Die deutsche Polizei hat Ermittlungen aufgenommen, nachdem in Österreich, der Slowakei und Tschechien mit Rattengift versetzte Gläschen Babynahrung des Herstellers Hipp entdeckt wurden. Die Kripo Ingolstadt untersucht den Fall, um festzustellen, ob auch in Deutschland manipulierte Produkte im Umlauf sind.

Hintergrund der Ermittlungen
Am Wochenende wurde bekannt, dass in einem Hipp-Gläschen der Sorte «Karotten mit Kartoffeln» in Österreich Rattengift gefunden wurde. Wie der Spiegel berichtet, wurde das Glas im Burgenland südöstlich von Wien entdeckt. Die österreichische Gesundheitsagentur Ages vermutet einen Erpressungsversuch gegen den Hersteller Hipp.
Hipp reagierte umgehend und rief am Freitagabend in Österreich sein gesamtes Sortiment an Babygläschen bei der Supermarktkette Spar zurück. Für Deutschland konnte das Unternehmen zunächst Entwarnung geben. Ein Sprecher betonte, dass nach aktuellem Kenntnisstand nur klar abgegrenzte Vertriebswege betroffen seien.
Die Tatsache, dass auch in Tschechien und der Slowakei verseuchte Gläschen sichergestellt wurden, verschärft die Situation. Die tschechische Polizei warnte Verbraucher über die Plattform X vor Hipp-Babynahrung. (Lesen Sie auch: Blitzermarathon 2026: Wo die Polizei verstärkt Raser)
Aktuelle Entwicklung
Die deutschen Behörden stehen in engem Austausch mit dem Konzern und den Sicherheitsbehörden der betroffenen Länder. «Wir sind in engem Austausch mit dem Konzern und den Sicherheitsbehörden der betroffenen Länder», sagte eine Sprecherin der Pressestelle Oberbayern Nord dem SPIEGEL auf Anfrage: «Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.»
Die Polizei fahndet nach einem oder mehreren unbekannten Tätern, die die Babynahrung vergiftet haben könnten. Es wird geprüft, ob es sich um einen Einzeltäter oder eine organisierte Gruppe handelt. Die Ermittler gehen Hinweisen nach und sichern Spuren, um den oder die Täter zu identifizieren und deren Motive aufzudecken.
Ein weiteres Detail, das die Ermittlungen kompliziert, ist die Tatsache, dass möglicherweise ein zweites vergiftetes Glas im Umlauf ist. Laut einem Bericht der österreichischen Polizei soll der Inhalt dieses Glases verdorben gerochen haben.
Die Kriminalpolizei Ingolstadt hat die Ermittlungen in Deutschland übernommen. Sie arbeitet eng mit den österreichischen und tschechischen Behörden zusammen, um die Hintergründe der Vergiftung aufzuklären und weitere Gefahren abzuwenden. (Lesen Sie auch: Kinder im Kofferraum: Polizei stoppt überladene)
Reaktionen und Einordnung
Der Fall hat in der Öffentlichkeit große Besorgnis ausgelöst. Eltern sind verunsichert und fragen sich, ob sie Babynahrung von Hipp weiterhin bedenkenlos kaufen können. Hipp hat eine Hotline eingerichtet und informiert auf seiner Webseite über die aktuelle Situation.
Das Unternehmen spricht von einem «externen kriminellen Eingriff» und warnt vor dem Verzehr der betroffenen Gläschen. «Der Verzehr eines solchen Gläschens kann lebensgefährlich sein», so das Familienunternehmen.
Die österreichische Gesundheitsagentur Ages vermutet, dass es sich um einen Erpressungsversuch gegen Hipp handelt. Bisher hat sich jedoch niemand zu der Tat bekannt oder Forderungen gestellt.

Was bedeutet das?
Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Sicherheit von Lebensmitteln und die potenziellen Gefahren durch kriminelle Manipulationen. Es ist zu erwarten, dass die Behörden die Kontrollen von Babynahrung und anderen sensiblen Produkten verstärken werden. (Lesen Sie auch: Kinder im Kofferraum: Polizei stoppt überladene Autos)
Für Hipp bedeutet der Vorfall einen Imageschaden. Das Unternehmen muss nun alles tun, um das Vertrauen der Verbraucher zurückzugewinnen. Dazu gehört eine transparente Kommunikation und eine enge Zusammenarbeit mit den Behörden.Sollte es sich tatsächlich um einen Erpressungsversuch handeln, drohen den Tätern hohe Haftstrafen. Auch zivilrechtliche Forderungen von betroffenen Eltern sind nicht ausgeschlossen.
Die Tabelle zeigt eine Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse im Zusammenhang mit dem Rattengift-Fund in Hipp-Babynahrung:
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| Freitag, 18. April 2026 | Hipp ruft in Österreich Babygläschen bei Spar zurück |
| Samstag, 19. April 2026 | Rattengift in einem Hipp-Gläschen in Österreich nachgewiesen |
| Sonntag, 20. April 2026 | Verseuchte Gläschen auch in Tschechien und der Slowakei entdeckt. Deutsche Polizei nimmt Ermittlungen auf. |
Häufig gestellte Fragen zu Polizei
Häufig gestellte Fragen zu polizei
Welche Rolle spielt die Polizei in diesem Fall von Rattengift in Babynahrung?
Die deutsche Polizei, insbesondere die Kripo Ingolstadt, ermittelt, um festzustellen, ob auch in Deutschland betroffene Produkte im Umlauf sind und die Täter zu identifizieren. Sie arbeiten eng mit den Behörden in Österreich, Tschechien und der Slowakei zusammen.
Was sollen Eltern tun, die Hipp-Babynahrung gekauft haben?
Eltern sollten die Chargennummern der gekauften Produkte überprüfen und diese nicht verzehren, wenn sie von dem Rückruf betroffen sind. Bei Unsicherheit sollte man sich an die Hipp-Hotline wenden oder die Produkte vorsorglich zurückgeben. (Lesen Sie auch: Hund misshandelt: Polizei Bamberg ermittelt)
Wie geht die Polizei bei der Aufklärung von Lebensmittelvergiftungen vor?
Die Polizei sichert Spuren, befragt Zeugen und arbeitet eng mit Lebensmittelbehörden und Laboren zusammen. Ziel ist es, die Quelle der Vergiftung zu finden, die Täter zu identifizieren und weitere Gefahren für die Bevölkerung abzuwenden.
Welche Strafe droht Tätern, die Babynahrung vergiften?
Tätern, die Babynahrung vergiften, drohen hohe Haftstrafen wegen schwerer Körperverletzung oder versuchten Mordes. Zudem können zivilrechtliche Forderungen von betroffenen Eltern hinzukommen.
Wie können Verbraucher sich vor Lebensmittelmanipulationen schützen?
Verbraucher sollten aufmerksam sein und Produkte mit beschädigten Verpackungen oder ungewöhnlichem Geruch meiden. Es ist ratsam, sich über aktuelle Rückrufe zu informieren und verdächtige Vorfälle den Behörden zu melden. Die Verbraucherzentrale bietet hierzu nützliche Informationen.
Weitere Informationen zur Arbeit der Polizei finden Sie auf der offiziellen Webseite der deutschen Polizei.

