Hannover steht still: Wegen eines von Verdi angekündigten Warnstreiks wird die üstra am Montag und Dienstag, den 20. und 21. April 2026, den Betrieb weitgehend einstellen. Betroffen sind neben Hannover auch Braunschweig, Göttingen, Wolfsburg und Osnabrück. Der Streik fällt in Hannover mit dem Beginn der Hannover Messe zusammen, was die Auswirkungen noch verstärkt.

Hintergrund des üstra-Streiks: Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst
Der Streik ist eine Folge des festgefahrenen Tarifkonflikts mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV). Verdi fordert für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst bessere Arbeitsbedingungen, insbesondere eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit und Entlastungen im Schichtdienst. Die Arbeitgeber sehen dafür jedoch keinen finanziellen Spielraum. Wie NDR.de berichtet, ist auch die dritte Verhandlungsrunde ergebnislos verlaufen.
Aktuelle Entwicklung: Neun Städte in Niedersachsen betroffen
Der Warnstreik betrifft insgesamt neun Städte in Niedersachsen. Neben der üstra in Hannover sind auch folgende Betriebe betroffen: (Lesen Sie auch: Christian Hecker: Trade Republic verbessert Kundenservice)
- Regiobus Hannover (nur am Dienstag)
- BSVG Braunschweig
- GÖVB Göttingen
- SWO Mobil Osnabrück
- WVG Wolfsburg
- Delbus Delmenhorst
- Stadtbus Goslar
- Stadtverkehr Hildesheim
- Lüchow-Schmarsauer Eisenbahn
Verdi zufolge dauert der Warnstreik jeweils den ganzen Tag. In Hannover ist am Dienstag eine Demonstration vom Betriebshof Glocksee zum Platz der Menschenrechte geplant. Die S-Bahn Hannover ist nicht vom Ausstand betroffen.
Reaktionen und Stimmen zum Streik
Verdi-Verhandlungsführer Marian Drews erklärte laut NDR.de: «Wir haben lange und intensiv versucht, am Verhandlungstisch und ohne Streiks ein Ergebnis für die Kolleginnen und Kollegen zu erzielen. Durch die anhaltende Blockadehaltung der Arbeitgeber beim Thema Reduzierung der Wochenarbeitszeit sehen wir uns allerdings jetzt gezwungen, einen anderen Weg einzuschlagen.»
Die kommunalen Arbeitgeber haben sich bislang nicht öffentlich zu dem Streik geäußert. (Lesen Sie auch: Christian Hecker: Trade Republic verbessert Kundenservice)
üstra-Streik: Was bedeutet das für Fahrgäste in Hannover?
Fahrgäste der üstra in Hannover müssen sich am Montag und Dienstag auf massive Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Es ist davon auszugehen, dass zahlreiche Busse und Bahnen ausfallen oder sich verspäten werden. Fahrgäste sollten sich daher rechtzeitig über alternative Reisemöglichkeiten informieren, beispielsweise auf die Webseite der üstra oder über andere Verkehrsmittel wie Fahrräder oder Taxis nachdenken.
Die Auswirkungen des Streiks werden besonders für Pendler und Besucher der Hannover Messe spürbar sein. Es ist zu erwarten, dass es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kommen wird.
Ausblick: Wie geht es weiter im Tarifkonflikt?
Es ist derzeit unklar, wie lange der Tarifkonflikt noch andauern wird. Sollten die Arbeitgeber weiterhin keine Bereitschaft zeigen, auf die Forderungen von Verdi einzugehen, sind weitere Streiks nicht ausgeschlossen. Die nächste Verhandlungsrunde ist noch nicht terminiert. (Lesen Sie auch: Lindt Schokolade: Deutsche Händler verärgert über hohe)

Die Situation in Niedersachsen unterscheidet sich von anderen Bundesländern, da hier die Friedenspflicht für die Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr länger galt. In anderen Bundesländern kam es bereits seit Anfang Februar zu Warnstreiks.
FAQ zum üstra-Streik in Hannover
Häufig gestellte Fragen zu üstra
Warum streikt die üstra in Hannover?
Die üstra wird bestreikt, weil die Gewerkschaft Verdi im Tarifkonflikt mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) zu einem Warnstreik aufgerufen hat. Verdi fordert bessere Arbeitsbedingungen, insbesondere eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit und Entlastungen im Schichtdienst.
Wann genau findet der Streik bei der üstra statt?
Der Streik bei der üstra in Hannover ist für Montag, den 20. April 2026, und Dienstag, den 21. April 2026, geplant. Er soll jeweils den ganzen Tag andauern, was zu erheblichen Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr führen wird. (Lesen Sie auch: Lindt Schokolade: Deutsche Händler verärgert über hohe)
Welche Auswirkungen hat der Streik auf den Nahverkehr in Hannover?
Der Streik führt voraussichtlich zu massiven Ausfällen und Verspätungen im Bus- und Bahnverkehr der üstra. Fahrgäste müssen sich auf erhebliche Einschränkungen einstellen und alternative Reisemöglichkeiten in Betracht ziehen.
Sind auch andere Städte in Niedersachsen von dem Streik betroffen?
Ja, neben Hannover sind auch Braunschweig, Göttingen, Wolfsburg, Osnabrück, Delmenhorst, Goslar, Hildesheim und Lüchow-Schmarsauer von dem Warnstreik betroffen. In diesen Städten kann es ebenfalls zu Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr kommen.
Gibt es alternative Reisemöglichkeiten während des Streiks?
Während des Streiks können Fahrgäste auf alternative Reisemöglichkeiten wie Fahrräder, Taxis oder Mitfahrgelegenheiten ausweichen. Die S-Bahn Hannover ist nicht vom Streik betroffen und stellt eine mögliche Alternative dar. Es empfiehlt sich, die Reise im Voraus zu planen.
| Verkehrsbetrieb | Stadt | Streikdauer |
|---|---|---|
| Üstra | Hannover | Ganztägig (20. und 21. April 2026) |
| Regiobus Hannover | Hannover | Ganztägig (21. April 2026) |
| BSVG Braunschweig | Braunschweig | Ganztägig (20. und 21. April 2026) |
| GÖVB Göttingen | Göttingen | Ganztägig (20. und 21. April 2026) |
| SWO Mobil Osnabrück | Osnabrück | Ganztägig (20. und 21. April 2026) |
| WVG Wolfsburg | Wolfsburg | Ganztägig (20. und 21. April 2026) |
| Delbus Delmenhorst | Delmenhorst | Ganztägig (20. und 21. April 2026) |
| Stadtbus Goslar | Goslar | Ganztägig (20. und 21. April 2026) |
| Stadtverkehr Hildesheim | Hildesheim | Ganztägig (20. und 21. April 2026) |
| Lüchow-Schmarsauer Eisenbahn | Lüchow-Dannenberg | Ganztägig (20. und 21. April 2026) |
Weitere Informationen zum Streik und den Auswirkungen auf den Nahverkehr erhalten Sie auf den Webseiten der betroffenen Verkehrsbetriebe und bei Verdi.





















