Der schweizer franken steht aktuell unter Druck, nachdem die Schweizerische Nationalbank (SNB) beschlossen hat, den Leitzins unverändert bei 0 Prozent zu belassen. Diese Entscheidung, die am 19. März 2026 bekannt gegeben wurde, hat zu einer Schwächung des Frankens gegenüber dem Euro geführt, der daraufhin auf ein Drei-Wochen-Tief gefallen ist. Die SNB begründet ihren Entscheid mit der weiterhin tiefen Inflation, signalisiert aber gleichzeitig eine erhöhte Bereitschaft, bei Bedarf am Devisenmarkt zu intervenieren.

Hintergrund der SNB-Entscheidung
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) führt vierteljährlich eine geldpolitische Lagebeurteilung durch. Die SNB argumentiert, dass die Inflation in der Schweiz weiterhin tief ist und sie daher den Leitzins unverändert lassen kann. Allerdings beobachtet die SNB die Entwicklung im Nahen Osten genau, da steigende Energiepreise die Inflation beeinflussen könnten. Laut SRF liegt die bedingte Inflationsprognose der SNB für die nächsten Quartale höher als noch im Dezember.
Die SNB folgt mit ihrer Zinspause auch dem Entscheid der US-Notenbank FED, die ebenfalls ihren Leitzins unverändert gelassen hat. Die SNB behält sich jedoch vor, bei Bedarf am Devisenmarkt zu intervenieren, um den Franken zu stabilisieren. SNB-Präsident Martin Schlegel betonte, dass die Bereitschaft zu Interventionen am Devisenmarkt erhöht sei, ohne jedoch Details zu nennen. (Lesen Sie auch: Fritz OS 8.25: Update für FritzBox-Modelle bringt)
Aktuelle Entwicklung des Schweizer Frankens
Nach der Bekanntgabe des SNB-Zinsentscheids hat der Schweizer Franken gegenüber dem Euro an Wert verloren. Wie Cash berichtet, stieg der Eurokurs auf 0,9129 von 0,9088 im frühen Geschäft. Ein solches Niveau hatte der Eurokurs seit drei Wochen nicht mehr erreicht. Auch gegenüber dem US-Dollar hat der Franken leicht nachgegeben. Der US-Dollar verteuerte sich gleichzeitig auf 0,7946 von 0,7924.
Diese Entwicklung zeigt, dass die Märkte die Entscheidung der SNB als Signal für eine weiterhin lockere Geldpolitik interpretieren. Ein schwächerer Franken kann die Schweizer Exportwirtschaft unterstützen, da Schweizer Produkte im Ausland günstiger werden. Gleichzeitig kann ein schwächerer Franken aber auch die Importe verteuern und somit die Inflation erhöhen.
Reaktionen und Einordnung
Claude Maurer, Chefökonom von BAK Economics, kommentierte den SNB-Zinsentscheid wie folgt: «Die SNB blieb innerhalb der Erwartungen. Die Zinsen bleiben noch länger, wo sie sind, trotz hoher Unsicherheit.» (Lesen Sie auch: Fritz OS 8.25: Update für FritzBox-Modelle bringt)
Die SNB steht vor der Herausforderung, die Inflation zu kontrollieren und gleichzeitig die Schweizer Wirtschaft zu unterstützen. Ein zu starker Franken kann die Exportwirtschaft belasten, während eine zu hohe Inflation die Kaufkraft der Konsumenten schmälern kann. Die SNB muss daher einenBalanceakt finden, um diese beiden Ziele in Einklang zu bringen.
Schweizer Franken: Was bedeutet das für die Zukunft?
Die SNB wird die wirtschaftliche Entwicklung und die Inflationsentwicklung weiterhin genau beobachten und bei Bedarf Massnahmen ergreifen. Es ist davon auszugehen, dass die SNB auch in Zukunft am Devisenmarkt intervenieren wird, um den schweizer franken zu stabilisieren, falls dies erforderlich sein sollte. Laut Finanz und Wirtschaft will die SNB den Franken schwächen, obwohl sie im Visier der USA ist.

Die Geldpolitik der SNB wird auch weiterhin von den globalen wirtschaftlichen Entwicklungen beeinflusst werden, insbesondere von der Geldpolitik der grossen Zentralbanken wie der US-Notenbank FED und der Europäischen Zentralbank EZB. (Lesen Sie auch: Frühlingsbeginn 2026: Kalendarischer und meteorologischer)
Aktuelle Leitzinsen im Überblick (Stand: 20. März 2026)
| Land | Leitzins |
|---|---|
| Schweiz | 0,00 % |
| USA | 5,25 – 5,50 % |
| Eurozone | 4,50 % |
Häufig gestellte Fragen zum Schweizer Franken
Häufig gestellte Fragen zu schweizer franken
Warum hat die SNB die Zinsen nicht erhöht?
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat die Zinsen nicht erhöht, weil die Inflation in der Schweiz im Vergleich zu anderen Ländern weiterhin tief ist. Die SNB will die Wirtschaft nicht unnötig belasten und gleichzeitig die Preisstabilität gewährleisten.
Wie beeinflusst der Franken die Schweizer Wirtschaft?
Ein starker schweizer franken kann die Schweizer Exportwirtschaft belasten, da Schweizer Produkte im Ausland teurer werden. Umgekehrt kann ein schwacher Franken die Exporte ankurbeln. Die SNB versucht, den Franken zu stabilisieren, um negative Auswirkungen auf die Wirtschaft zu vermeiden.
Wird die SNB in Zukunft am Devisenmarkt intervenieren?
Die SNB hat signalisiert, dass sie bei Bedarf auch in Zukunft am Devisenmarkt intervenieren wird, um den Franken zu stabilisieren. Die SNB will verhindern, dass der Franken zu stark wird und die Schweizer Wirtschaft dadurch Schaden nimmt. (Lesen Sie auch: Ramadan 2026: Muslime begehen das Fest des…)
Welche Risiken birgt die aktuelle Geldpolitik der SNB?
Die aktuelle Geldpolitik der SNB birgt das Risiko, dass die Inflation in Zukunft steigen könnte. Ein schwacher Franken kann die Importe verteuern und somit die Preise erhöhen. Die SNB muss die Inflationsentwicklung daher genau beobachten und gegebenenfalls gegensteuern.
Wo finde ich aktuelle Informationen zum Schweizer Franken?
Aktuelle Informationen zum Schweizer Franken finden Sie auf den Webseiten der Schweizerischen Nationalbank (www.snb.ch) sowie in den Finanznachrichten von renommierten Medien wie der Neuen Zürcher Zeitung, Finanz und Wirtschaft oder Cash.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.





