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  • Intervallfasten Studie: Bringt es Wirklich Weniger als andere Diäten?

    Intervallfasten Studie: Bringt es Wirklich Weniger als andere Diäten?

    Ist das Intervallfasten wirklich so effektiv, wie viele annehmen? Eine neue Cochrane-Übersichtsarbeit deutet darauf hin, dass der Gewichtsverlust durch Intervallfasten möglicherweise nicht größer ist als bei herkömmlichen Diäten. Die sogenannte Intervallfasten Studie, die verschiedene Forschungsarbeiten zusammenfasst, relativiert damit den Hype um diese Abnehmmethode.

    Symbolbild zum Thema Intervallfasten Studie
    Symbolbild: Intervallfasten Studie (Bild: Pexels)

    Die wichtigsten Fakten

    • Eine aktuelle Übersichtsarbeit von Cochrane deutet darauf hin, dass Intervallfasten nicht effektiver ist als andere Diätformen.
    • Die Analyse basiert auf 22 Studien mit knapp 2.000 Teilnehmern.
    • Es konnte keine signifikante Verbesserung der Lebensqualität durch Intervallfasten festgestellt werden.
    • Experten betonen, dass weitere Forschung notwendig ist, um die langfristigen Auswirkungen des Intervallfastens zu verstehen.

    Intervallfasten im Visier: Was steckt hinter dem Abnehm-Trend?

    Intervallfasten, auch intermittierendes Fasten genannt, hat sich in den letzten Jahren zu einer populären Methode zur Gewichtsreduktion entwickelt. Es gibt verschiedene Varianten, wie zum Beispiel die 5:2-Methode, bei der an fünf Tagen normal gegessen und an zwei Tagen die Kalorienzufuhr stark reduziert wird, oder die 16:8-Methode, bei der innerhalb eines Zeitfensters von acht Stunden gegessen und 16 Stunden gefastet wird. Viele Menschen schätzen die Flexibilität und die vermeintlichen gesundheitlichen Vorteile dieser Ernährungsform.

    Doch wie eine aktuelle Übersichtsarbeit der renommierten Cochrane Library zeigt, ist die Evidenz für die Überlegenheit des Intervallfastens gegenüber herkömmlichen Diäten zur Gewichtsreduktion bislang begrenzt. Die Analyse von 22 Studien mit insgesamt knapp 2.000 Teilnehmern kommt zu dem Schluss, dass Intervallfasten keinen besseren oder nur einen sehr geringfügig besseren Effekt bei der Gewichtsabnahme hat als andere Methoden.

    Wie Stern berichtet, wurden für die Analyse Studien aus Nordamerika, Europa, China, Australien und Südamerika berücksichtigt.

    📊 Daten im Detail

    Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) waren im Jahr 2022 rund 2,5 Milliarden Menschen weltweit übergewichtig, was 43 Prozent der Erwachsenen entspricht. Davon waren 890 Millionen Menschen adipös.

    Welche Faktoren beeinflussen den Erfolg von Diäten?

    Die Wirksamkeit einer Diät hängt von verschiedenen Faktoren ab, die über die reine Methode hinausgehen. Dazu gehören unter anderem die individuelle Stoffwechsellage, das Ausmaß der körperlichen Aktivität, die psychische Verfassung und die langfristige Durchhaltefähigkeit. Eine Diät, die für eine Person gut funktioniert, muss nicht zwangsläufig für eine andere Person die gleiche Wirkung zeigen. Auch soziale Faktoren und Gewohnheiten spielen eine wichtige Rolle. (Lesen Sie auch: Wetter Rosenmontag: Eis-Alarm oder Feuchtfröhliche Sause?)

    Eine wichtige Rolle spielt auch die Art der Ernährung während der Essensphasen. Wer während des Intervallfastens ungesunde, hochverarbeitete Lebensmittel konsumiert, wird wahrscheinlich weniger Erfolg haben als jemand, der sich ausgewogen und gesund ernährt.

    Eine nachhaltige Gewichtsreduktion erfordert in der Regel eine langfristige Umstellung der Ernährungsgewohnheiten und eine Steigerung der körperlichen Aktivität. Kurzfristige Diäten, egal welcher Art, führen oft zu einem Jo-Jo-Effekt.

    Was sagt die Wissenschaft: Intervallfasten Studie im Detail

    Die Cochrane-Analyse untersuchte nicht nur die Auswirkungen des Intervallfastens auf das Körpergewicht, sondern auch auf andere Gesundheitsmarker wie Blutzucker, Cholesterinspiegel und Blutdruck. Auch hier zeigten sich keine signifikanten Unterschiede zwischen Intervallfasten und anderen Diätformen. Die Studienautoren betonen jedoch, dass die Datenlage insgesamt noch begrenzt ist und weitere Forschung erforderlich ist, um die langfristigen Auswirkungen des Intervallfastens auf die Gesundheit vollständig zu verstehen.

    Die Qualität der einbezogenen Studien variierte ebenfalls, was die Aussagekraft der Ergebnisse einschränkt. Einige Studien hatten beispielsweise nur eine geringe Teilnehmerzahl oder einen kurzen Beobachtungszeitraum. Zudem wurden unterschiedliche Varianten des Intervallfastens untersucht, was die Vergleichbarkeit der Ergebnisse erschwert.

    📌 Hintergrund

    Die Cochrane Library ist eine Sammlung von systematischen Übersichtsarbeiten, die auf einer umfassenden und transparenten Methodik basieren. Sie gilt als eine der wichtigsten Quellen für evidenzbasierte Informationen im Gesundheitswesen.

    Expertenmeinungen: Pro und Contra Intervallfasten

    Die Meinungen von Experten zum Thema Intervallfasten gehen auseinander. Einige sehen in dieser Ernährungsform eine sinnvolle Option zur Gewichtsreduktion und zur Verbesserung der Gesundheit, während andere die potenziellen Risiken betonen und vor einer unkritischen Anwendung warnen.
    (Lesen Sie auch: Kormoran Angelhaken: Verletzter Vogel Sucht Hilfe in…)

    Professor Dr. Andreas Pfeiffer, Ernährungsmediziner am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke, betont, dass Intervallfasten für manche Menschen eine gute Möglichkeit sein kann, Gewicht zu verlieren und ihre Gesundheit zu verbessern. Er weist jedoch darauf hin, dass es wichtig ist, sich während der Essensphasen ausgewogen zu ernähren und ausreichend zu trinken. Zudem sei Intervallfasten nicht für jeden geeignet, insbesondere nicht für Schwangere, Stillende, Kinder und Jugendliche sowie Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen.

    Dr. Petra Müller, Ernährungswissenschaftlerin und Buchautorin, sieht Intervallfasten kritischer. Sie bemängelt, dass die wissenschaftliche Evidenz für die langfristigen Vorteile des Intervallfastens noch nicht ausreichend sei. Zudem warnt sie vor den potenziellen Risiken einer zu starken Kalorienrestriktion, wie zum Beispiel Muskelabbau, Nährstoffmangel und Essstörungen. Sie empfiehlt, vor Beginn einer Intervallfasten-Diät unbedingt einen Arzt oder Ernährungsberater zu konsultieren. Laut dem Bundeszentrum für Ernährung, sollte man sich grundsätzlich vor einer Ernährungsumstellung professionell beraten lassen.

    Wie funktioniert Intervallfasten und welche Varianten gibt es?

    Intervallfasten ist keine Diät im herkömmlichen Sinne, sondern eher eine Methode, die sich auf den Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme konzentriert. Es gibt verschiedene Varianten, die sich in der Länge der Fasten- und Essensphasen unterscheiden. Die gängigsten Varianten sind:

    • 16:8-Methode: Hierbei wird innerhalb eines Zeitfensters von acht Stunden gegessen und 16 Stunden gefastet. Viele Menschen legen die Essensphase beispielsweise auf die Zeit zwischen 12 und 20 Uhr.
    • 5:2-Methode: An fünf Tagen der Woche wird normal gegessen, an zwei Tagen wird die Kalorienzufuhr stark reduziert (auf etwa 500-600 Kalorien).
    • Eat-Stop-Eat: Ein- bis zweimal pro Woche wird für 24 Stunden gefastet.
    • Alternate-Day-Fasting: An einem Tag wird normal gegessen, am nächsten Tag wird gefastet oder die Kalorienzufuhr stark reduziert.

    Die Wahl der passenden Variante hängt von den individuellen Vorlieben und Bedürfnissen ab. Es ist wichtig, eine Methode zu wählen, die sich gut in den Alltag integrieren lässt und langfristig durchgehalten werden kann.

    Detailansicht: Intervallfasten Studie
    Symbolbild: Intervallfasten Studie (Bild: Pexels)

    Es ist wichtig zu beachten, dass während der Essensphasen eine ausgewogene und gesunde Ernährung im Vordergrund stehen sollte. Intervallfasten ist kein Freifahrtschein für ungesundes Essen.

    Ausblick: Was bringt die Zukunft für die Forschung zum Intervallfasten?

    Obwohl die aktuelle Cochrane Library-Übersichtsarbeit die Euphorie um das Intervallfasten etwas dämpft, bedeutet dies nicht, dass diese Ernährungsform keine Vorteile haben kann. Es bedarf jedoch weiterer, qualitativ hochwertiger Studien, um die langfristigen Auswirkungen des Intervallfastens auf die Gesundheit und das Körpergewicht besser zu verstehen. Zukünftige Studien sollten sich insbesondere auf folgende Aspekte konzentrieren: (Lesen Sie auch: Bandenkriminalität Ecuador: Acht Köpfe Gefunden – Krieg…)

    • Vergleich verschiedener Varianten des Intervallfastens
    • Auswirkungen auf verschiedene Bevölkerungsgruppen (z.B. Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen)
    • Langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit (z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes)
    • Effekte auf die Lebensqualität und das psychische Wohlbefinden

    Bis dahin bleibt Intervallfasten eine von vielen möglichen Optionen zur Gewichtsreduktion und zur Verbesserung der Gesundheit. Ob es die richtige Wahl ist, hängt von den individuellen Bedürfnissen und Vorlieben ab. Eine professionelle Beratung durch einen Arzt oder Ernährungsberater ist in jedem Fall empfehlenswert.

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    Häufig gestellte Fragen

    Was ist Intervallfasten und wie funktioniert es?

    Intervallfasten, auch intermittierendes Fasten genannt, ist eine Ernährungsform, bei der sich Phasen der Nahrungsaufnahme mit Phasen des Fastens abwechseln. Es gibt verschiedene Methoden, wie die 16:8-Methode oder die 5:2-Methode, die sich in der Länge der Fasten- und Essensphasen unterscheiden.

    Ist Intervallfasten für jeden geeignet?

    Intervallfasten ist nicht für jeden geeignet. Schwangere, Stillende, Kinder und Jugendliche sowie Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen sollten vor Beginn einer Intervallfasten-Diät unbedingt einen Arzt konsultieren. Auch Menschen mit Essstörungen sollten auf diese Ernährungsform verzichten.

    Welche Vorteile kann Intervallfasten haben?

    Intervallfasten kann potenziell zur Gewichtsreduktion beitragen und positive Auswirkungen auf den Blutzucker- und Cholesterinspiegel haben. Allerdings sind die wissenschaftlichen Beweise für diese Vorteile noch begrenzt und weitere Forschung ist erforderlich. (Lesen Sie auch: Valentinstag Hochzeit: Norwegen feiert Rekord an Trauungen)

    Gibt es Risiken beim Intervallfasten?

    Bei falscher Anwendung kann Intervallfasten zu Muskelabbau, Nährstoffmangel und Essstörungen führen. Es ist wichtig, sich während der Essensphasen ausgewogen zu ernähren und ausreichend zu trinken. Eine professionelle Beratung ist empfehlenswert.

    Wie effektiv ist Intervallfasten im Vergleich zu anderen Diäten?

    Eine aktuelle Intervallfasten Studie deutet darauf hin, dass Intervallfasten nicht effektiver ist als andere Diätformen zur Gewichtsreduktion. Die Ergebnisse sind jedoch mit Unsicherheiten behaftet und weitere Forschung ist notwendig.

    Die Ergebnisse der Intervallfasten Studie zeigen, dass die Erwartungen an diese Abnehmmethode möglicherweise zu hoch gesteckt sind. Es ist wichtig, sich bewusst zu sein, dass es keine «Wunderdiät» gibt und eine langfristige Gewichtsreduktion in der Regel eine Kombination aus gesunder Ernährung, ausreichend Bewegung und einer Veränderung der Lebensgewohnheiten erfordert.

    Illustration zu Intervallfasten Studie
    Symbolbild: Intervallfasten Studie (Bild: Pexels)
  • Zucker Konsum Europa: Deutsche Trinken am Meisten Süßes

    Zucker Konsum Europa: Deutsche Trinken am Meisten Süßes

    Der tägliche Zuckerkonsum in Deutschland liegt bei durchschnittlich 26 Gramm pro Person, was die Bundesrepublik zum Spitzenreiter in Europa macht. Dieser hohe Wert ist vor allem auf den Konsum zuckerhaltiger Getränke wie Limonaden, Energydrinks und Fruchtsäfte zurückzuführen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, die Aufnahme von freiem Zucker möglichst gering zu halten, da ein hoher Konsum mit verschiedenen Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht wird. Zucker Konsum Europa steht dabei im Mittelpunkt.

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    Symbolbild: Zucker Konsum Europa (Bild: Pexels)

    Warum ist der Zuckerkonsum in Deutschland so hoch?

    Der hohe Zuckerkonsum in Deutschland lässt sich auf verschiedene Faktoren zurückführen. Dazu gehören die Verfügbarkeit und das Angebot zuckerhaltiger Produkte, aggressive Marketingstrategien der Lebensmittelindustrie und das fehlende Bewusstsein der Bevölkerung über die gesundheitlichen Risiken eines übermäßigen Zuckerkonsums. Auch Gewohnheiten und Vorlieben spielen eine Rolle bei der Ernährung.

    Das ist passiert

    • Deutschland hat den höchsten Zuckerkonsum in Europa.
    • Zuckerhaltige Getränke sind Hauptursache für hohen Konsum.
    • Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine Reduktion des Zuckerkonsums.
    • Übermäßiger Zuckerkonsum kann zu Übergewicht und anderen Gesundheitsproblemen führen.

    Deutschland führt im europäischen Zuckerkonsum

    Laut einer Meldung von Bild konsumieren die Deutschen im europäischen Vergleich am meisten Zucker. Der tägliche Konsum von durchschnittlich 26 Gramm pro Person übertrifft die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) deutlich. Diese empfiehlt, die Aufnahme von freiem Zucker auf maximal 10 Prozent der täglichen Energiezufuhr zu beschränken, was bei einer durchschnittlichen Ernährung etwa 50 Gramm entspricht. Viele Experten plädieren sogar für eine weitere Reduktion auf 25 Gramm.

    Gesundheitliche Folgen von übermäßigem Zuckerkonsum

    Ein hoher Zuckerkonsum kann zu einer Reihe von gesundheitlichen Problemen führen. Dazu gehören Übergewicht, Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Karies. Zuckerhaltige Getränke tragen besonders stark zur Gewichtszunahme bei, da sie oft in großen Mengen konsumiert werden und wenig sättigen. Der Körper wandelt überschüssigen Zucker in Fett um, was langfristig zu Übergewicht führen kann. (Lesen Sie auch: Bluthochdruck Augen: So Schützen Sie Ihre Sehkraft!)

    Typ-2-Diabetes ist eine weitere häufige Folge eines übermäßigen Zuckerkonsums. Die ständige Überlastung der Bauchspeicheldrüse mit der Produktion von Insulin kann dazu führen, dass die Zellen resistent gegen Insulin werden. Dies führt zu erhöhten Blutzuckerwerten und schließlich zu Diabetes. Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden durch einen hohen Zuckerkonsum begünstigt, da er Entzündungsprozesse im Körper fördern und den Cholesterinspiegel erhöhen kann.

    ⚠️ Wichtig

    Die WHO empfiehlt, die Aufnahme von freiem Zucker auf maximal 10 Prozent der täglichen Energiezufuhr zu beschränken. Viele Experten plädieren sogar für eine Reduktion auf 25 Gramm.

    Die Rolle der Lebensmittelindustrie

    Die Lebensmittelindustrie spielt eine entscheidende Rolle bei der Förderung des Zuckerkonsums. Zucker wird oft als Geschmacksverstärker und Konservierungsmittel eingesetzt. Viele verarbeitete Lebensmittel enthalten daher große Mengen an Zucker, auch solche, bei denen man es nicht unbedingt erwartet. Darüber hinaus betreibt die Industrie aggressive Marketingstrategien, um den Konsum zuckerhaltiger Produkte anzukurbeln. Diese Strategien richten sich oft gezielt an Kinder und Jugendliche, die besonders anfällig für Werbung sind.

    Ein weiterer Faktor ist die Preisgestaltung. Zuckerhaltige Getränke und Süßigkeiten sind oft vergleichsweise günstig, was sie für viele Menschen attraktiv macht. Gesündere Alternativen, wie z.B. frisches Obst und Gemüse, sind dagegen oft teurer. Um den Zuckerkonsum zu reduzieren, fordern Experten daher eine stärkere Regulierung der Lebensmittelindustrie. Dazu gehören z.B. eine Zuckersteuer, eine verpflichtende Nährwertkennzeichnung und ein Verbot von Werbung für zuckerhaltige Produkte, die sich an Kinder richtet. (Lesen Sie auch: Rod Stewart Fitness: So bleibt Er mit…)

    Maßnahmen zur Reduzierung des Zuckerkonsums

    Um den hohen Zuckerkonsum in Deutschland zu senken, sind verschiedene Maßnahmen erforderlich. Dazu gehört zunächst eine bessere Aufklärung der Bevölkerung über die gesundheitlichen Risiken eines übermäßigen Zuckerkonsums. Viele Menschen sind sich nicht bewusst, wie viel Zucker sie täglich zu sich nehmen und welche negativen Auswirkungen dies auf ihre Gesundheit haben kann.

    Eine verpflichtende Nährwertkennzeichnung auf Lebensmitteln kann dazu beitragen, den Zuckergehalt von Produkten besser sichtbar zu machen. Eine solche Kennzeichnung sollte nicht nur den Zuckergehalt pro Portion angeben, sondern auch den Anteil an der empfohlenen Tagesdosis. Auch eine Zuckersteuer auf zuckerhaltige Getränke könnte dazu beitragen, den Konsum zu reduzieren. In anderen Ländern, wie z.B. Großbritannien und Mexiko, hat sich eine solche Steuer bereits als wirksam erwiesen. Die Einnahmen aus der Steuer könnten dann für die Förderung gesunder Ernährungsprogramme verwendet werden. Informationen zu den aktuellen Empfehlungen für eine ausgewogene Ernährung bietet die Deutsche Gesellschaft für Ernährung.

    Darüber hinaus ist es wichtig, dass die Lebensmittelindustrie ihre Verantwortung wahrnimmt und den Zuckergehalt in ihren Produkten reduziert. Dies kann z.B. durch den Einsatz von Süßstoffen oder durch die Entwicklung von Rezepturen mit weniger Zucker geschehen. Auch ein Verbot von Werbung für zuckerhaltige Produkte, die sich an Kinder richtet, könnte dazu beitragen, den Zuckerkonsum zu senken.

    💡 Tipp

    Achten Sie beim Einkauf auf die Nährwertangaben und wählen Sie Produkte mit wenig Zucker. Trinken Sie Wasser oder ungesüßten Tee statt zuckerhaltiger Getränke. (Lesen Sie auch: šipan Insel Kroatien: Das Versteckte Paradies Entdecken)

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    Symbolbild: Zucker Konsum Europa (Bild: Pexels)

    Individuelle Verantwortung und Verhaltensänderung

    Neben den Maßnahmen auf politischer und industrieller Ebene ist auch die individuelle Verantwortung jedes Einzelnen gefragt. Jeder kann seinen Zuckerkonsum bewusst reduzieren, indem er z.B. auf zuckerhaltige Getränke verzichtet, weniger Süßigkeiten isst und beim Kochen und Backen weniger Zucker verwendet. Auch eine bewusstere Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse kann dazu beitragen, den Zuckerkonsum zu senken.

    Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass Zucker nicht nur in Süßigkeiten und Limonaden enthalten ist, sondern auch in vielen anderen Lebensmitteln, wie z.B. Brot, Wurst und Fertiggerichten. Daher ist es ratsam, die Zutatenliste von Lebensmitteln genau zu lesen und Produkte mit wenig Zucker zu wählen. Auch der Konsum von zuckerhaltigen Getränken sollte reduziert werden. Wasser, ungesüßter Tee oder selbstgemachte Limonaden sind gesündere Alternativen.

    Eine Verhaltensänderung erfordert Zeit und Mühe, aber es lohnt sich, um die eigene Gesundheit zu schützen. Kleine Schritte, wie z.B. der Verzicht auf ein zuckerhaltiges Getränk pro Tag, können bereits einen großen Unterschied machen. Langfristig kann eine bewusstere Ernährung dazu beitragen, das Risiko von Übergewicht, Diabetes und anderen Gesundheitsproblemen zu senken. Informationen zu gesunden Rezepten und Ernährungstipps bietet beispielsweise die Verbraucherzentrale.

    Der hohe Zuckerkonsum in Deutschland ist ein Problem, das nur durch ein Zusammenspiel von politischen Maßnahmen, industrieller Verantwortung und individueller Verhaltensänderung gelöst werden kann. Eine bessere Aufklärung der Bevölkerung, eine stärkere Regulierung der Lebensmittelindustrie und eine bewusstere Ernährung jedes Einzelnen sind entscheidende Schritte, um den Zuckerkonsum zu senken und die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Es bleibt abzuwarten, ob und wie die Politik auf diese alarmierenden Zahlen reagiert und welche Maßnahmen ergriffen werden, um den Zuckerkonsum in Europa zu reduzieren. (Lesen Sie auch: Dertour Fischer Air Streit: Droht neue Airline-Klage?)

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  • Gesundheit: Adipositas erhöht Risiko für schwere Infektionen drastisch

    Gesundheit: Adipositas erhöht Risiko für schwere Infektionen drastisch

    Warum ist das Risiko für schwere Infektionen bei Adipositas so hoch? Eine neue Studie gibt Hinweise dazu – und zeigt Unterschiede zwischen Ländern auf.

    Menschen mit starkem Übergewicht haben ein drastisch erhöhtes Risiko, bei Infektionen einen schweren Krankheitsverlauf bis hin zum Tod zu erleiden. Das geht aus einer Analyse der Gesundheitsdaten von mehr als 540.000 Patienten in Großbritannien und Finnland hervor. Während leichtes Übergewicht das Risiko nur wenig steigen lässt, liegt es bei Menschen mit Adipositas der Kategorie 3 rund dreimal so hoch wie bei Normalgewichtigen. Die Studie einer Gruppe um Mika Kivimäki vom University College London (Großbritannien) und Solja Nyberg von der University of Helsinki (Finnland) ist im Fachjournal «The Lancet» erschienen.

    Übergewichtige hatten schon bei Covid erhöhtes Risiko 

    Ausgangspunkt für die Studie waren Beobachtungen vor einigen Jahren: «Studien während der Covid-19-Pandemie zeigten, dass übergewichtige Personen ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf einer Sars-Cov-2-Infektion hatten, was sich in vermehrten Krankenhausaufenthalten und einer höheren Sterblichkeit widerspiegelte», schreibt das Team. Allerdings sei nicht klar gewesen, ob dies auch für andere Infektionskrankheiten gelte. Das Team um Kivimäki und Nyberg nutzte daher Gesundheitsdaten aus zwei finnischen Datenbanken sowie der britischen «UK Biobank», um den Zusammenhang von Übergewicht sowie Adipositas mit einem schweren Verlauf von Infektionen wie Krankenhausaufenthalt oder gar Tod zu untersuchen.

    Die Analyse ergab, dass leichtes Übergewicht das Risiko von schweren bis hin zu tödlichen Infektionsverläufen um 10 (Finnland) beziehungsweise 13 Prozent (Großbritannien) steigen ließ. Bei Adipositas der Kategorie 1 (Body-Mass-Index 30 bis 34,9) lag das Risiko bereits um 47 (Finnland) und 53 Prozent (Großbritannien) höher als bei Normalgewichtigen. Adipositas der Kategorie 3 (Body-Mass-Index ab 40) führte zu einem 2,69-fach (Finnland) und 3,07-fach (Großbritannien) erhöhten Risiko. Andere Faktoren wie Geschlecht, Alter oder sozioökonomischer Status, beeinflussten dieses Ergebnis kaum.

    Adipositas im Überblick

    Fettleibigkeit schafft günstige Bedingungen für Keime

    «Es ist plausibel, dass Adipositas die Fähigkeit des Immunsystems schwächt, sich gegen infektiöse Bakterien, Viren, Parasiten oder Pilze zu verteidigen, was zu schwereren Krankheitsverläufen führen kann», wird Kivimäki in einer Mitteilung von «The Lancet» zitiert. Die Gründe könnten Faktoren sein, die mit Adipositas einhergehen, etwa ein nährstoffreiches Milieu, das das Überleben von Mikroorganismen begünstigt, sowie Insulinresistenz, Überzuckerung und chronische leichte Entzündungen. Die Studienautoren schreiben jedoch auch, dass aus den Daten zwar der Zusammenhang zwischen Übergewicht und Infektionsrisiko hervorgeht, aber nicht die genauen Gründe dafür.

    Die Forscher übertrugen die gewonnenen Erkenntnisse auf Daten der Studie «Global Burden of Disease» und konnten so für Weltregionen und für einzelne Länder das Risiko für schwere Infektionsverläufe errechnen. So zeigen sie für das Jahr 2023 für 4.700 von 31.900 Todesfällen nach Infektionen in Deutschland einen Zusammenhang mit Adipositas auf; das waren 14,7 Prozent dieser Todesfälle. Damit lag Deutschland unter den Werten der USA (25,7 Prozent), Spaniens (21,2 Prozent), Großbritanniens (17,4 Prozent), aber deutlich über den Werten von China (9,0 Prozent) und Indien (3,8 Prozent). 

    Die Studienautoren warnen, dass sich die Situation in den kommenden Jahren verschärfen könne. «Da die Adipositasraten weltweit voraussichtlich steigen werden, wird auch die Zahl der Todesfälle und Krankenhausaufenthalte aufgrund von mit Adipositas verbundenen Infektionskrankheiten zunehmen», sagt Nyberg. Um das Risiko schwerer Infektionen sowie anderer mit Adipositas verbundener Gesundheitsprobleme zu reduzieren, bestehe ein dringender Bedarf an Maßnahmen, die Menschen dabei unterstützen, gesund zu bleiben und Gewicht zu reduzieren, betont die Forscherin.

    Adipositas erklärt

    Quelle: Stern