Die it kollektivvertrag 2026 verhandlungen sind abgeschlossen: Nach insgesamt sieben Verhandlungsrunden und ersten Warnstreiks in der Geschichte der Branche haben sich die Gewerkschaft GPA und die Wirtschaftskammer auf einen neuen Kollektivvertrag für die rund 90.000 Beschäftigten in der österreichischen IT-Branche geeinigt. Die Einigung sieht eine Erhöhung der Mindestgehälter um bis zu 3,1 Prozent vor.

Hintergrund: Warum wurde neu verhandelt?
Kollektivverträge regeln in Österreich die Arbeitsbedingungen und Entgelte von Arbeitnehmern einer bestimmten Branche. Sie werden zwischen den Arbeitgebervertretern (in der Regel die Wirtschaftskammer) und den Arbeitnehmervertretern (den Gewerkschaften) ausgehandelt. Der Kollektivvertrag für die IT-Branche muss regelmäßig erneuert werden, um auf die wirtschaftliche Entwicklung und die Bedürfnisse der Arbeitnehmer einzugehen. Die Verhandlungen für den IT-Kollektivvertrag 2026 gestalteten sich besonders schwierig, da die wirtschaftliche Lage angespannt war und auch andere Branchen mit Krisenabschlüssen zu kämpfen hatten. Dies führte zu unterschiedlichen Vorstellungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern über die Höhe der Gehaltssteigerungen. (Lesen Sie auch: KV Verhandlungen IT: KV-Einigung für IT-Branche: Gehälter)
Aktuelle Entwicklung: Details zum Abschluss des IT-Kollektivvertrag 2026
Die Einigung im Detail sieht wie folgt aus, wie die Gewerkschaft GPA berichtet:
- Die Mindestgehälter steigen sozial gestaffelt zwischen 2,7 und 3,1 Prozent.
- Die Ist-Gehaltssumme sowie Zulagen werden um 2,75 Prozent erhöht.
Die Verhandlungen waren von Beginn an schwierig. Die Arbeitgeber forderten zunächst ein Aussetzen der IST-Gehaltssummenerhöhung, was von den Arbeitnehmervertretern entschieden abgelehnt wurde. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, organisierten die Beschäftigten der IT-Branche Demonstrationen und erstmals in der Geschichte der Branche Warnstreiks, unter anderem in Wien und Salzburg. Diese Maßnahmen zeigten Wirkung und trugen letztendlich dazu bei, dass die Arbeitgeber von ihrer ursprünglichen Forderung abrückten. Wie MeinBezirk.at berichtet, bezeichnete Martin Zandonella, Arbeitgeber-Verhandlungsleiter im WKÖ-Fachverband UBIT, den Abschluss als «Schmerzgrenze». (Lesen Sie auch: Spritpreise In Polen: Lohnt sich die Tankfahrt)
Reaktionen und Einordnung
Die Verhandlungsleiterin der Gewerkschaft GPA, Sandra Steiner, betonte, dass der Abschluss ein harter Kompromiss für beide Seiten sei. Sie dankte allen Kolleginnen und Kollegen, die durch ihr Engagement und ihre Bereitschaft zu kämpfen dazu beigetragen haben, dass die ursprüngliche Forderung der Arbeitgeber abgewendet werden konnte. Auch die Wirtschaftskammer Österreich äußerte sich zum Ergebnis. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage sei es gelungen, einen fairen Kompromiss zu finden, der die Interessen beider Seiten berücksichtigt.
Was bedeutet der IT-Kollektivvertrag 2026 für die Beschäftigten? / Ausblick
Der neue it kollektivvertrag 2026 verhandlungen bringt für die Beschäftigten der IT-Branche eine spürbare Gehaltssteigerung. Die Erhöhung der Mindestgehälter um bis zu 3,1 Prozent sowie die Anhebung der Ist-Gehaltssumme um 2,75 Prozent tragen dazu bei, die Kaufkraft der Arbeitnehmer in Zeiten steigender Inflation zu erhalten. Zudem ist die Einigung ein wichtiges Signal für die Wertschätzung der Arbeit der IT-Beschäftigten, die in den letzten Jahren einen wesentlichen Beitrag zur Digitalisierung der Wirtschaft geleistet haben. Es bleibt zu hoffen, dass sich die wirtschaftliche Lage in den kommenden Jahren verbessert, sodass bei den nächsten Kollektivvertragsverhandlungen höhere Gehaltssteigerungen erzielt werden können. Die Digitalisierung wird weiterhin ein wichtiger Wachstumstreiber sein, was die Bedeutung der IT-Branche weiter erhöhen dürfte. (Lesen Sie auch: Spritpreise In Polen: Tanken wird für deutsche)
Tabelle: Eckdaten des IT-Kollektivvertrags 2026
| Punkt | Details |
|---|---|
| Mindestgehaltserhöhung | 2,7 bis 3,1 Prozent (sozial gestaffelt) |
| Erhöhung der Ist-Gehaltssumme | 2,75 Prozent |
| Betroffene | Rund 90.000 Beschäftigte in der IT-Branche |
| Geltungsbeginn | 1. Jänner 2026 |
Häufig gestellte Fragen zu it kollektivvertrag 2026 verhandlungen
Wie hoch fallen die Gehaltssteigerungen im neuen IT-Kollektivvertrag 2026 aus?
Die Mindestgehälter steigen sozial gestaffelt zwischen 2,7 und 3,1 Prozent. Die Ist-Gehaltssumme, also die Summe der tatsächlich gezahlten Gehälter, sowie Zulagen werden um 2,75 Prozent erhöht. Diese Erhöhungen sollen die Kaufkraft der Arbeitnehmer in Zeiten von Inflation erhalten.

Warum waren die Verhandlungen für den IT-Kollektivvertrag 2026 so schwierig?
Die Verhandlungen gestalteten sich schwierig aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Lage und der Krisenabschlüsse in anderen Branchen. Die Arbeitgeber forderten zunächst ein Aussetzen der IST-Gehaltssummenerhöhung, was zu Widerstand bei den Arbeitnehmern führte. Warnstreiks wurden als Druckmittel eingesetzt. (Lesen Sie auch: Martin Rütter Welpen: Mitarbeiter adoptiert Tierschutz)
Wer sind die Verhandlungspartner bei den Kollektivvertragsverhandlungen für die IT-Branche?
Die Verhandlungspartner sind auf Arbeitgeberseite die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) bzw. der Fachverband UBIT (Unternehmensberatung, Informationstechnologie und sonstige Dienstleistungen). Auf Arbeitnehmerseite ist es die Gewerkschaft GPA (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier).
Was bedeutet der Abschluss des IT-Kollektivvertrags 2026 für die Attraktivität der IT-Branche?
Der Abschluss trägt dazu bei, die Attraktivität der IT-Branche als Arbeitgeber zu erhalten. Angesichts des Fachkräftemangels ist es wichtig, wettbewerbsfähige Gehälter und gute Arbeitsbedingungen zu bieten, um qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten. Der Kollektivvertrag ist ein wichtiger Baustein dafür.
Welche Rolle spielten die Warnstreiks bei den Verhandlungen zum IT-Kollektivvertrag 2026?
Die Warnstreiks, die erstmals in der Geschichte der IT-Branche stattfanden, spielten eine wichtige Rolle bei den Verhandlungen. Sie zeigten den Arbeitgebern, dass die Beschäftigten bereit sind, für ihre Forderungen zu kämpfen und trugen dazu bei, dass die Arbeitgeber von ihrer ursprünglichen Position abrückten.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.











































