Bei einem Hochhausbrand Berlin am Vorabend in Friedrichsfelde, Lichtenberg, ist ein neun Monate alter Säugling gestorben. Das Feuer, das in einer Wohnung im dritten Stock des 20-geschossigen Gebäudes ausbrach, forderte zudem mehrere Schwerverletzte, darunter die 26-jährige Mutter des Kindes und seinen fünfjährigen Bruder. Die Berliner Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort, um die Flammen zu bekämpfen und die Bewohner in Sicherheit zu bringen.

| Datum/Uhrzeit | Vorabend, ca. 20:00 Uhr |
|---|---|
| Ort | Dolgenseestraße, Berlin-Friedrichsfelde (Lichtenberg) |
| Art des Einsatzes | Hochhausbrand |
| Beteiligte Kräfte | 170 Feuerwehrleute, zahlreiche Polizeikräfte, Notärzte |
| Verletzte/Tote | 1 Toter (Säugling), mehrere Schwerverletzte (darunter Mutter und Bruder des Säuglings) |
| Sachschaden | Umfangreich, 21 Wohnungen polizeilich gesperrt |
| Ermittlungsstand | Das Landeskriminalamt ermittelt zur Brandursache. |
| Zeugenaufruf | Nein |
Chronologie des Einsatzes
Was ist bisher bekannt?
Der Brand brach am Vorabend gegen 20:00 Uhr in einer Wohnung im dritten Stock eines Hochhauses in der Dolgenseestraße in Berlin-Friedrichsfelde aus. Ein Säugling verstarb, und mehrere Personen wurden schwer verletzt. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort, um die Flammen zu löschen und die Bewohner zu evakuieren. Die Brandursache ist derzeit noch unklar und wird vom Landeskriminalamt untersucht. Wie Stern berichtet, handelte es sich bei der Brandwohnung um eine sogenannte Messie-Wohnung, was die Löscharbeiten erschwerte.
Wie kam es zu dem Hochhausbrand in Berlin?
Der Ausbruch des Feuers wurde durch einen piependen Rauchmelder und Rauchentwicklung in der betroffenen Wohnung bemerkt. Der Portier des Gebäudes alarmierte daraufhin umgehend die Feuerwehr. Die Flammen breiteten sich schnell aus, da die Wohnung stark mit Gegenständen zugestellt war. Die Feuerwehrleute fanden im Hausflur eine bewusstlose Frau mit ihren beiden Kindern. Trotz Reanimationsversuchen der Notärzte konnte das jüngste Kind, ein Säugling, nicht gerettet werden. Die Mutter und ihr älterer Sohn wurden mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei konnte bislang nicht bestätigen, ob der 75-jährige Mieter der Wohnung, in der das Feuer ausbrach, fahrlässig gehandelt hat.
Das ist passiert
- Ein Säugling stirbt bei einem Hochhausbrand in Berlin-Friedrichsfelde.
- Mehrere Personen werden schwer verletzt, darunter die Mutter und der Bruder des Säuglings.
- Das Feuer brach in einer Messie-Wohnung im dritten Stock eines 20-geschossigen Gebäudes aus.
- 170 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um die Flammen zu bekämpfen und die Bewohner zu evakuieren.
Reaktionen auf den Brand
Die Wohnungsgesellschaft Howoge, der das Gebäude gehört, hat sich bestürzt über den Vorfall geäußert und ihre Unterstützung für die betroffenen Mieter zugesagt. Laut Howoge sind 21 Wohnungen in dem Gebäude derzeit polizeilich gesperrt. Die meisten Bewohner konnten privat untergebracht werden. Die Stromversorgung ist wiederhergestellt, jedoch ist ein Teil der Heizungen und der Aufzug vorerst außer Betrieb. Techniker arbeiten an der Behebung der Schäden. Das Bezirksamt Lichtenberg organisierte in der Nacht Notunterkünfte für die Bewohner, die keine andere Bleibe hatten. (Lesen Sie auch: Sturmtote Frankreich: LKW-Fahrer Stirbt – Orkan auf…)
Die Polizei bittet darum, von Spekulationen über die Brandursache abzusehen und die Ermittlungen des Landeskriminalamtes abzuwarten.
Der Einsatz der Feuerwehr im Detail
Der Großeinsatz der Berliner Feuerwehr dauerte mehrere Stunden. Die Einsatzkräfte mussten unter schwerem Atemschutz in das verrauchte Gebäude vordringen, um die Flammen zu bekämpfen und die Bewohner zu retten. Die beengten Verhältnisse in der Messie-Wohnung erschwerten die Löscharbeiten erheblich. Die Feuerwehr setzte Drehleitern ein, um Menschen aus den oberen Stockwerken zu retten. Insgesamt wurden 70 Menschen aus dem Gebäude in Sicherheit gebracht. Acht Personen mussten mit Verletzungen in Krankenhäuser eingeliefert werden. Die Berliner Feuerwehr war mit 170 Einsatzkräften und zahlreichen Fahrzeugen vor Ort.
Wie geht es jetzt weiter?
Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Das Landeskriminalamt hat die Wohnung beschlagnahmt und sichert Spuren. Es wird geprüft, ob fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung vorliegt. Die Wohnungsgesellschaft Howoge arbeitet daran, die beschädigten Wohnungen schnellstmöglich wieder bewohnbar zu machen. Den betroffenen Mietern wird Unterstützung bei der Suche nach einer neuen Unterkunft angeboten. Die Polizei appelliert an die Bevölkerung, Ruhe zu bewahren und die Ermittlungen nicht zu behindern. Die Staatsanwaltschaft Berlin hat die Ermittlungen aufgenommen. Die betroffenen Bewohner werden psychologisch betreut, um die traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten.
Sogenannte Messie-Wohnungen stellen für die Feuerwehr eine besondere Herausforderung dar, da die Unordnung die Brandbekämpfung erschwert und die Gefahr einer schnellen Ausbreitung des Feuers erhöht. (Lesen Sie auch: Hochhausbrand Berlin Friedrichsfelde: Kind stirbt)
Die Dolgenseestraße war während des Einsatzes für den Verkehr gesperrt. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen in der Umgebung. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) leiteten mehrere Buslinien um. Die Polizei leitete den Verkehr um. Die Sperrung wurde erst in den frühen Morgenstunden aufgehoben. Die Aufräumarbeiten dauern an. Die Polizei hat ein Spendenkonto für die Opfer des Brandes eingerichtet. Informationen dazu sind auf der Website der Berliner Polizei zu finden.
Häufig gestellte Fragen
Wo genau ereignete sich der Hochhausbrand in Berlin?
Der Brand ereignete sich in einem Hochhaus in der Dolgenseestraße im Berliner Stadtteil Friedrichsfelde, der zum Bezirk Lichtenberg gehört. Das Gebäude ist ein 20-geschossiges Wohnhaus. (Lesen Sie auch: Hochhausbrand Berlin: Kind Stirbt, viele Wohnungen Unbewohnbar)
Welche Konsequenzen hat der Brand für die Bewohner des Hochhauses?
21 Wohnungen sind derzeit polizeilich gesperrt. Die Bewohner sind obdachlos und werden von der Wohnungsgesellschaft Howoge und dem Bezirksamt Lichtenberg unterstützt, um eine neue Unterkunft zu finden.
Was ist die Ursache für den Hochhausbrand in Berlin-Friedrichsfelde?
Die Brandursache ist noch unklar und wird vom Landeskriminalamt ermittelt. Es wird geprüft, ob fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung vorliegt. Die Ermittlungen dauern an.
Wie viele Menschen wurden bei dem Brand verletzt?
Neben dem Säugling, der bei dem Brand verstarb, wurden mehrere Personen schwer verletzt, darunter die Mutter des Kindes und sein fünfjähriger Bruder. Insgesamt mussten acht Personen mit Verletzungen in Krankenhäuser eingeliefert werden.
Welche Rolle spielte die Messie-Wohnung bei dem Brand?
Die Wohnung, in der das Feuer ausbrach, war stark mit Gegenständen zugestellt, was die Löscharbeiten erschwerte und die Ausbreitung des Feuers begünstigte. Solche Wohnungen stellen für die Feuerwehr eine besondere Herausforderung dar. (Lesen Sie auch: Brandwohnung Kind Tot: Feuerdrama in Berliner Messie-Wohnung)











