Einsparpotenzial von fast einer Milliarde Euro jährlich.
    • Gassen wirft Krankenkassen vor, hohe Summen für werbewirksame Angebote zu zahlen, während sie Ärztehonorare kürzen wollen.
    • Er plädiert für eine deutliche Stärkung der Praxen und einen Inflationsausgleich für niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten.
    • Die Finanzierung versicherungsfremder Leistungen soll vollständig aus Steuermitteln erfolgen.

    Wer ist Andreas Gassen?

    Dr. Andreas Gassen ist seit 2014 Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), der Interessenvertretung der rund 170.000 niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten in Deutschland. Als solcher ist Andreas Gassen eine zentrale Figur im deutschen Gesundheitswesen und prägt maßgeblich die Debatten um die ambulante Versorgung, Honorarfragen und die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Seine Expertise und seine oft pointierten Stellungnahmen machen ihn zu einem wichtigen Akteur, dessen Positionen weitreichende Auswirkungen auf die Gesundheitspolitik haben.

    Die aktuelle Debatte: Sparmaßnahmen und ambulante Versorgung

    Die deutsche Gesundheitslandschaft steht vor großen Herausforderungen. Steigende Kosten, demografischer Wandel und ein zunehmender Behandlungsbedarf belasten die gesetzlichen Krankenkassen. In dieser Situation hat Andreas Gassen am 23.02.2026 erneut scharf gegen Überlegungen zu Einsparungen in der ambulanten Versorgung protestiert. Er bezeichnete solche Pläne als „realitätsfremd“, da der ambulante Bereich in den letzten Jahren kaum zu den erheblichen Kostensteigerungen beigetragen habe.

    Gassen betont, dass der Großteil der medizinischen Leistungen kosteneffizient in den Arztpraxen erbracht wird. Eine Schwächung dieses Sektors würde die Versorgungssituation für Patienten dramatisch verschlechtern. Er verweist auf die bereits heute erreichten Kapazitätsgrenzen vieler Praxen und den stetig steigenden Behandlungsbedarf, bedingt durch eine alternde Gesellschaft und eine Zunahme chronisch Kranker. Pauschale Sparvorgaben seien daher ungeeignet, die Versorgung zu verbessern. Vielmehr würden sie zu längeren Wartezeiten und einer Reduzierung des Leistungsangebots führen, insbesondere wenn die extrabudgetäre Vergütung gekürzt werde.

    Kontroverse um „Nice to have“-Leistungen: Homöopathie & Co.

    Einen besonders brisanten Vorschlag brachte Andreas Gassen in die Debatte ein: die komplette Streichung der freiwilligen Satzungsleistungen der gesetzlichen Krankenkassen. „Wenn nicht genug Geld für den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung da ist und gespart werden muss, sind ‚Nice to have‘-Leistungen als Erstes zu streichen“, sagte Gassen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

    Zu diesen Leistungen zählen umstrittene Behandlungsmethoden wie Homöopathie, Anthroposophie oder Phytotherapie, aber auch Zuschüsse zu Gesundheitskursen, professionelle Zahnreinigungen oder der Kauf von Fitnesstrackern. Gassen beziffert das mögliche Einsparpotenzial durch die Abschaffung dieser Angebote auf knapp eine Milliarde Euro pro Jahr. Er kritisiert, dass Krankenkassen diese oft marketingwirksamen Leistungen bezahlen, während sie gleichzeitig die Honorare der Ärzte kürzen wollen. Dies sei eine absurde Situation, die zulasten der soliden medizinischen Versorgung gehe.

    Wie bereits in unserem Artikel über das Streichen von Kassenleistungen berichtet, ist diese Debatte nicht neu und gewinnt angesichts der angespannten Finanzlage der GKV immer mehr an Fahrt.

    Vorschläge zur GKV-Finanzierung: Praxisgebühr und Steuern

    Bereits Ende 2025 schlug Andreas Gassen weitere Maßnahmen zur Stabilisierung der GKV-Finanzen vor. Dazu gehörte die Wiedereinführung einer „Kontaktgebühr“ von drei bis vier Euro pro Arztbesuch, ähnlich dem Modell in Japan. Diese Gebühr sollte von den Krankenkassen eingezogen werden, um den bürokratischen Aufwand für die Praxen gering zu halten. Zudem plädierte er für eine Erhöhung der Steuern auf Tabak und Alkohol sowie die Einführung einer Zuckersteuer für Getränke, um Einnahmen gezielt zu erhöhen und präventive Effekte zu erzielen.

    Ein weiterer wichtiger Punkt in Gassens Forderungen ist die vollständige Finanzierung versicherungsfremder Leistungen aus Steuermitteln. Er weist darauf hin, dass die Deckungslücke durch fehlende Bundesmittel bei diesen Leistungen bis zu 45 Milliarden Euro umfassen kann – eine Summe, die nahezu der gesamten vertragsärztlichen Versorgung entspricht. Dies sei ein strukturelles Problem, das die GKV dauerhaft belaste und bei der Bewertung der Finanzlage berücksichtigt werden müsse.

    Die Rolle der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV)

    Die Kassenärztliche Bundesvereinigung, unter der Führung von Andreas Gassen, spielt eine entscheidende Rolle bei der Sicherstellung der ambulanten medizinischen Versorgung in Deutschland. Sie verhandelt mit dem GKV-Spitzenverband über die Gesamtvergütung der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten und setzt sich für faire Rahmenbedingungen ein. Die KBV betont immer wieder die Bedeutung der wohnortnahen, inhabergeführten Praxen als tragende Säule des Gesundheitssystems. Ihre Kampagne „#Praxenland“ unterstreicht diesen Anspruch.

    Die KBV kritisiert auch die geringe Wertschätzung der ambulanten Versorgung im Vergleich zum stationären Sektor. Gassen fordert, dass die Tarifsteigerungen für Klinikärzte auch in die Festlegung des Orientierungswertes für die niedergelassenen Ärzte einfließen müssen, um reale Einkommensverluste auszugleichen und die Praxen als Arbeitgeber attraktiv zu halten. Eine Stärkung der Praxen sei unerlässlich, um die medizinische Versorgung der Bevölkerung langfristig zu gewährleisten.

    Ausblick: Was bedeuten Gassens Forderungen für Patienten und Ärzte?

    Die Forderungen von Andreas Gassen sind ein klares Signal an die Politik und die Krankenkassen. Sie zielen darauf ab, das deutsche Gesundheitssystem effizienter und gerechter zu gestalten, indem unnötige Ausgaben gestrichen und die Kernleistungen gestärkt werden. Für Patienten könnten die Abschaffung freiwilliger Leistungen einerseits zu weniger „Extras“ führen, andererseits aber die finanzielle Basis für die notwendige Grundversorgung festigen. Die Diskussion um eine mögliche Praxisgebühr zeigt, wie tiefgreifend die Reformvorschläge sein könnten und wie sie die direkte finanzielle Beteiligung der Patienten beeinflussen würden.

    Für Ärzte bedeuten Gassens Forderungen eine Fortsetzung des Kampfes um faire Honorare und eine angemessene Wertschätzung ihrer Arbeit. Die Sicherstellung einer auskömmlichen Finanzierung und die Reduzierung bürokratischer Hürden sind entscheidend, um die Attraktivität des Berufs und die Qualität der Versorgung aufrechtzuerhalten. Die Debatte um den Sozialstaat und seine Finanzierung, wie sie auch in unserem Artikel über die Sozialstaat Debatte beleuchtet wird, zeigt die Komplexität dieser Herausforderungen.

    Video-Embed Empfehlung

    Wir empfehlen die Einbindung eines aktuellen Videos der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) oder eines Nachrichtenbeitrags, der die Positionen von Andreas Gassen zur Gesundheitspolitik beleuchtet. Suchen Sie auf YouTube nach „Andreas Gassen KBV Statement Gesundheitspolitik 2026“.

    Tabelle: Zentrale Forderungen von Andreas Gassen (Stand: 23.02.2026)

    Forderung Begründung Potenzielles Einsparpotenzial / Effekt
    Abschaffung freiwilliger Satzungsleistungen (z.B. Homöopathie, Fitnesstracker) „Nice to have“-Angebote dienen Marketingzwecken; Geld wird im Kernbereich benötigt. Ca. 1 Milliarde Euro pro Jahr
    Keine Einsparungen in der ambulanten Versorgung Ambulanter Bereich kein Kostentreiber; steigender Behandlungsbedarf; Praxen am Limit. Sicherstellung der wohnortnahen Patientenversorgung
    Vollständige Finanzierung versicherungsfremder Leistungen aus Steuermitteln Strukturelle Belastung der GKV durch Leistungen, die nicht zur Kernaufgabe gehören. Bis zu 45 Milliarden Euro Deckungslücke schließbar
    Inflationsausgleich für niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten Reale Einkommensverluste; Konkurrenzfähigkeit gegenüber Klinikgehältern. Stärkung der Praxen und Attraktivität des Berufs
    Einführung einer „Kontaktgebühr“ für Arztbesuche (3-4 Euro) Erhöhung der Einnahmebasis der Krankenkassen; sozialverträglich gestalten. Zusätzliche Einnahmen für die GKV
    Erhöhung von Tabak- und Alkoholsteuern, Einführung einer Zuckersteuer Gezielte Einnahmesteigerung; präventive Effekte. Zusätzliche Einnahmen für die GKV

    Häufig gestellte Fragen zu Andreas Gassen und dem Gesundheitssystem

    Wer ist Andreas Gassen und welche Rolle spielt er im deutschen Gesundheitssystem?

    Andreas Gassen ist der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Er vertritt die Interessen der rund 170.000 niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten in Deutschland und ist eine prägende Stimme in der Gesundheitspolitik, insbesondere bei Themen der ambulanten Versorgung und deren Finanzierung.

    Warum fordert Andreas Gassen die Abschaffung freiwilliger Kassenleistungen?

    Andreas Gassen fordert die Abschaffung freiwilliger Leistungen, weil er sie als „Nice to have“-Angebote bezeichnet, die primär Marketingzwecken der Krankenkassen dienen und jährlich bis zu einer Milliarde Euro kosten. Er argumentiert, dass dieses Geld im Kernbereich der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) besser eingesetzt werden sollte, um die medizinische Grundversorgung zu sichern.

    Welche Einsparungen verspricht sich die KBV durch die Streichung der Satzungsleistungen?

    Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) schätzt das Einsparpotenzial durch die komplette Abschaffung der freiwilligen Satzungsleistungen auf knapp eine Milliarde Euro pro Jahr. Diese Mittel könnten dann zur Stabilisierung der GKV-Finanzen oder zur Stärkung der ambulanten Versorgung verwendet werden.

    Kritisiert Andreas Gassen auch die ambulante Versorgung?

    Nein, Andreas Gassen kritisiert nicht die ambulante Versorgung selbst, sondern verteidigt sie vehement gegen Sparpläne. Er betont, dass der ambulante Bereich eine kosteneffiziente und tragende Säule der medizinischen Versorgung ist und Einsparungen dort realitätsfremd wären. Er fordert vielmehr eine Stärkung der Praxen.

    Welche weiteren Finanzierungsvorschläge hat Andreas Gassen gemacht?

    Neben der Streichung freiwilliger Leistungen hat Andreas Gassen die Einführung einer „Kontaktgebühr“ von 3-4 Euro pro Arztbesuch vorgeschlagen. Zudem plädiert er für eine Erhöhung der Tabak- und Alkoholsteuern sowie eine Zuckersteuer, um zusätzliche Einnahmen für die GKV zu generieren und versicherungsfremde Leistungen vollständig aus Steuermitteln zu finanzieren.

    Fazit

    Andreas Gassen bleibt auch im Februar 2026 eine der prominentesten und streitbarsten Stimmen im deutschen Gesundheitssystem. Seine klaren Forderungen nach einer Abkehr von „Nice to have“-Leistungen zugunsten einer gestärkten ambulanten Versorgung und einer soliden Finanzierung der GKV markieren zentrale Punkte in der aktuellen Gesundheitspolitik. Die Debatte um die Zukunft der medizinischen Versorgung in Deutschland wird maßgeblich von seinen Beiträgen geprägt sein, und es bleibt abzuwarten, welche seiner Vorschläge letztlich umgesetzt werden, um die Herausforderungen des Systems zu meistern und eine zukunftsfeste Gesundheitsversorgung zu gewährleisten.

  • Kassenleistungen Streichen? ärzte-Chef fordert Leistungskürzungen

    Kassenleistungen Streichen? ärzte-Chef fordert Leistungskürzungen

    Die Forderung, Kassenleistungen zu streichen, kommt vom Chef der Kassenärzte, der aufgrund des aktuellen Sparzwangs vorschlägt, freiwillige Leistungen der Krankenkassen zu kürzen. Dies betrifft unter anderem Angebote wie Homöopathie und die Bezuschussung von Fitnesstrackern, die nicht zum Kern der medizinischen Versorgung gehören. Kassenleistungen Streichen steht dabei im Mittelpunkt.

    Symbolbild zum Thema Kassenleistungen Streichen
    Symbolbild: Kassenleistungen Streichen (Bild: Picsum)

    Die wichtigsten Fakten

    • Kassenärzte-Chef fordert Überprüfung freiwilliger Kassenleistungen.
    • Homöopathie und Fitnesstracker stehen zur Debatte.
    • Hintergrund ist der Sparzwang im Gesundheitssystem.
    • Kritiker befürchten Einschränkungen für Patienten.

    Hintergrund der Forderung nach Streichung von Kassenleistungen

    Die Debatte um die Streichung bestimmter Kassenleistungen entzündet sich an der angespannten finanziellen Situation des deutschen Gesundheitssystems. Steigende Kosten, eine alternde Bevölkerung und medizinischer Fortschritt setzen die Krankenkassen unter Druck. Der Kassenärzte-Chef argumentiert, dass freiwillige Leistungen, die nicht unmittelbar zur medizinischen Notwendigkeit gehören, auf den Prüfstand gestellt werden müssen, um die grundlegende Versorgung zu gewährleisten. Wie Bild berichtet, zielt der Vorstoß darauf ab, finanzielle Spielräume für essenzielle medizinische Behandlungen zu schaffen.

    Welche Leistungen stehen zur Debatte?

    Im Fokus der Diskussion stehen vor allem sogenannte freiwillige Zusatzleistungen der Krankenkassen. Dazu gehören beispielsweise die Kostenübernahme für homöopathische Behandlungen, Zuschüsse zu Fitnesskursen oder eben die Bezuschussung von Fitnesstrackern. Diese Leistungen werden von den Kassen oft als Anreiz für eine gesunde Lebensweise oder als Ergänzung zur klassischen Medizin angeboten. Kritiker bemängeln jedoch, dass die Wirksamkeit einiger dieser Angebote wissenschaftlich nicht ausreichend belegt ist und sie daher nicht aus Beiträgen der Versicherten finanziert werden sollten. Andere wiederum sehen in diesen Angeboten einen wichtigen Beitrag zur Prävention und zur individuellen Gesundheitsförderung.

    📌 Hintergrund

    Die Unterscheidung zwischen Pflicht- und freiwilligen Leistungen ist im deutschen Gesundheitssystem nicht immer eindeutig. Während die medizinisch notwendige Versorgung klar definiert ist, gibt es bei präventiven oder komplementären Angeboten oft Interpretationsspielraum.

    Was sind die Argumente für eine Streichung?

    Die Hauptargumente für eine Streichung bestimmter Kassenleistungen sind finanzieller Natur. Angesichts steigender Gesundheitsausgaben und begrenzter finanzieller Ressourcen müssen Prioritäten gesetzt werden. Befürworter der Streichung argumentieren, dass das Geld besser in Leistungen investiert werden sollte, die eine nachgewiesene medizinische Wirkung haben und die breite Bevölkerung betreffen. Zudem wird angeführt, dass Leistungen wie Homöopathie, deren Wirksamkeit umstritten ist, nicht mit Steuergeldern finanziert werden sollten. Ein weiterer Punkt ist die Vergleichbarkeit: Nicht alle Krankenkassen bieten die gleichen freiwilligen Leistungen an, was zu Ungleichbehandlung führen kann. Das Bundesgesundheitsministerium befasst sich regelmäßig mit der Frage der Leistungskataloge der Krankenkassen. (Lesen Sie auch: Kaltweißes Licht Wirkung: Studie warnt vor Schlafstörungen)

    Die Deutsche Stiftung für Patientenschutz kritisiert diese Pläne scharf. Sie argumentiert, dass die Streichung von Leistungen vor allem chronisch kranke und finanziell schwache Patienten treffen würde. Solche Einschnitte würden die soziale Ungleichheit im Gesundheitssystem weiter verstärken.

    ⚠️ Wichtig

    Die Entscheidung über die Streichung von Kassenleistungen liegt letztendlich bei den Krankenkassen selbst, die sich dabei an den gesetzlichen Rahmenbedingungen orientieren müssen. Eine bundesweite einheitliche Regelung gibt es nicht.

    Wie wirkt sich das auf die Patienten aus?

    Die Auswirkungen einer Streichung von Kassenleistungen auf die Patienten wären vielfältig. Für einige Versicherte würden bestimmte Angebote, die sie bisher genutzt haben, nicht mehr oder nur noch gegen Zuzahlung verfügbar sein. Dies könnte insbesondere Menschen mit geringem Einkommen treffen, die sich alternative Behandlungen oder Präventionsmaßnahmen dann möglicherweise nicht mehr leisten können. Kritiker befürchten zudem, dass eine solche Maßnahme das Vertrauen der Bevölkerung in das Gesundheitssystem untergraben könnte. Andererseits könnten die frei werdenden Mittel dazu beitragen, die Qualität und Verfügbarkeit der medizinisch notwendigen Versorgung zu verbessern.

    Lesen Sie auch: Vorstellung des neuen Gesundheitsgesetzes

    Welche Alternativen gibt es zur Streichung von Leistungen?

    Neben der Streichung von Leistungen gibt es auch andere Ansätze, um die finanzielle Situation der Krankenkassen zu verbessern. Dazu gehören beispielsweise Effizienzsteigerungen im Gesundheitswesen, die Bekämpfung von Fehlversorgung und Betrug sowie eine gerechtere Verteilung der finanziellen Lasten zwischen den verschiedenen Akteuren im System. Auch eine stärkere Betonung der Prävention und Gesundheitsförderung könnte langfristig dazu beitragen, Kosten zu senken. Einige Experten fordern zudem eine grundlegende Reform des Finanzierungssystems, um die Abhängigkeit von den Beitragseinnahmen zu verringern. Das Deutsche Ärzteblatt berichtet regelmäßig über solche Reformvorschläge. (Lesen Sie auch: Saugroboter Heizkosten: Steigen Ihre Energiekosten Wirklich?)

    Die Diskussion über die Finanzierung des Gesundheitssystems ist komplex und vielschichtig. Es gibt keine einfachen Lösungen, und die verschiedenen Akteure haben oft unterschiedliche Interessen. Es ist jedoch wichtig, dass die Debatte offen und transparent geführt wird und dass die Interessen der Patienten dabei im Mittelpunkt stehen.

    Lesen Sie auch: Diskussion über die Privatisierung von Krankenhäusern

    Wie geht es weiter?

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    Häufig gestellte Fragen

    Was genau bedeutet es, wenn Kassenleistungen gestrichen werden?

    Wenn Kassenleistungen gestrichen werden, bedeutet das, dass die Krankenkassen die Kosten für bestimmte medizinische Behandlungen oder Angebote nicht mehr oder nur noch teilweise übernehmen. Versicherte müssen diese Leistungen dann selbst bezahlen oder eine private Zusatzversicherung abschließen.

    Welche Rolle spielt der Gemeinsame Bundesausschuss bei der Festlegung von Kassenleistungen?

    Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ist das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung von Ärzten, Krankenhäusern und Krankenkassen in Deutschland. Er legt fest, welche medizinischen Leistungen von den Krankenkassen erstattet werden und welche nicht.

    Wie können Patienten sich gegen die Streichung von Kassenleistungen wehren?

    Patienten können sich auf verschiedene Weise gegen die Streichung von Kassenleistungen wehren. Sie können sich an ihre Krankenkasse wenden, eine Petition starten, sich einer Patientenorganisation anschließen oder politisch aktiv werden, um auf das Problem aufmerksam zu machen.

    Sind alternative Behandlungsmethoden wie Homöopathie grundsätzlich von einer Streichung bedroht?

    Ob alternative Behandlungsmethoden wie Homöopathie von einer Streichung bedroht sind, hängt von der jeweiligen Entscheidung der Krankenkasse und den Empfehlungen des G-BA ab. Die wissenschaftliche Evidenz für die Wirksamkeit dieser Methoden ist jedoch oft umstritten.

    Welche Auswirkungen hätte die Streichung von Kassenleistungen auf die soziale Gerechtigkeit im Gesundheitssystem?

    Die Streichung von Kassenleistungen könnte die soziale Ungerechtigkeit im Gesundheitssystem verstärken, da vor allem Menschen mit geringem Einkommen benachteiligt wären, die sich bestimmte Behandlungen oder Präventionsmaßnahmen dann möglicherweise nicht mehr leisten können. (Lesen Sie auch: Vitamin D Magnesium Kombinieren: Sinnvoll für Ihre…)

    Die Diskussion um die Notwendigkeit, bestimmte Kassenleistungen zu streichen, verdeutlicht die Herausforderungen, vor denen das deutsche Gesundheitssystem steht. Es gilt, einen Weg zu finden, der sowohl die finanzielle Stabilität des Systems als auch die Interessen der Patienten berücksichtigt.

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    Symbolbild: Kassenleistungen Streichen (Bild: Picsum)